bommel: In dieser Folge von All Glitches Welcome erwartet euch im Grunde ein Extended-Vorgeplenkel, denn dieses Mal haben wir kein großes Hauptthema festgesetzt. Dafür geht es um Fußball, es geht um die Paralympics, um Yoga, um den feministischen Kampftag, um Caseys neue Studie und alle anderen Themen, die uns noch so eingefallen sind. Viel Spaß! Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge All Glitches Welcome mit mir, dem brabbelnden Bommel und der kränklichen Casey. Damit ergibt sich eigentlich die Frage schon so ein bisschen, wie es dir geht, aber ich frage dich trotzdem. kc: Mir geht es super. Ich hatte das beste Mittagessen der Welt heute. Ich habe mir ein Kumpier gemacht, vollkommen vegan. Das war so lecker und draußen scheint die Sonne. Das ist das erste Mal überhaupt, dass wir diesen Podcast bei Tageslicht aufnehmen. bommel: Stimmt. kc: Das ist einfach so nice für mich. Stimmt, das ist wirklich richtig schön. Aber ich war die letzten anderthalb Wochen krank und das war nicht so schön. Und ein bisschen bin ich es auch immer noch. bommel: Ja, ich finde, man hört es auch noch ein kleines bisschen. Es ist wirklich viel besser geworden. Das war aber auch wirklich witzig, weil wir haben beim letzten Mal noch darüber gesprochen, oder ich vor allem habe darüber gesprochen, wie sehr ich Frühling will und dass ich endlich mal Frühblüher sehen möchte, wenigstens so ein Schneeglöckchen. Und an dem Tag, wo diese Folge erschienen ist, habe ich das erste Schneeglöckchen dieses Jahr gesehen. Das fand ich richtig lustig, wo ich auch dachte, muss ich mich beschweren? kc: Ich habe heute Krokusse gesehen. bommel: Ja, KROKEN. Ganz viele habe ich auch schon gesehen. kc: Ich möchte ein Gedicht teilen, das ich erfunden habe. bommel: Okay. kc: Es ist Frühlning. Auf der Gasse. DIE KROKEN. bommel: Okay, ja, stark. I see what you did there. Es hat mich tief berührt. kc: Ja, mich auch. Ich habe so gelacht, als mir das vorhin eingefallen ist. Und die ganze Zeit, seitdem ist mein Kopf wieder so wie DIE KÜRBEN. bommel: Ich dachte mir, das ergibt keinen Sinn. kc: Die Kürbiszeit ist längst vorbei. Deswegen haben wir jetzt die Kroken. bommel: Ich glaube, was auch schön ist, dass das automatisch diese Intonation hat von DIE GRÜNEN. Ich glaube, deswegen liebe ich das Wort Kroken auch so sehr, weil es halt so nah an Kürben dran ist ja das ist einfach großartig und wie geht es. kc: Dir sonst so. bommel: Eigentlich sehr gut. Irgendwie bin ich heute todesangematscht. Ich hätte mir das auch irgendwie denken können. Ich hatte gestern einen sehr, sehr anstrengenden Termin, vor dem ich super aufgeregt war. Es war dann nachher alles halb so wild, es ist alles okay verlaufen und so, aber das hat mich halt trotzdem irgendwie Energie gekostet. Und ich bin, eigentlich weiß ich das, aber wenn ich dann am nächsten Tag irgendwie so merke, dass alles ein bisschen schwieriger ist, dann bin ich trotzdem irgendwie überrascht von mir selber. Ich denke mir so, oh ja, das hat Energie gekostet. Das ist spürbar. Naja, deswegen habe ich heute bisher nicht so viel gemacht. Ich hatte eigentlich überlegt, ob ich vor dem Podcast noch eine kleine Yoga-Einheit einbaue. Aber ist schwierig, weil heute im Laufe des Tages kommt noch meine neue Yogamatte. Und dann kann ich ja vorher kein Yoga machen. Das muss ja dann mit der neuen Matte direkt ausprobieren. Deswegen musste ich das leider auf nach dem Podcast verschieben. kc: Ja, dann machen wir heute einfach nicht so lang. bommel: Ja, naja, also wir können auf jeden Fall so lange machen, wie die Matte noch nicht da ist. Und sobald sie da ist bin ich like: Das war super nett. Vielen Dank für diese wundervolle Folge. Bis zum nächsten Mal. kc: Passend dazu haben wir heute auch gar kein größeres Überthema, aber dafür ganz viele verschiedene kleine Themen, die sich hauptsächlich auch aus dem sonst üblichen Vorgeplänkel zusammensetzen. bommel: Ja, ich bin auch sehr gespannt, wie das wird, aber ich glaube, wir werden kein Problem haben, damit Zeit zu füllen. kc: Ich glaube, ich finde es aber trotzdem mal ganz gut, dass wir heute einfach mal so eine Quatschi-Folge haben. bommel: Ja. Ja. kc: Sondern, also halt kein so tiefer gehendes Thema wie sonst immer. bommel: Mhm. kc: Ja, ich habe Instagram durchforstet gestern. Gestern war der 4. März. Und weißt du, was mir da aufgefallen ist? Ein Post auf dem Account der Deutschen Bahn. Und die haben angekündigt, dass die Probe Bahncard Gold jetzt doch für die Paralympics gilt. Wir erinnern uns. bommel: Wie kommts? kc: Vor ein paar Folgen haben wir darüber, oder habe ich erzählt, die Probe BahnCard 100, nicht nicht BahnCard 100, ich würde die ganze Zeit BahnCard 100 sagen, die Probe BahnCard Gold, nicht für die Paralympics gilt, aber jetzt halt doch. bommel: Ich wiederhole mich, ich wiederhole mich, muss ich mich erst aufregen, damit Dinge funktionieren, das ist ja frech, will das nicht. kc: Ja, du, also aufgeregt haben sich Leute da ziemlich früh. Ich habe nochmal geguckt, wann das eigentlich so losging, wann das aufgefallen ist. Und ich habe einen Artikel gefunden vom Tagesspiegel vom 23. Januar, in dem unter anderem die Bogenschützin Flora Kliem kritisiert, dass die Bahn mal wieder die Paralympics vergessen hat. Und ich glaube, seitdem hat es da seine Kreise gezogen. Auf Reddit gibt es ein paar Beiträge dazu, die irgendwie sagen, ja, das ging intern irgendwie ziemlich hin und her. Eigentlich wollte die Bahn eine eigene Aktion machen, aber dann irgendwie doch nicht. Und jetzt zwei Tage bevor die Paralympics starten, hat die Bahn angekündigt, diese Aktion noch zu verlängern. bommel: Wow. Ich meine, immerhin, aber es ist halt trotzdem eine Frage der Wertschätzung. Und die ist nicht so besonders gegeben. kc: Ja, das findet die Bahn auch. Die sagen in ihrer Insta-Story, wo sie das angekündigt haben, nämlich, wir haben den größten Respekt vor den Leistungen aller Athletinnen und Athleten und wünschen viel Erfolg. bommel: Naja, ab jetzt haben sie den größten Respekt. kc: Ja. bommel: Aber so richtig hast du mich jetzt noch nicht davon überzeugt, dass es nicht meine Aufregung war, die da zu... Einfach mal maßlos selbst überschätzen hier. Nein, die Bahn hat bestimmt unseren Podcast gehört und hat sich gedacht, nee, da haben die recht. kc: Ja, wünschenswert wär's. Also wir können uns das ja, wir können das mal testen. Liebe Deutsche Bahn, wenn ihr diesen Podcast hört, ich hätte gerne eine neue Bahncard 100, die nochmal ein Jahr gilt. Ich hätte gerne ab sofort Platin-Status. bommel: Was macht der? kc: Damit kann man in die Premium-Lounge beispielsweise. Was man sonst nur mit einem 1. Klasse-Flex-Ticket kann. Oder einem 1. Klasse-Upgrade bei der BahnCard 100, 2. Klasse. Das ist ja die, die ich habe. Und du kriegst Rabatt im Bordrestaurant. Ich habe so lange nichts mehr im Bordrestaurant gegessen. ich muss mal wieder. bommel: Dringend. Aber ich habe dir dazwischen gebrabbelt, ich bin da brabbelnde Bommel. Ich habe es einfach selbst erfüllende Prophezeiung. Du wolltest dir noch irgendwas wünschen von der Bahn. kc: Ja, bitte vegane Lieblingsgast Schokolade. Danke. bommel: Okay, und ich wünsche mir, macht mal kostenlos. kc: Für alle. Danke. Ja. Bommel mal wieder mit den guten Forderungen hier. bommel: Ja, sorry. Ist auch okay, wenn es noch eine Woche dauert, aber ansonsten fände ich das schon angemessen. kc: Ja, ich schließe mich an. Natürlich war das ein sehr egoistischer Wunsch. bommel: Tut mir leid, ich habe dich auch einfach richtig schlecht dastehen lassen damit. kc: Ich will in den Premium-Bereich. Ich will da chillen. Niemand anderes. bommel: Ich möchte eine eigene Premium-Lounge nur für mich. Vielen Dank. kc: Ich bin Februar aber tatsächlich richtig wenig Zug gefahren. Es waren nur zwei Fahrten. bommel: Ja, aber wenn du halt auch relativ lange krank gewesen bist. Naja, eine Woche. Ja, aber ich muss auch sagen, das Wetter war halt auch wirklich, ich weiß nicht, wenn das so kalt ist und so ungemütlich. Nee, also nee. kc: Ja gut, fair. bommel: Da mag man doch auch nicht raus. kc: Nächste Woche geht es wieder los. bommel: Wohin geht es? kc: Eine Freundin besuchen in Hannover. bommel: Ah. kc: Vielleicht hört die besagte Freundin auch diese Folge, bevor ich da auftauche. Viele Grüße. bommel: Oder nachher, dann sind das so nachgelagerte Grüße. Das ist auch schön. Hauptsache Grüße. kc: Hallo, ich war schon bei dir. Aber jetzt hörst du mich nochmal aus der Vergangenheit. bommel: Das ist so meta. Das ist auch immer so lustig. Mein Partner, gestern hatten wir das irgendwie, dass ich ihn angesprochen habe. Er stand in der Küche, ich kam aus dem Wohnzimmer und dann habe ich ihn angesprochen. Und er war so richtig verwirrt einfach, weil er erst einmal, also wenn er unseren Podcast hört, dann ist er so wie, wie kannst du in meinen Kopfhörern sein und gleichzeitig hier? Das ist immer richtig niedlich. Aber deswegen gibt es manchmal so merkwürdige zeitliche Verschiebungen, wie halt jetzt auch, wir haben uns, also ich weiß nicht, ob wir das jetzt machen wollen, aber können wir auch sonst ein bisschen später machen. Wir wollten noch mal so ein bisschen über den feministischen Kampftag reden. Aber der ist halt erst am 8. Heute ist der 5. Aber wenn die Folge rauskommt, war er schon. Das ist einfach verwirrend. kc: Wir sind diesmal wieder früh dran. bommel: Ja, Zeit ist Suppe. kc: Ja, können wir jetzt machen. Was denkst du zum feministischen Kampftag? bommel: Ja, sehr wichtig. Ich wollte eigentlich vor allem wissen, was du am feministischen Kampftag machst. kc: Schlafen. bommel: Deswegen dachte ich, okay. kc: Ausschlafen. bommel: Ja, ich meine, Rest is Resistance, oder? Wie sagt man so schön? kc: Ja, irgendwie sowas. bommel: Es gibt ja auch, glaube ich, sogar Bestrebungen, dann 9. --- Weil der feministische Kampftag ist, ich weiß ja jetzt schon wieder nicht, was für Wochentage sind. Sonntag, so dieses Jahr. Genau, ist dieses Mal am Sonntag. Und ich glaube, es gibt sogar den Aufruf dazu, am 9. März in einen Generalstreik zu gehen. In einen feministischen. Habe ich vorhin irgendwie gesehen. Finde ich eigentlich auch geil. Ist es eigentlich schon immer so? Also heißt es bei dir auch tatsächlich Feministischer Kampftag oder heißt es bei dir eigentlich eher Internationaler Frauentag? kc: Was heißt bei mir? bommel: Für dich. kc: Für mich heißt es, solange ich denken kann und von der Existenz diesen Tages weiß, dass es der feministische Kampftag ist. Aber in meinem Umfeld, an dem dieser Tag begangen wurde, begangen wurde in Anführungszeichen, war es immer nur der Frauentag. bommel: Ja. kc: Und das fühlte sich stellenweise auch so an wie einfach ein zweiter Muttertag, zumindest von den Erwartungen her. bommel: Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe es auch immer eher als Frauentag kennengelernt und ich hatte auch mal, einmal war ich am feministischen Kampftag auf einer Schulung und musste da so eine ganz komische, das ist so richtig Memory Unlocked gerade, eine ganz komische Diskussion mit einer Politikwissenschaftlerin führen, die dann meinte, ja, sie würde überhaupt nicht verstehen, warum es diesen Tag überhaupt gibt, weil es gibt ja auch keinen Tag für Brillenträger*innen. Und das ist so, also erstens möchte ich das bezweifeln, weil es gibt safe einen Tag für BrillenträgerInnen. Und zweitens, also wie sehr kann man Politik studieren und systematische Unterdrückung nicht verstehen? Das war auch so ein Gespräch, das weiß ich auch bis heute. Ich wusste gar nicht, wo ich da ansetzen soll. Weil wenn eine Person einfach so, so wenig Verständnis von Unterdrückung und Befreiungskämpfen und sozialer Ungleichheit hat. Also wo fängt man da an? Das ist ja wirklich, du musst richtig im Urschleim anfangen. kc: Naja, ich studiere dir ja auch Politik, aber das ist halt bisher noch nicht vorgekommen. Gut, ich bin auch erst im ersten Semester in der ersten Politikwissenschaftsvorlesung. Aber nee, das hatten wir noch nicht. bommel: Okay, jetzt ist vielleicht, was das angeht, dann auch ein strukturelles Problem davon, wie diese Studiengänge gestaltet sind. Aber das war eine absolut, absolut negative Überraschung. Aber ja, ich merke mittlerweile aber, und ich finde, das spricht sehr für die Kreise, in denen ich mich bewege, dass ich das immer ein bisschen merkwürdig finde, wenn Leute vom Frauentag sprechen und nicht vom feministischen Kampftag. Das letzte Mal ist es mir jetzt aufgefallen. Es gibt bei Twitch ja so Gilden wie und da gibt es auch die Women's Guild. Kann man sich darauf bewerben. Die ist natürlich nicht nur für Frauen, sondern halt für, ich weiß gar nicht, wie sie es advertisen, ich glaube für FLINTA*. I don't know. Aber auf jeden Fall will diese Women's Guild den Frauentag, International Women's Day, auch begehen, indem irgendwie ein paar Leute gesponsert werden oder halt mehr Aufmerksamkeit auf der Twitch-Seite bekommen, während sie ein Spiel spielen. Und dieses Möchtest du mal raten, was für ein Spiel sie spielen? kc: Irgendeinen Ego-Shooter? bommel: Nee. Ich glaube, das hätte ich weniger schlimm gefunden. Nein, sie spielen so ein Chaos-Kochspiel. Overcooked. Oje. Wo ich auch so dachte, ein Kochspiel. You serious? Also, hat da jemand mehr als anderthalb Sekunden drüber nachgedacht? Das ist doch komisch. Warum? bommel: Naja, also wahrscheinlich hätte ich mich nicht dafür entschieden, da ein Kochspiel zu promoten oder Frauen zu promoten, die ein Kochspiel spielen. Aber naja, das sind die Internetplattformen, die wir bekommen. Aber ansonsten bin ich dieses Jahr irgendwie bisher, was heißt ein bisschen enttäuscht, aber ich finde es bisher relativ leise um den feministischen Kampftag. Das finde ich eigentlich ein bisschen schade, aber vielleicht liegt es auch an meiner selektiven Aufmerksamkeit. War das schon mal anders? Ich in meiner Wahrnehmung schon. Aber wie gesagt, das kann natürlich auch immer daran liegen, wo ich meine Aufmerksamkeit drauf lenke. Aber auch, wenn ich so daran denke, ich habe jetzt keine und ich bin ja im Moment relativ viel draußen unterwegs und habe Therapie und so gehabt. Ich habe keine Plakatierungen gesehen für Demos oder Demo-Aufrufe oder irgendwas. Und da habe ich total den Eindruck, dass das mal viel mehr war, und vor allem im öffentlichen Raum viel präsenter gewesen ist. kc: Das kann ich zumindest aus meiner Perspektive nicht unterschreiben. Also ich habe sowas noch nie wahrgenommen, aber gut, das könnte wahrscheinlich auch daran liegen, dass ich blind bin und quasi generell nichts wahrnehme. Außer wenn dann mal irgendwie eine Wahl ist und dann wirklich alle 20 Meter ein Plakat hängt oder fünf. Aber so der Tag an sich ist so außerhalb meiner Internet-Bubble eigentlich immer an mir vorbeigegangen. Aber ich kann mich erinnern, Letztes Jahr, als ich im Kaufland Werbeprospekt gestöbert habe, was dazu gefunden zu haben, aber natürlich keine Demo und kein irgendwas, sondern halt nur, ja wir schenken Blumen zum Frauentag. bommel: Ja, das ist ja dann auch irgendwie mal nur so ein Konsumding irgendwie. Und ich finde es halt auch einfach wie, also ich finde es tatsächlich auch super wichtig, dass wir es feministischen Kampftag nennen und uns halt einfach solidarisieren mit allen, die vom Patriarchat unterdrückt werden. Und das sind halt eben einfach bei weitem nicht nur Frauen. Und von daher ist feministischer Kampftag eigentlich viel, viel treffender. Aber ich glaube, das ist auch was, was für viele zu, ich glaube, für viele klingt das auch schon wieder zu radikal. Obwohl es halt eigentlich überhaupt nicht radikal ist, so in dem Sinne, sondern halt auch nur Basic-Forderungen nach sozialer Gleichheit stellt für Unterdrückte. kc: Vielleicht sollten wir den Tag dann einfach umbenennen, ein feministischer Tag. Meinst du, so eine Umbenennung könnte irgendwie was helfen in der Wahrnehmung? bommel: Ich weiß nicht. Ich weiß nicht, inwiefern ich da Fan von wäre. Also ich glaube, mein erster Gedanke war, ja, für mich ist jeder Tag feministischer Tag, weil Feminismus für mich einfach ein total wichtiges Kernelement ist in meinem Leben, beziehungsweise einfach für mich ein sehr wichtiger Wert, um den ich mein Leben auch herumstrukturiere. Und ich finde es eigentlich schon auch wertvoll zu betonen, dass es da immer noch Kämpfe auszutragen gibt tatsächlich. Und ich finde es halt auch letztlich wertschätzend dem gegenüber, was historisch einfach in nicht nur Frauenbewegungen passiert ist oder Queeren Bewegungen, sondern halt generell in allen Bewegungen, die sich mit sozialen Ungleichheiten auseinandersetzen, weil du kriegst halt nichts geschenkt. Noch nie hat irgendeine unterdrückte Gruppe irgendwas geschenkt bekommen. Und die Kämpfe, die waren mal mehr, mal weniger friedlich. kc: Ich muss dich da unterbrechen, Bommel. bommel: Okay. kc: Vorgestern war ich in einem Call, wo mir ein Unternehmer erzählt hat. bommel: Nein. Ja, Männer erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Du kannst es gleich gerne nochmal erzählen. kc: Ich lasse es jetzt. Alle wissen, worauf es hinausläuft. bommel: Okay. Ja, also das ist halt, für mich ist es halt auch einfach so ein bisschen eine Anerkennung der eigenen Historie, der eigenen Bewegung und der eigenen Kämpfe irgendwie, weil aus dem man sowas wie das Frauenwahlrecht denkt oder so, das wurde uns alles nicht geschenkt. Und ich finde, was ich auch sehr wichtig finde an diesem Aspekt des Kampftages ist, dass nur weil es aktuell so ist, dass wir bestimmte Rechte haben, heißt das nicht, dass das für immer so bleiben wird. bommel: Gerade in Zeiten des aufstrebenden Faschismus, in vielen Teilen auf der Welt, müssen wir einfach anerkennen, dass diese Rechte nicht... Absolut unveränderlich und unveräußerlich sind, sondern dass sie sehr, sehr schnell einfach von Menschen in Machtpositionen wieder zurückgenommen werden können, wenn es deren Weltsicht entspricht bzw. Widerspricht, dass man diese Rechte hat. Und deswegen finde ich das auch so wichtig, sich generell über verschiedene Gruppen zu solidarisieren Und halt deswegen auch nicht nur einen Frauentag draus zu machen, sondern diesen Aspekt auf den feministischen Kampftakt zu legen, um halt zu sagen, auch trans Leute, egal ob trans Frauen oder trans Männer, nicht binäre Personen, also alle Leute, die halt nicht bestimmten Geschlechterstereotypen oder Geschlechteridealen und so weiter entsprechen, die erfahren Unterdrückung durch das Patriarchat. Und ich finde das so wichtig, dass diese Kämpfe letztlich intersektional gedacht werden und dann dementsprechend auch mit anderen Bewegungen sozialer Ungleichheit verbunden werden. Deswegen ich es zum Beispiel halt auch immer total wichtig finde und das ist auch was, was aus meiner Perspektive häufig einfach vernachlässigt worden ist. bommel: Dass halt auch Behinderungen am feministischen Kampftag durchaus eine Rolle spielen sollte. Und das ist halt auch schwierig, weil ich habe auch gerade zu Pandemiezeiten oder so Demo-Aufrufe mitbekommen, wo Leute halt zum Beispiel einfach nicht darauf geachtet haben, dass klar ist, dass Maske getragen werden muss beispielsweise oder so. Was ich sehr, sehr merkwürdig finde, nicht nur aus Solidarität von gegenüber Leuten, die halt zum Beispiel, weiß ich nicht, immunsupprimiert sind oder so und deswegen nicht auf solche Veranstaltungen gehen könnten, wenn dort zu viele Leute sind, die halt auch keine Maske tragen und für sie persönlich das Risiko zu hoch ist. Sondern das hat ja auch was zum Beispiel damit zu tun, wie mit Leuten umgegangen wird, die Sorgearbeit zum Beispiel für Kinder oder Angehörige oder so zu Hause leisten müssen. bommel: Weil sich gerade diese Personen das auch nicht unbedingt immer erlauben können, krank zu werden beispielsweise oder so. Und da weiß ich, dass da Freund*innen von mir auch sehr innerhalb der Bewegung auch sehr erbitterte Kämpfe führen mussten, die nicht immer zum Erfolg geführt haben, um diese Themen da tatsächlich zu verankern. Und das finde ich so schade, dass selbst in Bewegungen, die offensichtlich ja eine bestimmte Offenheit und eine bestimmte, ich mag das Wort nicht, da fällt gerade kein anderes ein, so Awareness für Themen haben und für Ungleichheiten, dass dann halt trotzdem sich solche Dinge wie, ja, da wieder so mit einschleichen und so nicht beachtet werden. Das finde ich super schade. kc: Also ja, schließe ich mich an, finde ich genauso super schade. Ganz viele Leute erklären das dann ja natürlich mit solchen Sachen wie, ja, wir hatten jetzt nicht genügend Zeit und oh sorry, wir machen das zum ersten Mal. Und ich kann das ein Stück weit nachvollziehen, aber irgendwie auch nicht. Also ich kann es nicht nachvollziehen in dem Sinne, dass dann natürlich nicht alles drangesetzt wird, das irgendwie besser zu machen oder auch was fürs nächste Mal zu lernen, weil das häufig ja nicht nur beim ersten Mal so ist, sondern dann halt immer wieder. Aber andererseits erhoffe ich mir, dass dadurch einfach jetzt über die nächsten Jahre hinweg mehr Rücksicht genommen wird auf Intersektionalitäten. Denkst du, dass das realistisch ist, zumindest dass es einfach so passiert in diesen Spaces oder denkst du, wir müssen noch viel mehr pushen als sowieso? bommel: Ich glaube, also was heißt pushen, das ist immer so ein bisschen so eine Frage. bommel: Weil das ist ja letztlich eine Frage der Mittel. Aber ich glaube nicht, dass das von alleine passieren wird, weil gerade so dieses, wir organisieren zum Beispiel eine Demo oder eine Veranstaltung oder so und machen das zum ersten Mal und haben an bestimmte Dinge nicht gedacht. Das ist total verständlich und total menschlich, weil letztlich haben wir alle irgendwie nur unsere Perspektive auf die Welt irgendwie. Man muss ja aber auch sagen, dass diese Lücken, die dann entstehen im Verständnis, halt daraus entstehen, dass diese Lücken letztlich in der Orga halt auch vorkommen. Also wenn du halt in der Orga eine Person hast, für die das halt wichtig ist, Covid-conscious zu sein oder für die das wichtig ist, dass du eine, weiß ich nicht. bommel: Eine Demostrecke aussuchst nach Barrierefreiheitsgesichtspunkten beispielsweise, dann spielt das in der Orga eine größere Rolle, weil da halt eine Person ist und da sind wir wieder bei dem Punkt, dass... Letztlich nichts ohne Betroffene geht und wir letztlich halt Strukturen schaffen müssen, in denen alle in irgendeiner Art und Weise stattfinden können und alle ihren Platz haben, um sich auch bei solchen Dingen einzubringen, damit dann halt dadurch letztlich diese Dinge zugänglicher werden, nicht nur aus Barrierefreiheitsaspekten, sondern aus allen möglichen Aspekten. bommel: Und das ist halt auch was, was einem nicht geschenkt wird. Also ganz oft gibt es ja so ein bisschen dieses Bild von, es gibt so einen großen runden Tisch und da sitzen irgendwie alle dran und an diesem Tisch ist dann so halt ein Stuhl frei für so Marginalisierte. bommel: Und das funktioniert halt nicht, weil dafür ist Gesellschaft halt einfach viel zu divers. Und deswegen bin ich auch, Immer sehr darauf bedacht, dass wir nicht darin hineinfallen, wenn auf diesen einen leeren Platz für marginalisierte dann eine schwarze Person gesetzt wird, dann als behinderte Person nicht zu sagen, ja, das ist voll scheiße, warum wird da jetzt wieder eine schwarze Person hingesetzt, aber keine behinderte Person. Weil das letztlich immer nur dazu führt, dass sich marginalisierte Gruppen untereinander irgendwie so kritisieren und behacken, ohne dass halt das System infrage gestellt wird, was nur einen Stuhl für alle zur Verfügung stellt, die nicht halt weiß und hetero und cis und meistens männlich sind und so. Und ich glaube, das ist vor allem der Punkt, den wir uns immer weiter erkämpfen müssen, dieses stattfinden dürfen. Und ich glaube, daraus ergeben sich dann halt letztlich bestimmte Konsequenzen, die dann Dinge für alle zugänglicher machen. Aber das wird nicht einfach so passieren. kc: Ja, zusätzlich dazu müssen wir uns aber auch erkämpfen, auch mal einfach so unabhängig von unserer Marginalisierung irgendwie stattfinden zu dürfen und zu können. Da kann ich mit meinem nächsten Vorgeplänkels-Thema anschließen, aber du warst noch nicht fertig. bommel: Ja, nee, ein Satz dazu noch oder ein Gedanke. Für mich gehört das halt aber dazu, Teil von Bewegung sein zu dürfen. Dass man halt nicht nur als die Quoten-behinderte Person gesehen wird, sondern letztlich so ein anderes Normal erreicht wird, was dazu führt, dass halt, naja, Behinderung zum Beispiel so ein... In Anführungsstrichen normaler Teil unserer Organisation, unserer Struktur, in unserer Gesellschaft ist, dass es gar keine Notwendigkeit mehr gibt, dass die eine behinderte Person, die dabei ist, dann immer als die behinderte Person spricht und für alle Behinderten versucht, irgendwie die Bewegung zugänglicher zu machen, sondern dass es sich letztlich organisch daraus ergibt, dass man einfach stattfindet. Aber das ist ganz große Utopie. kc: Ja. Ich war vom 20. bis zum 22. Beim Jugend hackt Long Term Support Kickoff Wochenende. Davon habe ich ja schon erzählt, dass ich da bin und jetzt über das nächste Jahr so ein Projekt von Jugendlichen begleiten darf. Und da wurden verschiedene Projekte vorgestellt. Unerwarteterweise habe ich auch eine hörende Person dieses Podcasts dort getroffen. Eines der Teilnehmis. Viele liebe Grüße an Jakob an dieser Stelle. bommel: Sehr guter Podcast-Geschmack, sehr guter Geschmack. Wobei, hat die Person gesagt, ob sie unseren Podcast mag? kc: Ja. bommel: Okay, gut, ja dann. kc: Guter Geschmack. bommel: Ich kenne einen Podcast und er ist richtig scheiße. Okay, danke. kc: Nein, die Person hat auch gesagt, dass die Person sämtliche Folgen gehört hat, außer die lange Folge, die war dann doch zu lang. bommel: Frech. kc: Ja, das Rückblick-Folge. Ja, wirklich frech. Das ist eine der besten Folgen überhaupt gewesen. Wie alle anderen Folgen auch. Und ich werde jetzt das Projekt NewsMap begleiten. Da will eine sehr enthusiastische Gruppe Menschen eine Karte bauen, auf der man Lokalnachrichten ansehen kann. Das ist so geil. Eine großartige Idee, oder? bommel: Ja, das ist so geil, weil Lokalnachrichten sind auch einfach... Peak Awesomeness. Also Lokalnachrichten sind einfach so funny, weil, weiß ich nicht, dass jemand eine Tonne Kartoffeln auf einem Feldweg abgeladen hat. So was steht halt nur in irgendeiner Popelzeitung aus dem Nachbardorf quasi. Aber so was erfährst du halt ansonsten nicht. Ich liebe Lokalnachrichten und ich finde das auch so schön. Früher habe ich das gar nicht gewertschätzt. Also ich komme ursprünglich aus Mecklenburg-Vorpommern und bin dann halt zum Studium weggezogen. Und ich kriege so gar nichts mehr mit. Früher hat man so viel mitgekriegt durch so Lokalzeitschriften, die halt häufig auch einfach rumlagen oder gratis waren oder irgendwas. Und das findet einfach gar nicht mehr statt. Und so eine Map ist einfach richtig geil. Und dann kannst du, hast du irgendwie so einen Zugang dazu, informiert zu bleiben. kc: Auch der Detailgrad, der damit möglich ist, dass du irgendwie auch mal gucken kannst, was ist vielleicht in deiner Nachbarstraße passiert oder in deiner Straße oder an der Kreuzung zwei Blöcke weiter, wo du dich regelmäßig irgendwie aufhältst. Und diesen Zugang hast du ja sonst nicht, wenn du sonst einfach nur auf die Nachrichtenseite gehst und da die Headlines anguckst. Da kriegst du ja möglicherweise gar nicht so richtig mit, ob irgendwas jetzt in deiner Nähe ist. Deswegen, ich finde das aus diesem Gesichtspunkt eine großartige Idee und ich habe auch gesagt, dass meine Vision für dieses Projekt ist, wo sich die Menschen gerne Inspiration von nehmen können, dass das meine Go-To-Nachrichten-App wird, die ich jeden Morgen nach dem Aufwachen aufmache. Und dann einfach eine Liste habe mit allen Einträgen, wo ich sehen kann, was ist 100 Meter von mir entfernt passiert. So in den letzten 24 Stunden oder so. bommel: Wo ich auch richtig doll dran denken musste, ist halt irgendwie, also das ist jetzt vielleicht auch schon wieder so richtig weit gesponnen, aber Einsamkeit ist ja einfach voll das Ding in unserer Zeit. Und ich kann mir total vorstellen, dass es einfach auch dabei hilft, sich so in der Nachbarschaft einfach ein bisschen eingebundener zu fühlen und ein bisschen mehr Teil von der Umgebung zu sein. Und ich weiß einfach, dass sehr viele Menschen Nachrichten meiden, weil sie das psychisch einfach nicht gut aushalten können. Weil einfach, so muss man mal sagen, es passiert im Moment einfach wirklich extrem viel menschenfeindlicher Scheiß auf der ganzen Welt. Und ich kann mir halt vorstellen, dass das auch irgendwie eine schöne Möglichkeit ist, mitzubekommen, dass nicht nur richtiger Scheiß auf der Welt passiert, sondern, weiß ich nicht, dass halt irgendwie auch coole Sachen passieren, weil Oma Erna aus der Parallelstraße halt die nächste Verkehrsinsel bepflanzt hat mit Hornfeilchen oder so. Das ist für mich so eine Peak-Lokal-Nachricht auch einfach. Ich finde das so geil. kc: Ja, ähm... Jetzt haben wir nur das eine Problem, dass die Menschen, die dieses Projekt umsetzen, alle technisch mehr als capable sind, um das irgendwie zu machen. Aber mit so einem Projekt geht natürlich irgendwie eine ganze Menge gesellschaftlicher Verantwortung auch einher und sowas. Weil wenn du jetzt nur mal denkst, du sammelst da jetzt ein paar Daten und du machst Sachen auf eine Karte und das kam am Wochenende auch auf, dass es da mal eine Brandanschlagserie gegeben hat in einem Kiez in Berlin. Und auf so einer Karte kannst du das dann natürlich sehr viel leichter nachvollziehen und somit vielleicht auch für die ganze Öffentlichkeit Menschen de-anonymisieren, für die das ganz gefährlich ist. Und das sind halt alles solche Fragestellungen, die in dieser Projektgestaltung, wenn das als offenes Projekt eben so geführt werden soll, wie das von den Menschen geplant ist, da bedacht werden müssen. Und ich freue mich einfach drauf, da zu sehen, was daraus wird, weil das ist immer noch eine richtig tolle Sache und ich bin so, so excited darüber und vor allem freue ich mich jetzt auf das Sommerzusammentreffen, das wir im Juli irgendwann haben. Da fahren wir dann irgendwo südlich von Berlin nach Brandenburg an irgendeinen See und haben da dann hoffentlich einfach eine gute Zeit, wo wir an diesem Projekt arbeiten können. bommel: Das ist richtig cool. kc: Ja. bommel: Das freut mich voll. Ich bin so gespannt. Ich will die jetzt haben. Macht mal schnell. kc: Ja, wird wohl noch ein bisschen dauern. Alle diese Leute machen dieses Jahr irgendeine Form von Abschluss. Also zwei machen, glaube ich, einen mittleren Abschluss. Zwei machen Abitur und eine Person schließt eine Ausbildung ab. Also das ist schon... bommel: Das ist ein knackiges Pensum. kc: Das ist wirklich ein knackiges Pensum und deswegen werden da Sachen jetzt erstmal relativ langsam vorangehen. bommel: Entschuldige, mein Gehrt hat sich aufgehängt an, das ist ein knackiges Pensum. Was ist das für ein Boomer-Spruch? What the fuck? Das ist ein knackiges Pensum. Das sind Dinge, die hat mein Opa gesagt. Was passiert mit mir? kc: Ja, du bist der brabbelnde Bommel. bommel: Schwöre eigentlich bin ich ganz cool. Ja, okay. Ich glaube, mein Hirn ist bereit, von dem knackigen Pensum loszulassen. Ich weiß genau, wir werden das nicht rausschneiden, das ist total okay, aber werde ich mich richtig für schämen, wenn ich im Bett liege auch zum Beispiel. kc: Ach, Quatsch, so schlimm ist es doch jetzt auch nicht. bommel: Ja, das sagst du nur, weil du freundlich bist. kc: Nein, das ist wirklich so. Ich glaube, ich habe auch schon mal knackiges Pensum gesagt. bommel: Du hast auf jeden Fall direkt zugestimmt. kc: Knackiges Pensum, knackiges Pensum, knackiges Pensum, knackiges Pensum. bommel: Das wird nicht besser. kc: Schöne Grüße an die Human Resources Abteilung bei LinkedIn. Ganz knackiges Pensum heute in diesem Podcast. bommel: Ja. kc: Nee, aber was ich sagen wollte, mit so vielen Nebenverpflichtungen, das ist halt auch a choice, so ein Projekt zu machen und sich dann da so zu committen. Also es ist ein Freizeitprojekt für die, was ich auch richtig gut finde, dass Leute das in ihrer Freizeit machen. Und das sind halt auch nicht so Hardcore-Techies, also nicht alle. Zwei haben sich jetzt Medizin verschrieben beispielsweise, ich muss aufpassen, dass ich jetzt ja nicht so viel private Informationen über die erzähle. Aber ich finde es einfach krass, wie gut die auch zusammen harmoniert haben, einfach die ganze Zeit dafür, dass sie sich erst letztes Jahr bei einem Hackathon kennengelernt haben, wo sie am Wochenende einen Prototypen davon gebaut haben. bommel: Das ist so cool. Ich liebe sowas. kc: Ja. bommel: Nice. kc: Ja, es gab super leckeres Catering. Bommel: Ich bin auch so richtig Co-stolz. Wieso bist du Co-stolz? bommel: Ich weiß nicht. Ich finde das so cool. Und dann dachte ich, ich habe jetzt einfach assumed, dass du auch ein bisschen stolz auf dich bist, so generell einfach. kc: Natürlich bin ich stolz. Ich bin dabei. bommel: Ich bin auch. kc: Ich auch. bommel: Ich kenne niemanden, aber ist egal. kc: Es kam auch richtig leckeres Catering bei dem Event. Das Kichererbsencurry ist mir immer noch im Kopf und der Geschmack ist mir immer noch im Mund. Ja, ich habe Zähne geputzt seitdem. Das ist gut. Das ist gut. Aber das Hostel, in dem wir untergebracht haben, Wie sage ich das? Das war rustikal, oder? Nee, das ist zu freundlich. Ich suche eine möglichst schlechte Bezeichnung, die aber nicht beleidigend ist. bommel: Spartanisch? kc: Nee, das ist auch noch zu freundlich. bommel: Auf das Notwendigste reduziert? kc: Nee, das erfasst den Kern nicht von dem, was ich sagen will. Also ich sage einfach scheiße, es war scheiße. Ja, okay. bommel: Wenn das das Freundlichste ist, was du dazu sagen kannst, dann ist es das. kc: Also erstmal draußen vor dem Hostel waren die ganze Zeit Leute, die irgendwie geraucht und gekifft haben. Es hat gestunken. Es lag so eine Wolke Feinstaub da drüber. Also schon beim Ankommen. Und da wusste ich noch nicht, worauf ich mich da eingelassen habe. An der Rezeption, die überhaupt erst mal komplett verwinkelt war in diesem Gebäude und man sie überhaupt nicht sofort gesehen hat, war im Untergeschoss, was auch als Frühstücksraum und so genutzt wurde, dann so eine Bar mit überall irgendwelchen britischen Flaggen und einer Frankreich-Flagge. bommel: Hä? kc: Okay. Ich weiß es auch nicht. Und es war so laut Musik die ganze Zeit und irgendwie sieben verschiedene Sportsender auf großen Fernsehern. Oh nein. Und es war alles voll und einfach komplett laut. Aber gut, ich musste nur ungefähr eine Viertelstunde da drin sein, als ich auf meine Zimmerkarte gewartet habe, um auf mein Zimmer zu kommen. Und andere Leute hatten es auch mit dem Zimmer wesentlich schlimmer erwischt als ich. Ich hatte noch relatives Glück. Bei anderen Leuten war irgendwie ein großer roter Fleck im Bett, wo alle irgendwie dachten. bommel: Es sei Blut. kc: Aber es hätte auch Wein sein können. bommel: Ja, so oder so ist es jetzt einfach nicht besonders angenehm, egal was es jetzt so ist. kc: Irgendwelche anderen Leute haben versteckt in einem anderen Zimmer irgendwie zwei uralte angebrochene Weinflaschen gefunden. Und also aus der Jugend-Hackt-Gruppe sind dann auch welche mit einer Schwarzlichtlampe durchgelaufen. bommel: Nein, das kannst du doch nicht machen. Oh nee. Warum tut man sich das denn auch noch an? kc: Das weiß ich ja auch nicht. bommel: Puh, das Grauen. kc: Also ja, das wahre Grauen wurde erst dadurch offenbart. Und dann war irgendwie jedes zweite Klo und jede zweite Dusche außer Betrieb und nicht benutztbar. bommel: Warum hatten die überhaupt eine Schwarzlichtlampe? Haben Leute sowas heutzutage einfach so dabei? Ja. kc: Das sind Techniker*innen und Hacker*innen und da ist es, glaube ich, relativ common, dass man so komische Spezialwerkzeuge hat. Okay. Also das wundert mich bei der Zielgruppe überhaupt nicht, dass da irgendwo eine Schwarzlichtlampe aufgetaucht ist. bommel: Ja, meanwhile ich irgendwie 20 verschiedene Oropax und einen Keks in der Tasche und andere Leute so, lass mich mal eine Schwarzlichtlampe holen. kc: Ja, also ich glaube, bei der Zielgruppe da ist es generell so, dass du irgendjemanden fragen kannst nach irgendeinem Gegenstand und 20 Minuten später ist dieser Gegenstand aufgetrieben, völlig egal, was es ist, auch eine Waschmaschine. bommel: Challenge einfach für euren nächsten Hacking-Star, euer nächstes Treffen. kc: Ja, kann man glaube ich bei jeder Chaos Computer Club Veranstaltung probieren. Und irgendwie wird das funktionieren. Also ich liebe das einfach total. Ja, jedenfalls hat das bedeutet, dass es irgendwie extrem lang gedauert hat, bis man irgendwie mal an der Reihe war zu duschen. Ich bin dann immer nachts duschen gegangen, weil ich mir eingebildet habe, das geht schneller. Da komme ich schneller an einen Raum. Von Samstag auf Sonntag bin ich zum ersten Mal um zwei Uhr Richtung Dusche gegangen. Und ich habe diesen Gang fünfmal wiederholt, bis ich eine freie Dusche gefunden habe. Oh nein. bommel: Das wär ja mein absoluter Todesstoß. Weil ich kann mich ja so manchmal schon schwer aufraffen. Und wenn ich dann so ewig warten muss. kc: Boah, nee, das war nicht so erfreulich. Und das Frühstück. Ich glaube, vom Frühstück will ich lieber nicht anfangen. Es gab minimalste Brötchen. Was heißt das? bommel: Was sind minimalste Brötchen? Weil die so klein waren? kc: So groß wie meine Handfläche. Ohne Finger. bommel: Das ist aber schon süß. Ich mag so kleine Sachen. Ich mag kleine Essenssachen. kc: Und dann gab es von allem nur eine Option. Also es gab eine Option Marmelade. Es gab eine Option Butter. Nicht mal Margarine habe ich nicht gefunden. Es gab eine Option Müsli, es gab eine Option Milch für Berlin, was irgendwie extrem seltsam ist. Also so keine Hafermilch und so hätte ich schon erwartet. Und Kaffee gab es nur wirklich gräußlichen Instant-Kaffee aus der Riesenkanne. bommel: Oh nein. kc: Aber wir hatten dann ja bei der Veranstaltung zum Glück das supertolle, superleckere Catering und Kaffee und Koffeingetränke gab es da auch. bommel: Ah, das ergibt total Sinn, dass das zwei unterschiedliche Anbieter waren von dem Essen. Aber ich dachte, das ist ja weird, dass das Frühstück so komisch ist und abends gibt es das geilste Curry, was du in deinem Leben hattest. kc: Das Frühstück gehörte zum Hostel, in dem wir untergebracht waren und alles andere zu der Veranstaltung. bommel: Das ergibt so viel Sinn. kc: Und was, also noch eine lustige Sache, bevor ich zu der etwas komischen Sache komme. Ich bin ja ganz gut mit Stimmen so und mit Erinnern. Ja. Die Person, die die Nachtwache gemacht hat, ist ja so, wenn du irgendwie Zeug mit Jugendlichen machst, brauchst du eine Person, die irgendwie nachts überansprechbar ist und so. Die so Verantwortung übernimmt und so Zeug. Die Person, die die Nachtwache übernommen hat, habe ich letztes Jahr auf meinem Weg zur Gamescom im Zug nach Leipzig schon mal getroffen. Okay. Und das habe ich beim Frühstück mit ihr gemeinsam gemerkt, dass ich sie schon kenne, weil sie mir im Zug mal gegenüber gesessen hat. bommel: Ach, spannend. kc: Ja, und dann haben wir geguckt und alles, was ich mir da zusammengereimt habe, war vollkommen plausibel. Und an was ich mich erinnern konnte, was ich erzählt habe, auch irgendwie, dass die richtig viel Gepäck hatten und dass sie irgendwann mal im Bordbistro verschwunden sind und ewig lang nicht wiederkamen und sich dann vor Fulda umgesetzt haben, weil sie noch andere Leute getroffen haben. Und ich glaube, sie fand das ein... Ein müh seltsam oder ein müh gruselig, weil sie sich absolut nicht erinnern konnte. Ich habe gelernt, wenn mir sowas nochmal auffällt, ich werde Leute nicht mehr darauf ansprechen. Ja. Das war ein Fehler. Ich habe es gemacht. Ich bitte um Entschuldigung. bommel: Vor allem nicht so in diesem Detailgrad. Ich glaube, das ist dann das, was Leute so outcreept. kc: Oder? Das kann gut sein. Also ich weiß es nicht, aber so ist halt einfach, wie mein Kopf funktioniert. Ich erinnere mich an solche Sachen. bommel: Ja. kc: Also ich erinnere mich generell an fast jedes Gespräch, das ich habe, auch wenn es absolut nicht relevant ist. bommel: Vor allem, wenn es nicht relevant ist oder unabhängig davon? kc: Unabhängig, aber ich glaube vor allem, wenn es nicht relevant ist. bommel: So ist mein Gehirn nämlich auch eher. So Sachen, die ich mir merken möchte, keine Chance, aber so Quatsch ist dann so für immer in irgendwelchen Gehirnzellen verankert. kc: Ja, also ich hatte irgendwie zwei zusätzlich zu ihrer Stimme zwei konkrete Prompts gebraucht, um das in meinem Kopf wieder zusammenzusetzen. Ich dachte mir beim ersten Mal schon, ich glaube, ich kenne dich irgendwoher, aber ich weiß nicht, woher. Und dann habe ich erfahren, wo sie herkommt. Das deckte sich mit dem Startpunkt, wo sie eingestiegen ist und was sie auf dieser Zugfahrt erzählt haben. Und irgendwann später hat sie dann noch erzählt, was sie eigentlich sonst so beruflich macht. Und dann war es das. Dann hatte ich das. bommel: Ja, es ist so, aber eigentlich auch schade, dass man dann so direkt der Obercreep vom Dienst ist, wenn man sich an solche Sachen erinnert. Aber ich glaube, es ist auch, ich habe da in letzter Zeit ein bisschen drüber nachgedacht über solche Themen, weil ich habe das an manchen Tagen, dass ich das total schwierig finde, von anderen Menschen wahrgenommen zu werden. Also ich habe mit mir selber an sich so kein Problem, aber ich mag halt irgendwie nicht angeguckt werden. Ich mag das einfach nicht so gerne, wenn andere Leute irgendwie registrieren, dass ich auch in dieser Welt existiere. Und das ist dann halt natürlich auch so ein Thema mit rausgehen und so. Das sind dann eher so Tage, wo ich eigentlich lieber auch zu Hause bleibe und nicht rausgehe und so. Klar, weil dann registrieren mich weniger Menschen. Ergibt Sinn. bommel: Draußen in der Welt sind mehr Menschen als in meinem Zuhause. Und ich habe halt wie, wenn ich versuche, Gedanke damit umzugehen, dann sage ich mir ganz oft so, ja, die Leute, die sind alle so sehr mit sich selber beschäftigt und irgendwie so in ihrem eigenen Thema drin, wahrscheinlich registrieren die mich gar nicht so sehr, wie ich das denke. Oder haben mich halt sofort wieder vergessen, nachdem sie mich wie registriert haben auf der Straße oder so. Und imagine, du bist in so einem Prozess und dann kommt so eine Person und sagt, boah, bist du nicht vor drei Jahren mal an einem Sonntag um 10.47 Uhr mit dem Zug von irgendwo hinter Tupfing nach Köln zur Gamescom gefahren und du bist so, äh? kc: Ja. Das ist mir voll bewusst. Ich hätte da einfach mal drüber nachdenken müssen. bommel: Ja. Aber das ist, glaube ich, ganz oft so, dass man bei sowas dann echt hinterherdenkt. So, ja, okay, I get it. I'm sorry. kc: Wie gruselig war ich denn da bitte? Ja, sehr. Okay. Jetzt zum ein bisschen weniger gruseligen Teil. Zum weniger lustigen Teil. Was mir an diesem Wochenende auch wieder so richtig aufgefallen ist. Also das war seit der Pandemie so ziemlich das erste Mal, wo ich wieder so richtig integriert war in eine Veranstaltung auf irgendeine Art und Weise. Und also mir ist da zum einen aufgefallen, es waren viele Cis-Männer da. Und die Verhaltensweisen von Cis-Männern sind für mich manchmal ein bisschen unergründlich. Also das ist jetzt absolut keine Kritik. Ich glaube, dass die Cis-Männer, die da waren, wahrscheinlich mit die besten Cis-Männer sind, die man in dieser Branche und in diesem Umfeld so finden kann. bommel: Diese Einschränkung! Ja, okay. kc: Ja, aber das waren dann trotzdem solche Sachen, wo ich auch nicht weiß, wie ich sie irgendwie ansprechen sollte. Weil das halt so viele Kleinigkeiten waren, die ich in dem Moment überhaupt nicht so richtig verstanden habe, sondern dann halt erst irgendwie danach. Also das sind solche Sachen wie, dass man irgendwie keine Rücksicht aufeinander nimmt, wenn man irgendwie zu acht da durch die Stadt im Dunkeln tingelt und nicht mal irgendwie zurückguckt und schaut, wo wie irgendwie andere Leute sind. Und dass es da irgendwie extreme Grüppchenbildung gibt, aber so ein, zwei Leute, die da immer außen vor sind und sich das Ganze quasi nur so von außen angucken können, ohne dass es irgendjemand registriert. kc: Und sobald diese Grüppchen gebildet sind, dass die auch nicht mehr weggehen und die Grüppchen aus Cis-Männern dann relativ schnell anfangen, so väterlich zu sein gegenüber den anderen. Weil sie dann vielleicht doch mal irgendwie gemerkt haben, okay, diese Person ist jetzt hier irgendwie nicht so richtig komplett integriert. Jetzt sind wir doch mal nett zu dieser Person. Also das ist ja grundsätzlich erstmal kein falscher Gedanke. Aber ich glaube, sowas habe ich noch nie erlebt oder dass es überhaupt zu so einer Situation kommen kann, habe ich noch nie erlebt in einem Raum, der von weiblichen Menschen dominiert ist. bommel: Es ist halt auch so ein bisschen strange, wenn man ein bisschen nett zu der Person so, ja, sei doch einfach grundsätzlich nett, weil, also, ich meine, die Person ist ja dann auch nicht dein Charity-Case, um den du dich da irgendwie kümmerst oder so, sondern halt auch einfach eine Person, so. kc: Ja, aber das war tatsächlich gar nicht das, was ich sagen wollte. Das ist jetzt nur quasi Zusatzinfo gewesen. bommel: Ja, okay, ich war schon gespannt, worauf das hinausläuft. kc: Aber eigentlich geht es auch wieder um das Thema Barrierefreiheit und um Inklusion, weil ich weiß gar nicht, wie häufig ich an dem Wochenende irgendwas über Barrierefreiheit gefragt wurde oder Inklusion, auch in Kontexten, wo ich überhaupt nichts damit zu tun hatte. bommel: Okay, warum? kc: Naja, Leute haben mich als behindert registriert und offensichtlich die eine oder andere Person kannte mich auch schon durch meine anderen Online-Aktivitäten. bommel: Und durch unseren coolen Podcast. kc: Ja, Jakob glaube ich nicht. Aber ja, ich wurde irgendwie dauernd irgendwas dazu gefragt, wie irgendwas funktioniert, ob irgendwas gut ist. Und auch in meiner Projektgruppe, was ich irgendwie auch nicht gedacht habe, war relativ schnell aufgekommen, dass bei der Entwicklung ja auch Accessibility ein Thema sein muss, was total cool ist, was aber sicherlich oder zumindest ist meine Wahrnehmung, wie ich das aus dieser Situation auch so gelesen habe, nur zustande gekommen ist, weil ich da war. Und irgendjemand hatte dann auch gesagt, ja, wir wissen jetzt nicht genau wie, aber wir haben ja hier eine Expertin in der Runde sitzen, die kann uns da ja bestimmt helfen. Und ja, für genau sowas bin ich da. Für genau sowas mache ich dieses Ehrenamt, um da zu helfen. Aber irgendwie bei anderen Rollen passiert es in meiner Wahrnehmung eigentlich quasi nie, dass du so abgestellt und so präsentiert wirst und so extra berücksichtigt wirst. Gerade auch unter den Leuten, die es eigentlich gut meinen, in Anführungszeichen. Kennst du solche Situationen auch? bommel: Ja, total. Also ich kenne das vor allem aus so Sachen irgendwie, ich war immer oder ganz häufig so die queere Person, die sich ja auch mit so queer Themen auskennt, weil ich halt auch relativ lange so Aufklärungsarbeit an Schulen dazu gemacht. bommel: Und also das ist dann halt auch voll oft so irgendwie das Ding gewesen und irgendwann später war, und das ist ja eigentlich auch komplett funny, also zu Uni-Zeiten später war ich das dann in der Uni vorrangig für Diversitätsthemen, was ja auch, also ja, ich kann dazu schon Dinge sagen, Aber es ist halt auch nur meine Perspektive und es ging sogar so weit, dass ich noch, also ich habe ja auch in der Uni mich viel engagiert und so, dass ich selbst als ich schon irgendwie drei, vier, fünf Jahre aus der Uni raus war und nochmal gefragt wurde, ob ich für so ein paar Tutor*innen da so einen wirklich absoluten Basic-Vortrag zum Thema Diversität halten kann, wo ich auch so dachte, das kann wirklich jeder Larry. Also die Dinge, die ich da erzählt habe, die sind wirklich also so dermaßen basic und das. bommel: Was Queerness angeht, hat das auf jeden Fall auch was damit zu tun gehabt, dass ich selber halt queer bin. Aber richtig absurd fand ich es halt in Bezug auf Diversitätsthemen, weil das ist einfach so ein riesiges Feld irgendwie. Ganz komisch. Ich wurde auch mal von einer anderen Studierendenschaft einer anderen Hochschule dazu gebucht, einen Workshop zu machen zum Thema Sexismus und Konsens. Das war auch weird. Weil ja, das sind Themen, über die ich spreche. bommel: Aber auch da... Also das mag sich für dich anders anfühlen, aber dich zu fragen, weil du Expertin für Barrierefreiheit bist, ergibt auf einer professionellen Ebene für mich ja durchaus sogar noch Sinn. Auch wenn es halt super nervig ist, dass das halt so Casey's Thema ist, weißt du. Aber dass ich gefragt wurde, das war natürlich, fühlte ich mich irgendwie auch ein bisschen geschmeichelt, weil offensichtlich wurde mir da ja eine Kompetenz zugesprochen und Leute fanden diese Workshops und so auch gut. Ich glaube, ich habe die auch sehr gut gemacht, aber es ist jetzt nicht so, als hätte ich eine fachliche Qualifikation oder so, was das angeht. kc: Was wäre denn die fachliche Qualifikation dafür? bommel: Naja, also ganz grundsätzlich kannst du schon, also was so Konsens angeht und solche Themen und so, gibt es ja schon auch, also es sind Themen, die häufig von so Sexualtherapeutinnen oder so behandelt werden. Und es gibt halt schon auch Menschen, die deutlich mehr Zeit und Ressourcen investiert haben in zum Beispiel so Anti-Bias-Trainings oder so oder die halt, keine Ahnung, wenigstens so Gender Studies studiert haben oder so, was ich ja zum Beispiel alles nicht habe. Und ich sage gar nicht, dass man irgendwie etwas studiert haben muss, um eine bestimmte Expertise in einem Bereich haben zu können, aber ja, Für mich war es halt schon eher so, ich habe mir die Sachen halt so selbst angeeignet und vorher auch noch nie gemacht. Und das ist für mich dann schon immer so ein bisschen befremdlich, dass das offensichtlich so das Beste ist, was sich Leute irgendwie vorstellen können. Oder das ist, wo Leute sagen, besser wird es auf gar keinen Fall. Wir holen dafür Bommel nochmal. Weil ich mir so denke, es sind Basics. Wirklich. Absolute Basics. Keine Ahnung. kc: Ja, ich weiß nicht. Also ich weiß erst mal nicht, ob das vielleicht für mich tatsächlich irgendwie nur so, sich nur so problematisch anfühlt, weil ich so niedriges Selbstvertrauen habe bezüglich meiner eigenen Fähigkeiten und meiner eigenen Expertise. Oder ob ich mich in dieser Situation halt sehr singled out fühle, weil ich halt die einzige Person bin, die es da machen könnte. Weil eine andere Person mit einer derartigen Sehbehinderung gibt es dort nicht. Und keine der anderen Personen hat überhaupt auch nur die Möglichkeit, irgendwie so für das Thema Accessibility zu stehen wie ich. bommel: Ja, ich glaube, was das angeht, sind unsere Erlebnisse und Erfahrungen, was das angeht, auch einfach schon sehr verschieden auch. Und vielleicht ist es für dich auch einfach ein bisschen was von beidem. kc: Das kann auch gut sein. bommel: Schließt sich ja leider nicht aus. kc: Ich weiß nicht. Eine befreundete Person hat mir heute geschrieben, dass diese Person im Zuge eines Bewerbungsverfahrens irgendwie einige Zeit später von der Human Resources Abteilung des Unternehmens angefragt wurde, um da mal einen Diversity Workshop zu geben. bommel: Nachdem die Person die Stelle nicht bekommen hat? kc: Genau, nachdem die Person die Stelle nicht Und das fand ich auch ein bisschen wild. Aber das ist halt wahrscheinlich auch wieder das, dass so, keine Ahnung, Marginalisierung Leuten einfach im Kopf bleiben und dann der Gedanke ist, Casey, blind. Ha, Barrierefreiheit. Ha, ha, ha, ha, cool. Jetzt habe ich jemanden gefunden, der dieses Projekt für mich machen kann. Toll. bommel: Da fällt mir auch ein, ich habe ja zu Studienzeiten ein Stipendium gehabt und da gab es auch die ideelle Förderung, da musste man so Schulungen machen und auf so einer Schulung wurde ich darum gebeten, dass ich mal so einen Impulsvortrag, Workshop machen kann, zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, was ich dann auch gemacht habe. Und ich habe sieben, acht Jahre später eine E-Mail bekommen, die eine Person an den Förderwerksweiten Verteiler geschrieben hat, weil diese Person mich gesucht hat, weil ich damals diesen Impuls-Workshop gegeben habe. Wo ich auch dachte, ob ich sowas noch mache und ob man mich dafür buchen kann. Konnte man in dem zu der Zeit nicht. Aber da dachte ich auch, also cute so, aber... Es gibt ja so viele Leute, die das machen und die das auch gut machen. Also das erinnerte mich gerade irgendwie so daran, als du meintest, da ist man dann halt irgendwie so abgespeichert als die Person, die dieses Thema besetzt. Und dann sind Leute so wie, oh mein Gott, Halleluja, ich kenne eine Person. Ja, okay, cool. kc: Ist das irgendwie schon seltsam. Aber was glaube ich jetzt alle Leute wissen wollen, kann man dich jetzt dafür buchen? Ne, Okay. bommel: Wir können drüber sprechen. Jobtechnisch ist es bei mir ja sowieso ein bisschen schwierig, weil ich bin ja durch meinen letzten Job über eine Unternehmensberatung gearbeitet, ziemlich in Burnout gerutscht und daran knabber ich noch und ich kämpfe mich da so raus. Deswegen, also perspektivisch bestimmt, aber ich weiß selber auch noch nicht so richtig, in was für eine Richtung das dann geht. kc: Okay, Jobangebote für Bommel an glitches@conesible.de [Das automatische Transkript sagte hier Glitchesatcornseppel.de und ich fand das lustig]. bommel: Genau, genau. Casey filtert das dann durch, nach allem, die sie gerne machen würden, das kriege ich dann. Aber ja. Und das ist ein bisschen kurios, weil ich war ja trotzdem die ganze Zeit selbstständig. Weil man selbstständig sein muss wegen Content Creation. Also wenn du halt so Twitch machst und das in irgendeiner Art und Weise monetarisiert ist, dann musst du dafür halt ein Gewerbe anmelden. Deswegen ist das so weird, weil einerseits mache ich nichts, andererseits bin ich selbstständig. Ja, das ist kurios. kc: The usual. Gehen wir doch mal weiter zum nächsten Thema, das hier an unserer Liste steht. bommel: Ich habe unsere Liste verloren. Ach, da ist sie. kc: Es stehen noch so viele Sachen drauf und es ist jetzt schon wieder so lang. Was ist denn los hier mit dieser Aufnahme? Ja, es ist nicht schlimm. bommel: Ja, aber dafür haben wir wenigstens mal Zeit, einfach so über jeden Scheiß zu brabbeln. Als Brabbelbommel. Einfach, also deswegen haben wir auch schon gesagt, es ist halt irgendwie ganz nett, sich vielleicht auch mal kein Thema vorzunehmen. kc: Könnt ihr uns auf jeden Fall schreiben, wie euch diese Folge und dieses Format so gefällt. Vielleicht schieben wir das zwischendurch immer mal wieder ein. bommel: Ja. kc: Ich war, unabhängig davon, was ich glaube ich in der ersten oder zweiten Folge dieses Podcasts erzählt habe, doch noch mal im Fußballstadion. Weil ich mir dachte, hm, jetzt spielt hier die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft und die sind in Dresden und hier kenne ich mich aus und ich wollte sowieso immer mal in dieses Stadion. Jetzt gehst du da hin. Also habe ich mir ein Ticket geholt, weil ich noch ein bisschen kränklich war, habe ich darauf geachtet, dass irgendwie alles um mich drum frei ist. Das hat nicht geklappt. bommel: Ah, wollte ich gerade fragen. kc: Als ich es gebucht habe, waren noch alle Plätze frei. Am Tag selbst waren dann alle Plätze belegt. Außer die beiden Plätze direkt neben mir. Und dadurch, dass vor mir der große Rollstuhlnutzendenbereich war, war auch vor mir nichts. Dementsprechend war das so aus Infektionsschutzmäßigkeit ganz okay, glaube ich zumindest. Auch wenn ich mich trotzdem ein bisschen schäme, da so halbkrank hingegangen zu sein. bommel: Ich glaube, das ist auch richtig so. kc: Ja, aber es war letztendlich so ein schönes Erlebnis. Das hätte ich überhaupt nicht gedacht. bommel: Das freut mich. kc: Ich dachte, das wird ähnlich wie in Kaiserslautern, wo ich da beim Finalspiel zwischen Deutschland und Spanien gewesen bin. Das war ganz anders. Also zum einen hatte ich einen Sitzplatz, wo ich näher am Spielfeld dran war, wo ich auch mehr in der Mitte war als nur außerhalb. Ich war also ungefähr halb so weit weg von der Action wie sonst. Dementsprechend habe ich ein bisschen mehr mitbekommen. Ich war in der Nähe des Fanblocks, nicht auf der gegenüberliegenden Seite davon. Also das Hardcore-Fanclub. bommel: Das macht viel mit der Stimmung. kc: Das macht wirklich sehr, sehr viel mit der Stimmung und das hat richtig gut funktioniert. Und es gab eine Audiodeskription und das halt nicht auf besonderen Inklusionsplätzen, sondern tatsächlich stadionweit. bommel: Ach, geil. kc: Und also in Kaiserslautern gab es die nicht, zumindest es war keine Rede davon in dem Informationsanreisedokument. Aber hier gab es das, das wusste ich tatsächlich gar nicht bis ein paar Minuten vorher. Ja. Und ich glaube, das hat insgesamt nochmal dieses Erlebnis komplett aufgewertet, weil ich halt einfach alles mitbekommen habe dadurch. In der ersten Halbzeit war das super schwierig, weil die Leute, die das entwickelt haben... Offensichtlich ihre Arbeit nicht können. Denn der Stream hat sich einfach ausgeschaltet, wenn man das Handy stumm geschaltet oder beziehungsweise wenn man das Handy in Standby gesteckt hat, damit ich es irgendwie wegstecken konnte. kc: Und dann hat man die Seite wieder aufgemacht, neu geladen. Es hat jedes Mal irgendwie auch immer fünf Sekunden gedauert, weil Verbindung in so einem Stadion ist nicht so geil, wenn da so viele Leute sind. Ja, und dann begann dieser Stream erstmal mit einem 10-Sekunden-Werbeblock dafür, was man mit dieser Technologie noch machen kann. Und dementsprechend habe ich da relativ viel von verpasst, weil ich halt einfach immer damit beschäftigt war, neu zu entsperren, wenn es sich automatisch mal gesperrt hat und so, um dann da wieder reinzukommen. Oder wenn eine Benachrichtigung reinkam, dann wurde der Stream halt kurz unterbrochen für das Benachrichtigungsgeräusch. Und dann war der Stream out of sync und nach zwei Benachrichtigungen musste man dann so oder so neu laden, weil man irgendwie im Stream zehn Sekunden hinterher war. Und man hat im Hintergrund von dem Stream dann auch immer das Stadion gehört und die Stadionsprecherin und alle haben sich dann irgendwie vollkommen überlappt und nichts mehr war verständlich. bommel: Ja. kc: Aber in der Halbzeitpause habe ich zum Glück festgestellt, dass es auch eine App gibt. Eine native App, die ich mir aus dem App Store habe herunterladen können. Die heißt Mycrocast. Also wie Micro mit I, aber mit Y. Und da sind wohl mehrere Fußballübertragungen. Und tendenziell soll das wohl dafür gedacht sein, dass du irgendwie im Stadion selbst live berichten kannst über einen Audio-Stream. Weiß ich auch nicht, warum das überhaupt irgendjemand machen wollen würde. Aber jedenfalls lief darüber dann diese Audiodeskription. Und die wurde vom Blindenradio der SG Dynamo Dresden, also hier dem Dresdner lokalen Verein, gemacht. Und die beiden Typen, die das gemacht haben, haben das wirklich, wirklich gut gemacht. Da war ich total überrascht. Das war sehr unterhaltsam, denen zuzuhören, aber wahrscheinlich lag das primär auch am Dialekt, um ehrlich zu sein. Also es war wirklich schönstes Sächsisch. Es hat super viel Spaß gemacht. kc: Was ich vermisst habe dabei war, dass die irgendwie so kaum Informationen gehabt haben oder ihnen zur Verfügung gestellt wurde und sie mussten sich dann alles irgendwie selber raussuchen. Also am Anfang hatten sie Startaufstellungen und sowas alles nicht gehabt. zur Verfügung. Sie hatten keine Listen mit Namen so richtig gehabt, weshalb es dann irgendwie bei Einwechslung irgendwie manchmal ein bisschen länger gedauert hat. Aber ansonsten waren die Beschreibungen sehr, sehr gut und vor allem auch richtig, richtig emotional. Und ich glaube, das zu hören, hat halt auch mein Verständnis der Stimmung in dem Stadion so wirklich extrem, extrem verbessert. Weil das halt einfach nicht mehr irgendwie so passiert ist, sondern ich in der Audiodeskription zehn Minuten oder zehn Sekunden vorher gehört habe, dass da eine Laola-Welle gestartet wurde und dann ist sie bei mir angekommen. Ja. Und dann habe ich darauf reagieren können. Und dann ist es halt nicht einfach nur so passiert. Und sonst sind das halt so typischerweise Sachen, die bei mir halt hinten runterfallen, weil ich sie entweder nicht mitbekomme oder B, zu spät mitbekomme oder ich mich auf was anderes so sehr konzentriere, dass mir egal ist. kc: Und einfach so mitmachen zu können da das war ein wirklich, wirklich tolles Erlebnis und das hat mir so gut gefallen und ich möchte das bitte unbedingt wieder machen, also ich bin absolut kein großer Fußballfan, gar nicht, und ich bin auch kein Fan von Großveranstaltungen aber das war schön. bommel: Ja, es ist ja auch nicht nur das, sondern es ist halt irgendwie ja auch einfach, ich weiß nicht, ob das für dich auch so ist, aber für mich ist das dann auch oft einfach dieses Gefühl von, hier wurde an mich gedacht und ich darf hier sein und ich bin da einfach auch mit dabei. Und das finde ich manchmal so schön, weil das ja auch, das habe ich manchmal auch so auf Konzerten oder so, weil ich finde, das verbindet einen manchmal auch mit anderen Menschen. Man erlebt hier Dinge gemeinsam. Und wenn das für dich dann halt dadurch so spürbar gewesen ist, dann kann ich das total gut nachvollziehen, dass das auch was ist, wo du einfach sagst, ich will das einfach nochmal erleben. Ja. kc: Es waren auch dieses Mal überhaupt so keine nervigen Männer in meiner Umgebung, die irgendwie komische Kommentare gemacht haben, wie beim letzten Mal. Bis auf die beiden Audiodeskriptionskommentatoren, das war schon stellenweise ein bisschen überzogen und wurde auch immer Frauenfußball immer mit dem Männerfußball verglichen, aber halt so positiv hervorgehoben. Ich glaube, der eine hat immer gesagt, ja, das ist nicht so heulerisch wie ihr Männerfußball, die stehen sofort wieder auf, wenn sie hingefallen sind und bleiben dann nicht ewig liegen und die jammern nicht. bommel: Ja, ja. Und wenn man da ja auch sagen muss, imagine, du würdest das halt als Frau im Fußball tun. Egal, ob dir halt danach ist oder nicht. Das ist halt so, dann würdest du halt ja, du wirst dann quasi so zum wandelnden Klischee. Und das ist halt auch voll scheiße. kc: Ja, guck mal, die können doch alle nichts. bommel: Ja, genau. Manchmal gehört Jammern ja auch einfach dazu. Oder halt liegen zu bleiben, wenn einem was weh tut. Das ist ja einfach nur menschlich und verständlich. Und das ist halt irgendwie schade. Auch wenn ich weiß, das ist halt auch so dieses so tun, als wäre man jetzt schrecklich verletzt. Und so ist ja beim Fußball auch manchmal einfach so Taktik, muss man ja auch sagen, um Zeit zu gewinnen. Aber da denke ich dann auch so, ja, warum darf das quasi im Männerfußball so viel Raum einnehmen und im Frauenfußball wäre es halt, es ist halt schwierig, ohne dass du halt direkt misogyne Stereotype irgendwie bestätigst. Das ist halt auch scheiße eigentlich. kc: Ich glaube, mein eigentliches Highlight war der Weg nach Hause. Das ist auch wieder seltsam. Ich erzähle, wie toll die Veranstaltung war, aber der Weg nach Hause war das Schönste. bommel: Ich nach jeder Veranstaltung der beste Teil war, als es vorbei war. kc: Warum? Ich bin ja schon das ein oder andere Mal so innerhalb von Dresden irgendwie rumgekommen und ich weiß, wie üblicherweise auch volle Verkehrsmittel sind. Und diese Straßenbahn war so voll wie noch nie, also wie ich das noch nie erlebt habe. Ich habe nicht mal 61er-Busse, das sind die in der Regel vollsten Busse hier an der Uni, so voll erlebt und so eng zusammengedrückt. Aber so die Atmosphäre insgesamt unter den Menschen, die war auch so viel positiver gewesen, als ich das aus Kaiserslautern sagen könnte. Und da war es für mich schon gut. Aber es war, Leute haben einfach Rücksicht aufeinander genommen. Leute waren freundlich zueinander. Es war niemand wirklich übermäßig besoffen. Es hat nicht gestunken. und das war einfach so angenehm und ich habe mich auf dem Nachhauseweg, der jetzt nicht so lang war, aber ich habe mich wiedergefunden zwischen einer Gruppe junger Lesben und das war richtig angenehm. bommel: Yes! kc: Ja. Und tatsächlich auch im Stadion habe ich ganz viele queere Pärchen gesehen und was mir auch irgendwie, erst ein bisschen später gezeigt wurde, worauf ich aufmerksam gemacht wurde, dass auch so Prominenz wie Felicia Ewert da gewesen ist. Und they ist, glaube ich, das richtige Pronomen. bommel: Ich bin nicht up to date. kc: Ich auch nicht. Vielleicht, zehn oder zwölf Meter entfernt von mir gesessen haben muss. bommel: Oh mein Gott. Ich liebe Felicia Ewert. They und She steht zumindest auf BlueSky. Ja. kc: Nee, also das ist schon ein Erlebnis und ich möchte alles davon bitte wiederhaben. Aber am häufigsten möchte ich bitte dieses Erlebnis aus dieser Tram haben. Da kann die Tram noch so voll sein, wenn Leute in diesen Trams immer so miteinander umgehen würden und so friedlich und freundlich wären wie da. Die Welt wäre ein besserer Place. bommel: Ich habe letztens auch gerade erst mit meiner besten Freundin darüber gesprochen, dass ich finde, und sie findet das auch, dass Freundlichkeit einfach echt irgendwie unterschätzt wird. Das ist irgendwie ein Wert, der, ich weiß nicht, bei ganz, mir wird der zu wenig gelebt. Ich mag Freundlichkeit. kc: Ich mag Freundlichkeit auch. Ja, das war mein Bericht vom Fußball. Ach so, wen es interessiert, ist es übrigens 5 zu 0 für Deutschland gegen Slowenien ausgegangen. bommel: Das heißt, du hast Tore gesehen und der Fluch ist gebrochen. kc: Der Fluch ist gebrochen nach den dreimal, wo ich im Stadion war, wo ich keine Tore gesehen habe. Ich habe Tore gesehen und zwar mehr als genug. Und ich habe tatsächlich sogar acht Tore gesehen. bommel: Krass. kc: Aber die wurden alle aberkannt, weil oder irgendwas anderes. bommel: Aber nicht alle. kc: Ja, aber die drei. Okay, ja. bommel: Ich habe acht Tore gesehen und die wurden alle aberkannt. kc: Ich habe drei von den acht Toren aberkannt gesehen. bommel: Okay. Das wäre aber auch schon wieder, das wäre so Next Level. Dann hätten wir den Fluch umbenennen müssen in, wenn Casey ins Stadion geht, dann geht es immer 0-0 aus. kc: Ja. Nee, es ist 5-0 ausgegangen und es war ein schönes Happening. Ich hätte gerne noch was gegessen im Stadion. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich nichts Veganes gefunden habe. bommel: Frech! Was soll das? kc: Das lag aber wahrscheinlich an mir. Ich bin sicher, dass es Dinge gab. Nur so ausgeschildert, dass ich es nicht lesen konnte. bommel: Auch scheiße. kc: Und ich wollte mich dann da auch nicht irgendwie Ewigkeiten anstellen. bommel: Um dann zu gucken und dann da zu fragen. Haben sie was Veganes? Nö. Okay, cool. Dann ein kleines Wasser. kc: Ja, also im Vorfeld des Spiels hätte das sicher geklappt, dass ich da geguckt habe, aber ich wollte zu meinem Platz, weil ich Bedenken hatte, dass ich den sonst nicht finde. Und ich hatte da einfach noch keinen Hunger. Ja, das ist ja auch normal. wenn Leute so um, 17 Uhr, 17.15 Uhr schon Abendhunger haben, das ist irgendwie zu früh für mich. bommel: Meanwhile, es ist 17 Uhr und ich habe voll Hunger. Irgendwie ist es immer ein bisschen verschieden. kc: Ja, machst du nix. bommel: Machst du nix. kc: Du hast aber auch noch ein paar Themen mitgebracht. bommel: Genau, ich wollte es gerade sagen, gar nicht so viel. Aber ich habe mal wieder meiner Trash-TV-Sucht gefrönt und bin dabei auf ein neues jugendsprachliches Phänomen gestoßen, Was auch direkt wieder in die Tonne kann. Ich habe dir davon schon berichtet, aber ich dachte, wir sind ja auch Service-Podcast. Und zwar entbrannte da in irgendeiner Art und Weise ein Streit. Also es ist so ein Dating-Reality-Format Dingsens. Und es entbrannte ein Streit und dann sagte er über sie, ja, die Alte hat voll Prozente. Also die Alte ist natürlich mega misogyn, darum soll es jetzt aber gar nicht mal so gehen. Aber erst dachte ich so, wat hat die? bommel: Prozente. Und dann ging es halt auch in dieser Sendung total viel darum, was das einfach heißt, weil sie ist dann auch total in Tränen aufgelöst gewesen und hat gesagt, ja, da hat gesagt, ich bin behindert. Und was auf der einen, war ein bisschen lustig, weil ich gucke diese Trash-TV-Formate nicht selber, ich gucke Reactions darauf. Und die Personen, die darauf reacted haben, die haben direkt gesagt, ja sowas sagt man nicht, das ist halt richtig scheiße so. Und sie hat halt aber gar nicht geweint, weil man sowas nicht sagt, sondern sie hat so extrem darüber geweint, dass er sie behindert genannt hat. Und es hat echt eine Weile gedauert, bis ich gerafft habe, worum es geht. Und es geht halt darum, dass offensichtlich Menschen nicht mehr, du bist behindert als Beleidigung benutzen, sondern sagen, du hast Prozente wegen dem Grad der Behinderung. Was ist das für eine kognitive Akrobatik, bitte? Was soll das? kc: Aber das zeigt ja auch mal wieder, wie sehr irgendwie Zeug nicht verstanden ist, wenn man den GdB in Prozenten ausdrückt. bommel: Ja, das halt auch. Und dann denke ich mir auch so, das ist doch jetzt nicht euer Ernst. Also bei Leuten ist angekommen, dass man, du bist behindert, nicht als Beleidigung benutzt, Aber dann suchen die sich etwas, was quasi gleichbedeutend damit ist. Wo ich mir so denke, ihr habt ja gar nichts verstanden. Was soll das? Hört auf damit. Also da war ich wirklich sehr negativ überrascht und dachte so, einfach nein. kc: Ich bin fertig, ich verstehe es nicht. bommel: Ich verstehe das auch nicht. Es ist halt auch so... Ja, ich glaube, es ist halt auch Quatsch, das verstehen zu wollen. Aber es schert ja auch so dermaßen viel über einen Kamm. Also es ist ganz komisch. Je länger ich darüber nachdenke, was das eigentlich bedeuten soll, desto quatschiger wird das. Es ist jetzt schon ein bisschen länger her, dass ich das gehört habe. Und es ergibt einfach immer weniger Sinn. Aber ja, wisst ihr Bescheid? Falls euch das mal irgendwo über den Weg läuft, auf Social Media oder so. kc: Ist scheiße. bommel: Könnt ihr direkt auf Kehle gehen. Direkt rumzüggeln. kc: Außer das ist eine Selbstbezeichnung. Wenn ich jetzt hingehe und schreibe, ich habe Prozente, dann ist das okay. bommel: Ja, aber auch dann ist es sachlich-inhaltlich trotzdem Murks. kc: Ja, sachlich-inhaltlich Quatsch. Wenn ich meinen würde, ich habe Prozente, dann könnte ich damit auch was anderes meinen. bommel: Ja, wenn ich sage, ich habe Prozente, dann freue ich mich, weil ich, weiß ich nicht, ein 20-Prozent-Gutschein für Bon Prix, ob ich mir einen neuen Schlübber kaufen kann. Juhu. Da habe ich vielleicht Prozente. Aber ansonsten. Vor allem das Lustige war, er wurde dann im Interview sogar noch gefragt und so ein bisschen, ja was heißt zur Rede gestellt, aber er sollte dann erklären, was das heißt. Und er meinte legit, ja, das sagt man so, wenn man zu jemandem sagen will, so ja, alles gut bei dir. Und ich denke so, ganz bestimmt nicht. Wohl so meinte er das auch nicht. kc: Äquivalent zu Alles gut bei dir? bommel: Ja, das ist Bullshit. Der wollte sich damit rausreden, aber da dachte ich auch so, also das ist ja wirklich nicht mal kreativ. Das ist ja, also, nee, mach das wirklich einfach nicht. Was soll das? So ein Bullshit. Weißt du, was gerade angekommen ist? kc: Nee. bommel: Meine Yogamatte. Oha. kc: Aber wir haben noch so viele Themen hier stehen. Ich weiß. Und die sind alle so wichtig. bommel: Ich wollte damit eigentlich auch nur smooth dazu überleiten, dass ich angefangen habe, Yoga zu machen. Was wirklich mich am allermeisten überrascht, weil ich war wirklich Certified Yoga-Hater. Ich weiß auch gar nicht, habe ich das im Podcast schon erzählt? Ich glaube nicht, ne? kc: Ich weiß gerade nicht mehr, aber ich glaube auch nicht. bommel: Ich habe im Stream drüber gesprochen. Ich habe nämlich zwischendurch mal wieder gestreamt. Das ist auch lange her. Und es ist ganz komisch, dass ich mit Yoga angefangen habe. Aber es ist eigentlich letztlich auch wieder ein Inklusionsthema. Deswegen dachte ich, ist es vielleicht auch ganz spannend für den Podcast, weil ich meine, was interessiert es die Leute sonst, ob ich Yoga mache oder nicht. Aber ich habe eine Person gefunden, mit der ich Yoga machen kann, die halt so gewichtsinklusives Yoga macht. Und auch, da gibt es halt auch so Yoga im Sitzen und so zum Beispiel, wenn man halt nur den Oberkörper bewegen kann beispielsweise. Und. bommel: Das ist so anders erstmal überhaupt in Bezug darauf, wie sie anleitet, also wie man halt bestimmte Posen einnimmt und so. Das ist halt, was so Gewichtsinklusivität angeht, einfach richtig schön, dass halt da einfach drauf geachtet wird, wie was passiert, wenn du halt sowas wie einen Bauch, dicke Oberschenkel oder halt Brüste hast. Wie man damit auch umgehen kann, wie man Dinge für sich anpassen kann und so. Und das ist, also natürlich könnte man jetzt auch sagen, ja gut, das kannst du ja bei jeder Yoga-Session machen und bei jeder Person, die das anleitet. Und letztlich stimmt das natürlich. Aber erstens brauchst du halt auch erstmal die notwendigen Ideen. Und da ist es halt einfach irgendwie schön, wenn du eine Person hast, die selber halt dick ist. bommel: Ich mache halt Yoga mit Jessamyne Stanley und das heißt Underbelly-Yoga und sie ist halt selber dick und dementsprechend hat sie halt einfach bestimmte Erfahrungen gemacht und es ist halt auch einfach so Teil innerhalb der Yoga-Sessions einfach Platz für sich und seinen Körper zu machen. Und das ist so eine andere Atmosphäre und es ist auch irgendwie, ich empfinde das als mental deutlich inklusiver, weil ich bin halt einfach auch dadurch, dass ich jetzt schon sehr lange krank bin und auch körperlich das letzte Jahr echt zu kämpfen hatte, meine Grundfitness ist weg. So, und ich bin gerade richtig dabei, das wieder aufzubauen. bommel: Und, Und dementsprechend fallen mir Sachen nicht unbedingt super leicht oder ich muss halt viele Sachen erst mal üben, was ja auch logisch ist, wenn du neu mit Dingen anfängst. bommel: Aber wenn du dir auf YouTube irgendwie so ein 0815 Yoga-Flo raussuchst oder so, Flo ist auch schön, ist richtig deutsch, egal, Yoga Flow raussuchst, dann sind es halt häufig sehr, sehr schlanke, sehr sportliche Personen, die das einfach schon sehr lange machen, die dann da in einer Agilität und grazil durch diesen Flow durchgliden, wo man sich selber, weißt du, während man selber so schwitzend und schnaufend auf seiner Matte hängt und halb am Umfallen ist und so. Und bei Underbelly Yoga ist es halt immer so, dass es einfach Teil der Session ist, dass halt einfach auch gesagt wird, so ja, wenn du umfällst, dann fall halt um. Dann geh danach wieder zurück in die Pose. So irgendwann fällst du nicht mehr um, wenn du die und die Pose machst und du kriegst irgendwie deine Füße nicht oder deine Hacken nicht auf den Boden, weil deine Wadenmuskulatur zu kurz ist. Ja, so what? Darum geht es nicht so. lass es einfach so, irgendwann wird es wahrscheinlich besser und wenn nicht, ist auch scheißegal, Hauptsache du machst was für dich und deinen Körper und bist halt einfach irgendwie da und für mich ist es so krass, dass es das macht und ich habe auch schon die ein oder andere Session mit meinem Partner zusammen gemacht, der wirklich sehr, sehr schlank ist und selbst der war einfach so. bommel: Der hat sich so gut gefühlt einfach mit dieser Atmosphäre, die halt nicht darauf getrimmt war, super krass Leistung bringen zu müssen, irgendwas super krass gut zu können, sich irgendwie zu quälen, den Körper irgendwie zu quälen und zu dominieren, sondern halt einfach quasi mit sich selber da zu sein und das mit sich selber zu machen. Und das ist einfach irgendwie so, ich weiß nicht, für mich sind das gerade so richtig bewegende Erlebnisse, literally, körperlich und emotional. kc: Das ist schön. Das klingt auch vor allem nach einem richtig schönen Anschluss zu dem, was du in der letzten Folge erzählt hast über Körperarbeit. bommel: Ja, voll. Ich habe seitdem auch nicht mehr gefesselt. Das ist halt, glaube ich, insgesamt einfach sehr verschieden trotzdem auch noch. Aber Yoga macht da irgendwie wirklich ganz, ganz viel mit mir und das finde ich richtig, richtig schön. Weil das nochmal auch alleine durch die Art, wie es praktiziert wird, nochmal so eine ganz eigene Sanftheit in mein Leben irgendwie bringt. Und das ist so richtig schön. Ich merke richtig, wie mir das so ganz lange auch so gefehlt hat. Wo wir auch wieder so ein bisschen bei diesem Thema Freundlichkeit sind. Auch freundlich zu mir selber zu sein und auch sanft und liebevoll mit mir selber umzugehen. Ich finde, das klingt manchmal so ein bisschen esoterisch, aber ist es irgendwie gar nicht. Und ich finde, das fehlt uns einfach ganz oft. Vor allem fehlen uns Orte, wo das so sein kann. Und ich finde es einfach richtig schön, dass ich da so einen Ort für mich gefunden habe. Und ich freue mich auch schon richtig, dass wenn die Folge durch ist, dass ich dann da meine neue Yogamatte ausprobieren kann. Auf meiner neuen Yogamatte soll man nämlich angeblich nicht rutschen. Ich habe eigentlich eine richtig geile Sportmatte, aber die ist halt eher für so anderes Training ausgelegt. Und da, wenn ich dann so ein bisschen schwitzige Hände habe oder so, dann rutsche ich da einfach so weg. Und das ist sehr unpraktisch und die soll Anti-Rutsch sein. Ich bin sehr gespannt. Ich werde berichten. kc: Das klingt spannend. Ja, halte uns auf dem Laufenden. bommel: Und ansonsten, you heard it here first, ich muss Fahrrad fahren. Ich bin zu gut in der Therapie. Das mit dem Rausgehen klappt zu gut. Rausgehen wurde jetzt durch Fahrradfahren, alleine Fahrradfahren ersetzt. Und ich habe noch ein paar Tage Zeit bis zu meiner nächsten Therapiesitzung, aber noch war ich nicht alleine mit dem Fahrrad unterwegs. Das habe ich noch vor mir. Mal gucken. Ja, GG, was ist das für eine Scheiße, GG? Da macht man alles richtig gut und dann kriegt man einfach direkt die nächstschwierigere Aufgabe. Ich dachte ja, ich habe jetzt vielleicht erst mal Ruhe. Nein, nein, nein. Meine Therapeutin direkt so, ja, das klingt, als wären sie bereit für den nächsten Schritt. Und ich denke mir so, nee. kc: Es ist schon ein Schiff. Ja, aber nee. bommel: Ja, ist wirklich so. Da arbeitet man hart an sich und die Belohnung ist, man darf weiter hart an sich arbeiten. Vielen Dank auch. Aber wenigstens ist es richtig geiles Wetter zum Fahrradfahren. kc: Oh ja. bommel: Und ich war, boah, das muss ich noch erzählen, Ich war, ja, mein Fahrrad hat jetzt so nach dem Winter wieder rausgekramt und bin auch, irgendwo bin ich damit, ah, ich habe ein Paket abgeholt, aber da war ich nicht alleine unterwegs und es war einfach alles scheiße. Die Gangschaltung war scheiße, die Kette hat gerappelt wie Sau, meine Pedale waren kacke, es war alles kacke. Und dann dachte ich halt so, ja gut, das muss halt einmal zur Inspektion und dann lasse ich da auch direkt neue Pedale dran drömmeln. Und erstens habe ich mir richtig geile Pedale rausgesucht, nicht weil sie teuer waren, sondern weil sie einfach, die sind richtig cool. Der Inhaber von diesem Fahrradgeschäft hat mir die empfohlen und ich muss sagen, das ist eine gute Empfehlung. Und er hat dann halt auch Inspektion gemacht und ich habe mich ja erst mal innerlich zwei Wochen vor meinem Fahrrad verabschiedet, weil ich so dachte, ja die ersten fünf Sonnenstrahlen sind draußen. Jeder und seine Mutter bringt irgendwie das eigene Fahrrad zur Inspektion. Ich konnte es einfach am nächsten Tag, am nächsten Tag konnte ich es abholen. kc: Wie gut ist das denn? bommel: Das war so geil. Jetzt habe ich einfach, ach mein Fahrrad ist, die Kette rappelt nicht, die Pedale sind toll, die Gangschaltung ist eingestellt und es schaltet einfach ohne dass es irgendwie so knirscht und knarzt. Ach, das ist einfach herrlich. kc: Das ist wirklich toll. Da haben wir beide richtig tolle Erlebnisse gehabt jetzt. bommel: Ja, voll. kc: Wollen wir über was Mieses noch reden? bommel: So zum Abschluss? kc: Ja, tendenziell müssen wir über zwei miese Dinge mindestens reden. Aber hier ist so ein Thema, das sich zwischendurch hochgeschoben hab. bommel: Haben wir nur eine miese Themen-Quote? Wir haben noch über keine miesen Themen geredet. Ich meine, wer nichts Mieses hören will, kann er jetzt auch einfach ausmachen. kc: Dann reden wir jetzt erstmal über was halb Mieses. Nämlich über ein Projekt, das ich über die Zeit so nebenbei gemacht habe. Nämlich auch während ich bei der Jugend-Hackt-Veranstaltung war. Ich habe eine wissenschaftliche Ausarbeitung geschrieben, auch anknüpfend an die letzte Folge, wie Modelle für künstliche Intelligenz digitale Barrierefreiheitsanforderungen umsetzen. Und Spoiler, überhaupt nicht gut. They don't. Wer hätte das gedacht? kc: Nee, auf jeden Fall dachte ich mir die ganze Zeit irgendwie so, ja, ich weiß, dass diese Tools kacke sind, aber ich habe keine Zahlen dafür. Ich kann das nicht belegen, ich kann das nicht verargumentieren, außer halt zu sagen, ja, das ist so und irgendwie ein Expertiseargument draus zu machen, das ich aus meinem persönlichen Erleben, aus meiner persönlichen Nutzung irgendwie nehme. Aber da dachte ich mir, das ist nicht gut genug, auch für welchen Einfluss das haben könnte. Und ich mache mal eine Studie draus. Ich habe mich also eine Weile hingesetzt und viele Stunden irgendwie daran gearbeitet, ein Konzept für einen Benchmark auszuarbeiten. Ein Benchmark ist im Engineering typischerweise halt eine Systematik, eine reproduzierbare Systematik, mit der du verschiedene Dinge bewerten kannst. Also beispielsweise du kannst die Geschwindigkeit von einem Prozessor per Benchmark bewerten, weil so ein Prozessor in unterschiedlichen Aufgaben irgendwie unterschiedlich schnell ist. Und genauso kann man das halt auch mit irgendwie KI-Modellen machen. Und das habe ich gemacht, indem ich KI-Modellen so 150 verschiedene User-Interface, grafische Bedienoberfläche. kc: Aufgaben gegeben habe. Und die halt unter drei Guidance-Regimes habe ich es bezeichnet. Nämlich einmal ohne die Anweisung, das irgendwie explizit barrierefrei zu machen. Dann mit der Anweisung, die einfach nur ist, ja, mach das, aber barrierefrei. Und dann halt nochmal mit wirklich einer Anweisung, die Expertise dahinter hat, wo irgendwie genau erklärt ist, was typischerweise falsch gemacht ist, wie die gute Lösung aussehen muss. Und das Ergebnis, was dabei rauskam, hat mich dann tatsächlich sehr überrascht. In den allermeisten Fällen macht es überhaupt keinen Unterschied für diese Modelle, ob da diese expertisereiche Erklärung vorhanden ist, gegenüber einfach nur der Aussage, mach es barrierefrei in der Anzahl, wie viele gefundene Barrierefreiheitsfehler darin auftauchen. Mhm. bommel: Weil sie einfach bei beiden Varianten gleich schlecht sind, basically, ne? Genau. kc: Also sehr ähnlich schlecht. bommel: Mhm. kc: Meistens ist es sogar so, dass die expertisereiche Anreicherung der Aufgabe tatsächlich sogar noch ein bisschen schlechter abgeschnitten hat. bommel: Ja. kc: Und das ist schon sehr seltsam. bommel: Es wirkt auch so kontraintuitiv einfach. Also man würde ja denken, mehr Informationen, mehr besser. Aber irgendwie... kc: Ja, und also dieses Studien-Setup und dieses Benchmark-Setup habe ich komplett dokumentiert in einem relativ wissenschaftlichen Paper. Ich habe es als White Paper veröffentlicht. Es hat eine DOI, man kann es zitieren. Und vor allem kann man es nachvollziehen. Und darin... Werden trotz allem die Modelle gut behandelt und sie bekommen in quasi jedem Fall den Benefit of the doubt, weil jede Überprüfung irgendwie zweimal durchgeführt wurde und nur die, wo es besser war, wurde dann letztendlich auch gewertet. Also du hattest zwei Versuche, um es gut hinzubekommen. Und dann kann man aber noch weitergehen mit diesen Zahlen, die dann da rausgekommen sind. Ich habe die normalisiert auf das Vorkommen von Barrieren pro Struktureinheit. bommel: Was genau heißt das? kc: So grafische Bedienoberflächen bestehen ja aus verschiedenen Strukturen. Also irgendwie seien es ein Button oder eine Checkbox oder so. Und die sind dann in übergeordneten Containern und so weiter. Und die habe ich normalisiert auf so 100 Element große Strukturen jeweils. Und dann kann man das beispielsweise vergleichen mit der WebAIM Million. Das ist eine Studie, die eine US-Universität jedes Jahr macht, wo sie die top eine Million meistbesuchten Webseiten automatisch auf Barrierefreiheit analysieren. Und dann haben die auch so eine Zahl. Und was jetzt hierdurch herausfindbar war, ist, dass sämtliche KI-Modelle, sogar die besten, mindestens 50 Prozent schlechter sind und 50 Prozent mehr Barrieren erzeugen, als das eben die durchschnittliche menschliche entwickelnde Person in diesen anderen Daten. Ja, aber es ist doch so super. bommel: Dass wir KI jetzt haben. Es wird einfach alles einfacher. Das ist so super für Barrierefreiheit. kc: Das ist so super. Es wird so einfach, die Barrieren auch zu erkennen und da rauszukriegen. Nee, gar nicht. Ja, und das ist nun da und man findet es auf conesible.de/wab und der Link ist auch in den Shownotes, da könnt ihr auch mal gucken, wie euer Lieblingsmodell da abgeschnitten hat. Oder ihr könnt das ganze White Paper dazu lesen oder euch einfach die Diagramme und Bar Charts angucken, die da so entstanden sind. bommel: Und nochmal ein bisschen aufbereitet für Leute, auch die nicht das ganze Paper lesen wollen oder können. kc: Also die Daten und die Ergebnisse, die kann man sich auf der Website angucken. Und das ist auch so ein bisschen eine kleine Kampagnen-Website, wenn man das so nennen kann. Also die Überschrift ist auf jeden Fall, "AI is locking people out. At scale." Und das ist letztendlich genau das, was da auch passiert. Also der gesellschaftliche und soziale Impact, den das hat, weil diese Systeme ja immer mehr genutzt werden, auch um Code zu schreiben, der einfach generell in allen möglichen Dienstleistungen und Bereichen einfach so übernommen wird, ohne dass da nochmal ein Mensch drüber geguckt hat und hier noch viel weniger mit der entsprechenden Expertise. bommel: Ja. kc: Ja, da steuern wir gerade so ein bisschen auf einen Abgrund zu, der mir sehr große Sorgen bereitet. bommel: Mhm. kc: Ich denke, wir können da in einer anderen Folge vielleicht nochmal ein bisschen ausführlicher drüber reden. Für jetzt möchte ich es hierbei gerne belassen. bommel: Ja, haben die Leute ja auch ein bisschen Zeit, sich das erstmal anzugucken, was du da fabriziert hast. kc: Genau, eine Sache habe ich noch, die vielleicht relevant ist, wenn man sich das anguckt. Es gab vorher schon mal zwei Versuche, Daten sowas zu erheben. Ich kannte die nicht. Die habe ich jetzt auch erst im Nachhinein kennengelernt. Es war aber auch gut, dass ich die nicht kannte, weil ich mich wahrscheinlich extrem darüber aufgeregt hätte, wenn ich sie gekannt hätte. Denn die sind alle methodisch extrem schlecht. Also wir haben die Studie AIMAC von der Global Accessibility Awareness Day Foundation. Die rechnen irgendwie einen Accessibility-Debt raus, also Accessibility-Schulden. Die streichen irgendwie Kontrastfehler als Kategorie komplett raus, einfach nur, weil diese Kategorie häufig vorkommt und für die scheinbar nicht so relevant ist, wie alle anderen Barriere-Kategorien. bommel: Hä? Aber das ist ja wirklich eins der absoluten Basics. kc: Ja, eben. bommel: Haben die das irgendwie begründet? Warum die das? Entschuldigung. kc: Nee, haben sie nicht begründet. Da steht halt einfach nur, wir fokussieren uns auf andere Arten von Barrieren, weil die so oft vorkommen. Und andere Barrieren geben dann halt für ihre Wertung mehr einen Ausschlag. Aha. Okay. bommel: That's a Choice. kc: Das ist halt auch generell ein bisschen deceiving, was sie da gemacht haben, weil das neueste Modell von OpenAI, GPT 5.3 Codex, das ist so ein spezielles Programmiermodell. Den Accessibility-Debt von Null erreicht haben. Was laut deren Definitionen dann quasi bedeutet, ja, dann ist quasi überhaupt kein Aufwand mehr, da manuellen Barrierefreiheitskorrekturen zu machen. Und das ist halt absolut nicht der Fall. Und ich habe dieses Modell genauso gebenchmarked. Und es ist besser als viele andere in aktuellen Modellen. Es ist auf Platz vier eingestiegen in den Benchmark. Aber es ist halt weit entfernt davon, irgendwie gut zu sein. kc: Weil also von der Punkt, also mein Benchmark rechnet einen Score raus nur für Convenience, aber der sagt auch ganz klar, nee, du musst eigentlich mehrere Dinge gleichzeitig betrachten. Weil so normalisierte Raten und verschieden stark stilisierte Elemente, die da rausfallen können, das ist einfach eine andere Sache, wie viele Barrieren irgendwo auftauchen. Und selbst mit diesem Score hat dieses Modell nur 38 von 100 erreicht und es hat Ausgaben ohne Barrieren überhaupt nur erzeugt in 23 Prozent der Fälle, wo es nicht die Barrierefreiheitsanweisung bekommen hat, in 36,67 Prozent der Fälle, wo es eben die kleine Anweisung bekommen hat und in nur 31 Prozent der Fälle, wo es die große Anleitung bekommen hat. Und da darf man nicht vergessen, dieses Modell hat da 450 Aufgaben gemacht. Mal zwei. Und nur die bessere wurde gewertet. Und das ist schon ein Score und ein Wert, der extrem besorgniserregend ist. Und der absolut nicht bedeutet, du musst bei diesem Modell keine Nacharbeit mehr liefern. bommel: Ja. kc: Ja, und dann gab es eine Studie von Microsoft. Dazu sage ich am besten gar nichts. Die finden alle, dass das super ist. Die müssen das finden, dass das super ist. Aber auch da ist die Sample-Size einfach extrem viel geringer und so die Entwicklungsstruktur ist halt viel weiter entfernt davon, was normale Entwicklende da so tagtäglich machen. Und ich bin einfach froh, dass die Studie, die ich jetzt da durchgeführt habe, die übrigens auch eine Menge Geld gekostet hat, mein Steady-Link, um das zu unterstützen, ist hier auch in den Show-Notes. Bitte Geld, danke. Ich bin einfach froh, dass das einfach all diese Shortcomings und diese Probleme nicht hat und die Zahl dahinter einfach ehrlich sinnvoll und ein gutes Forschungsergebnis ist, das so wie es da steht nicht angreifbar ist, weil es halt methodisch stabil ist. Und also unser Publikum ist gerne dazu aufgerufen, sich das irgendwie durchzunehmen und durchzuarbeiten. Es ist wirklich alles dokumentiert, bis auf irgendwie die genauen Aufgaben. Das muss man so machen, um Benchmark-Gaming zu vermeiden, um jetzt irgendwie... bommel: Was ist denn Benchmark-Gaming? kc: Das ist der Prozess, in dem du verschiedene Dinge daraufhin optimierst, dass sie in diesen Benchmarks möglichst gut abschneiden. Das haben wir beispielsweise gesehen bei der Abgas-Software von VW, die irgendwie dann erkennt, wenn sie in einem Test steckt und dann irgendwie besonders gute Werte ausspuckt. Bei Sprachmodellen, bei KI kann man das generell machen, indem man einfach diese Benchmark-Daten und die Benchmark-Prompts in das Trainingsmaterial aufnimmt, genau wie sie sind und dann die Modelle halt darauf feintuned und auf exakt diese Aufgabe vorbereitet. bommel: Das heißt, die Aufgaben deines Benchmarks würde das Modell dann super erledigen, aber vergleichbare Aufgaben, die ich da halt reinschreibe, weil ich will jetzt irgendwie mir da was Barrierefreies coden lassen, halt eben nicht. Und dann würde das verschleiern, wie schlecht das Modell eigentlich ist. Genau. kc: Und deswegen kann man mit so einer quantitativen Untersuchung hier einfach nicht so gehen, dass man das komplette Prüfverfahren transparent macht mit den Prüfdaten. Aber man kann halt schon sagen, wie es funktioniert. Und das habe ich hier gemacht. bommel: Ja, ich bin sehr gespannt, was du da auch noch an Feedback irgendwie erhältst. Ich meine, ganz grundsätzlich. kc: Ja, bisher ist es ganz gut. Ist ja schon anderthalb Wochen raus jetzt. Ja, das freut mich. bommel: Ja, ich dachte nur vielleicht jetzt, wo du auch nochmal dazu aufgerufen hast und vielleicht schauen da nochmal ein paar mehr Leute rein. Das wäre ja schön und letztlich, selbst wenn irgendwie jemand was findet, was zu kritisieren ist, schärft es ja im Zweifel eher nur die Methode. kc: Genau. Und dann kann man das ja auch immer wiederholen. Aber ich hoffe nicht, weil ich habe wirklich mehrere hundert Euro dafür ausgegeben. Weil KI-Modelle für so viele Anforderungen zu benutzen, ist verdammt teuer. Das denkt man überhaupt nicht. Da denkt man, ja gut, nimm 20 Dollar Claude-Abo, dann geht das. bommel: Ja, aber gerade wenn du dann halt auch verschiedene testest. kc: Die kosten gar nicht so viel. Die sind viel günstiger, weil das offene Modelle sind und die können von verschiedenen externen anderen Providern bereitgestellt werden, die eben eine andere Kostenstruktur haben als beispielsweise ein großes OpenAI, wo du dann Geld an OpenAI selber bezahlst. Und die stehen halt einfach in Konkurrenz zueinander für letztendlich dieselbe Dienstleistung und das drückt natürlich da auch nochmal den Preis. Ich glaube, als ich den Benchmark gemacht habe für Kimi K2.5 von Moonshot AI, war das pro Million Output Tokens bei, lass mich nicht lügen, ich glaube 2 Dollar, während GPT-5.3-Kodex, also das große aktuelle Open AI-Modell, bei 14 Dollar pro Million Output Tokens ist. Und das ist halt ein enormer Unterschied in Kosten für diese Modelle, die da anfallen. Und das mit Abstand teuerste Modell war Anthropic Claude Opus. Das kostet 24 Dollar, glaube ich, pro Million Output Tokens. bommel: War es wenigstens das Beste? kc: Nee, das ist das drittschlechteste nach der durchschnittlichen Anzahl der Barrierefreiheitsdefekte. bommel: Ja, aber immerhin ist es teuer. kc: Und auf dem ganzen auf dem großen Score mit 20 von 100 Punkten ist es das viert schlechteste, Nur getoppt von dem supposedly schlauesten großen Sprachmodell der Welt, Google Gemini 3.1 Pro. Das ist auf dem drittletzten Platz mit 18 von 100 Punkten. Das ist so merkwürdig. Es ist auch sehr interessant, dass viele der aktuellen neuen Modelle so deutlich mehr Barrieren erzeugen als alte Modelle. kc: Und ich weiß nicht genau, woran es liegt, ohne einen Einblick in die Trainingsdaten zu haben, kannst du darüber nur spekulieren, aber ich vermute auch hier, dass es halt einfach sehr starkes Overfitting in eine bestimmte Richtung ist, weil man kann das beispielsweise darin sehen, dass jede Website, die dir so ein Modell generiert, letztendlich fast immer genau gleich aussieht. Dieselben Farbschemen benutzt, dieselben Patterns, dieselben Animationen, weil sie einfach dazu getrieben werden, das zu machen. Und genauso kannst du natürlich auch darauf hinarbeiten, dass die Modelle keine Barrierefreiheitsprobleme reproduzieren. Aber offensichtlich hat das niemand da gemacht. Offensichtlich hat niemand mal irgendwie die Templates, die da zum Training genutzt werden, gecheckt. Und was halt in solchen Scores resultiert. Und das ist ein bisschen komisch. Aber das wird ihnen auch nicht helfen, selbst wenn sie ihre Templates da jetzt komplett optimieren, was erstmal sehr wünschenswert wäre, weil das enorm viel Barrieren weniger bedeuten würde. Also wahrscheinlich dann sogar letztendlich weniger als vom üblichen Menschen verursacht und das wäre tatsächlich ein großer Gewinn. Aber das würde nicht dafür sorgen, dass sie diesen Benchmark mit 100 Punkten abschließen können, weil da halt auch andere Fragen drin sind, die nicht bedeuten, auf solche prägenerierten Templates zurückzufallen. bommel: Hm, spannend. kc: Jetzt habe ich doch noch viel länger drüber geredet, als ich wollte und ich muss husten. Eieiei. Ja, WebAccessBench. KI ist scheiße. Was noch scheiße ist. bommel: Definitiv nicht so gut, wie immer behauptet wird. Das ist vor allem. kc: Was noch scheiße ist. Die USA. Werfen wir doch mal einen Blick über den großen Teich. kc: Die Biden-Regierungen hat 2024 mit dem Department of Justice den Americans with Disabilities Act, Title II, veröffentlicht. Und das ist basically ein neues Gesetz, das sagt, ja, alle staatlichen Organisationen und auch auf lokalener Ebene, wie eben Lokalregierungen, Lokalbehörden, Lokalämter, Aber das lokale Steueramt, lokale Universitäten und Schulen und so weiter, die müssen ihre digitalen Angebote bis hin zu Kursmaterialien, alles irgendwie nach den Regeln der WCAG digital barrierefrei gestalten. Und das soll am 26. April diesen Jahres in Kraft treten, nach zwei Jahren, was erstmal eine super Regelung ist für Menschen mit Behinderung, weil es enorm viel Freiheit verspricht und gerade auch in den USA viel mehr Klagemöglichkeiten eröffnet, wenn das irgendwie nicht umgesetzt ist. Und das wiederum sorgt dann dafür, dass Menschen mit Binderung einfach freier leben können und selbstständiger leben können, weil dieser Zugang eben gewährleistet ist, jetzt eben auch rechtlich. Aber... Es sollte so kommen, wie immer. Die Trump-Regierung hat was dagegen und will das jetzt zurückrollen. kc: Und da gibt es einen Artikel von Lainey Feingold dazu. Lainey Feingold ist so im digitale Barrierefreiheitsspace eine relativ bekannte Anwältin, die quasi zu jedem Anlass irgendwie da auch sich die Policy anschaut und guckt, was so in der Regierung passiert. Und auch Menschen vor Gericht vertritt, die Barrierefreiheitsprobleme haben. Und verlinken wir mal in den Shownotes. Und da schreibt sie, "Department of Justice has asked the Office of Information and Regulatory Affairs, a federal agency that manages the federal rulemaking process, for permission to issue an interim final rule that may change the timeline or any other part of Title II Web and Mobile Accessibility Rule." Und das bedeutet letztendlich, dass die US-Regierung in Form des Department of Justice eine Verordnung herausgegeben hat, die jetzt sofort gilt, deren Inhalt noch nicht bekannt ist, wo keine öffentliche Meinung eingeholt wurde, keine Kommentare eingeholt wurde oder so. Und da wird jetzt irgendwas mit dieser Regelung geschehen. kc: Und eine Interim-Final-Rule, das habe ich vorhin auch mal recherchiert, weil das ist ein Konzept, das wir hier in Deutschland nicht haben, so in dem Ausmaß. Das ist basically "In the context of federal administrative agencies, a rule adopted and immediately effective without the notice, comment and a minimum 30-day post-publication waiting period generally required for federal agency rulemaking." Also es ist quasi einfach der Weg aus sämtlichen Limits und die Regierung kann damit machen, was sie will. bommel: Es ist halt ein Erlass, der einfach sofort gilt. kc: Genau, wie ein Dekret, das beispielsweise Trump ausstellen kann. Und solche Sachen wurden zuletzt beispielsweise genutzt, um Fristen für Emissions- und Monitoring-Anforderungen im Umweltbereich auszuheben und zu stoppen, um Berufungsverfahren beim Board of Immigration Appeals und Entscheidungen da schneller zu bearbeiten und einen Rückstau von Fällen zu reduzieren. Oder auch ganz besonders beim Financial Crimes Enforcement Network gab es auch erst seit diesem Jahr neue Melderegeln für US-Unternehmen. Wo sie sagen mussten oder wo sie stärker reporten mussten, dass da irgendwie keine Geldwäsche oder Steuerhinterziehung und so weiter passiert und dass es da keine Korruption gibt. Und das kam am 21. Januar raus und das, wie wir alle wissen, ist der Tag von Trumps Inauguration letztes Jahr. Und da gab es auch so eine IFR, also Interim Final Rule, mit dem US-Unternehmen da quasi rausgenommen wurden. bommel: Das ist wirklich, also du kannst einfach zugucken, wie dieses Land sich immer weiter faschisiert. kc: Ja. bommel: Das ist ganz, ganz absurd. Und ich muss aber auch nochmal ganz klar benennen, dass das einfach Tendenzen sind, die es in Deutschland auch schon gibt. Also gerade jetzt, wo es eine weitere Reform des Bürgergeldes gibt, wir schlittern einfach in wirklich dunkle und absurde Zeiten und auch was das angeht, wird uns KI nicht helfen. kc: Ja, nee, also das beunruhigt mich noch mehr. bommel: Ja, das ist auch einfach beunruhigend. Ich finde das halt auch immer sehr, sehr schwierig, weil ich kann das auch verstehen, wenn Leute das nicht gut aushalten können, weil es ist ja auch schwierig auszuhalten, aber es gibt einfach keine Möglichkeit eigentlich zu sagen, ja, das wird hier schon nicht passieren oder ach, das ist alles halb so schlimm, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird und so ein Scheiß. Nee, das ist einfach so richtig Copium. Das ist Quatsch. kc: Also wenn jetzt hier diese neuen Accessibility-Regeln aus der Biden-Administrationen einfach nicht enforced werden und einfach nicht zum Gesetz werden, anders als es geplant war, eben durch so ein IFR, haben wir eben nicht diese massive Verbesserung in Rechten und in Freiheit und in Gleichheit für Menschen mit Behinderung, die dieses Gesetz eigentlich bedeutet hätte. Und warum macht man das nicht? Na, weil man es nicht will, weil es zu viel Geld kostet, weil man Angst davor hat und weil einem Menschen mit Behinderung letztendlich egal sind. Und das hat gerade die Trump-Regierung natürlich immer wieder betont und auch zur Schau gestellt. bommel: Das ist der eine Part. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass gerade mit solchen Dingen, die vielleicht auch im ersten Schritt gar nicht so viele Leute betreffen, weil, naja, also digitale Barrierefreiheit ist, glaube ich, für viele in der Wahrnehmung vielleicht eher auch so ein Nischenthema und so weiter und so, oder etwas, wo viele Leute halt auch sagen, naja, da gibt es ja vielleicht auch Hilfsmittel, womit man halt das ein oder andere dann halt aus der persönlichen Nutzer*innen-Perspektive ausgleichen kann, blabla. Aber man muss halt einfach sagen, und deswegen poche ich auch immer so darauf, dass das halt Menschenrechtsbelange sind, weil ganz oft mit sowas einfach häufig getestet wird, wie weit man gehen kann. Das sind immer die ersten klitzekleinen Dammbrüche. Und ab da geht es immer einen Schritt weiter, immer einen Schritt weiter, immer einen Schritt weiter. Und letztlich kann eine Regierung mit sowas halt auch testen, ab was für einem Punkt die Bevölkerung letztlich sagt, okay, bis hierhin und nicht weiter, das geht so nicht. Und wenn die Bevölkerung das halt nicht tut, werden sie sich davon halt auch nicht aufhalten lassen. kc: Ja, ich bezweifle nur, dass das hier in diesem Fall tatsächlich irgendjemanden großartig interessiert, eben aus dem Grund, wie du es erklärt hast. Lainey Feingold schreibt auch dann auf ihrem Blog, dass man doch bitte mit seinen... Dass Repräsentant*innen sprechen soll und sie anschreiben soll, Informationen dazu geben soll, dass man der Behörde schreibt, hey, ihr, ich will ein Gespräch mit euch zu diesem Thema und denen dann sagt, nee, ich will das nicht. Einfach, weil es dann Dokumentation darüber gibt, dass es solche Probleme gibt, die du dann halt nicht mehr verbergen kannst und nicht mehr verstecken kannst. Aber ich glaube, dass das wird zu letztendlich nichts führen. bommel: Ja, und ich meine, letztlich ist es ja in Deutschland ähnlich Thema. Du hattest es auch noch mit aufgenommen, dass du, glaube ich, kurz über die BGG-Reform sprechen möchtest. kc: Ja, ich möchte da gerne in der Folge noch mal ganz ausführlich drüber reden, weil da gibt es auch richtig viel zu erzählen. Und ich denke, wir können das jetzt noch mal kurz machen. bommel: Was ich mir da zuvor auf jeden Fall noch mal angeschaut habe, ist halt diese Klausel, die halt unterm Strich irgendwie besagt. kc: Erstmal ganz kurz, BGG ist das Behindertengleichstellungsgesetz, das haben wir noch nicht dazu gesagt. bommel: Stimmt, genau. Da soll es halt eine Überarbeitung, also eine Reform geben irgendwie. Und grundsätzlich sagt dieses Behindertengleichstellungsgesetz, dass Behinderte halt gleich behandelt werden müssen. Aber es gibt natürlich auch zulässige Situationen, wo man halt unterschiedlich behandelt werden kann. Nämlich, so wie sich das dann hier darstellt, das ist halt dann zulässig und die Formulierung ist auch so schön. Wenn diese auf anerkannten Prinzipien risikoadäquater Kalkulation beruht, insbesondere auf einer versicherungsmathematisch ermittelten Risikobewertung unter Heranziehung statistischer Erhebung. kc: Bitte was? Ich habe nichts verstanden. bommel: Das heißt auf Deutsch, wenn es sowieso zu wenig Leute betrifft und am Ende zu teuer ist, dann musst du es auch nicht machen. Und das ist natürlich aus einer privatwirtschaftlichen Sicht argumentiert und ich kann das letztlich halt auch irgendwo ein Stück weit verstehen, wenn Einzelpersonen sagen, das ist voll die Belastung, wenn ich hier, keine Ahnung, mein kleines Café umbauen muss oder so. Aber auch da denke ich halt, muss es halt Lösungen geben, die nicht unbedingt vielleicht von Privatpersonen getragen werden muss, sondern wo der Staat auch tätig werden könnte. Da können wir ja auch nochmal drüber sprechen. Aber was es letztlich heißt, ist, dass wir uns gesetzlich Ausnahmen schaffen, wann es halt doch okay ist, behinderte Menschen ungleich zu behandeln, nämlich wenn es zum Beispiel zu wenige davon gibt oder so. Und ich finde, wir müssen uns so vehement gegen solche Argumentationen stellen, weil es ist halt immer der nächste Schritt dahin zu sagen, okay. bommel: Ja, Menschenrechte sind unverhandelbar. Außer in diesem einen Fall, wo es dann halt ein bisschen zu viel kostet und es insgesamt eigentlich auch viel zu wenig Menschen gibt, die davon betroffen sind. Und in diesem nächsten kleinen Fall da vielleicht auch noch. Und wir fangen halt immer weiter an, über Menschenrechte zu verhandeln und die einzuschränken. Und das muss man sich immer wieder bewusst machen. Und das ist einfach so eine krasse Parallele zu den USA. Auch wenn ich natürlich, also mir ist das absolut klar, dass die Situation in Deutschland nicht die ist, wie sie gerade in den USA ist. Ich sehe nur Parallelen in der Entwicklung und ich sehe Parallelen darin, wie mit grundlegenden Menschenrechten umgegangen wird und über was für Themen überhaupt diskutiert wird. Aber das ist definitiv nochmal ein Thema für eine andere Folge. kc: Ja, auch in Deutschland gilt genau das gleiche wie in der USA bezüglich des BGG. Bitte, selbst wenn ihr nicht betroffen seid, schreibt dazu und genau zu dieser Reform euren Abgeordneten im Bundestag, im Bundesrat, in euren Landesparlamenten, in euren Kreisen, in eurer Lokalpolitik, dass es einfach nicht dazu kommen sollte und darf. Und das gibt es ziemlich selten in Deutschland, dass Behindertenorganisationen Petitionen starten, die dann irgendwie so groß geteilt werden und die breiten Anschluss finden. Es gibt für diesen Fall tatsächlich sogar eine von René Schaar. Ich habe ihn letztes Jahr in Hamburg mal kennengelernt. Wir haben ein paar Differenzen, was unsere typischen Ansichtsweisen und Herangehensweisen an die Dinge angeht. Aber ich kann nur dazu aufrufen, auch das zu unterstützen und hier unbedingt mal mindestens eine Unterschrift drunter zu setzen, weil das einfach ein Riesenthema ist, worüber wir hier stundenlang reden könnten, wo wir genau diese Dinge alle einzeln nochmal auseinandernehmen können. Wie es um digitale Barrierefreiheit aussieht, habe ich ja hier im Podcast auch schon mal ganz kurz erklärt, jetzt die Formulierung, die die Bommel mitgebracht hat. kc: Da steckt noch so viel mehr dahinter, was man da einfach betrachten und beachten muss und worüber man dringend sprechen muss. Und alles in allem bedeutet diese Reform des BGG jetzt, dass da Dinge zwar ein bisschen klarer geregelt sind, In vielen Fällen, in manchen Fällen aber auch nicht. Aber durch die allermeisten Neuregelungen, das zum Nachteil von Menschen mit Behinderung ausgelegt werden kann. bommel: Und das müssen wir abwenden. Ja, und bitte ruht euch nicht darauf aus. Also es ist richtig und wichtig, solche Petitionen auch zu unterschreiben. Vor allem, weil es nicht so besonders viel Aufwand ist. Aber die haben keinerlei Rechtsverbindlichkeit und sehr, sehr viele Abgeordnete interessiert das einfach überhaupt nicht. Das heißt, das ersetzt letztlich diesen persönlichen Kontakt und das Ersuchen von den eigenen Abgeordneten nicht. kc: Ja, das müssen wir alle zusammen machen. Also an dieser Stelle auf jeden Fall der Aufruf an euch alle, die ihr diesen Podcast hört. Ich glaube, wenn wir alle hier irgendwie mal zwei Minuten investieren würden, allein um die Petition zu verbreiten, um die Petition zu unterschreiben und uns vielleicht mal ganz kurz auch auf Social Media bei unseren Abgeordneten zu melden, die sind ja auch mittlerweile eigentlich überall, dann ist schon sehr viel erreicht und sehr viel gemacht, was wir im aktuellen politischen Klima aus unserer Gruppe heraus überhaupt machen können. bommel: Mhm. Richtiger Downer zum Abschluss. kc: Ja, jetzt haben wir am Ende nochmal sehr viel über Politik geredet. bommel: Es hilft ja nichts. Es gehört einfach dazu. kc: Anschluss gepackt. bommel: Es gehört dazu. kc: Erster Teil der Folge super. Letzter Teil der Folge nicht so super. bommel: Ich glaube insgesamt ist alles super, weil wir haben ja alles gemacht, nur der Inhalt ist halt ja, es ist nicht so erheiternd. Da hast du schon recht. kc: Bommel, ich hatte richtig viel Spaß in dieser Folge. bommel: Das freut mich total. kc: Das war mal wieder so eine schöne Folge, so insgesamt. bommel: Ja, das freut mich. kc: Und wie war es für dich? bommel: Gut, ich spüre gerade nicht mehr so viel außer Hunger. Ich habe so einen Hunger. Als ich gesagt habe, ja, meanwhile gucke ich auf die Uhr und ich habe Hunger. Das ist fast eine Stunde her. Ich weiß nicht, wie es dann nach dem Schnitt ist. Ich meine, viel schneiden tun wir nie, aber ein bisschen was an Pausen oder so fliegt dann doch raus. kc: Ja, also so reine Aufnahmezeit sind wir gerade bei zwei Stunden 15. Ich gehe mal davon aus, dass wir jetzt in der finalen Folge bei ungefähr zwei Stunden wieder sind. bommel: Ja, genau. Es reicht. Ich würde sagen, für heute reicht es. kc: Machen wir zu. Wenn ihr Kommentare habt, kommentiert doch gerne auf all-glitches-welcome.de unter der aktuellen Folge. Oder ihr könnt uns jederzeit eine Mail schreiben an glitches@conesible.de. Das ist wie immer c-o-n-e-s-i-b-l-e.de. Und da freuen wir uns ganz doll sehr. Und auch wenn ihr uns eine Bewertung gebt. Ich vergesse das immer. Und dann sage ich es doch. Schreibt doch mal gerne auch eine Rezension und so über diesen wunderbaren Podcast. bommel: Ja, und erzählt anderen Leuten davon, teilt das auf Social Media. Es ist immer gut, wenn mehr Leute das entdecken. kc: Bommel, die letzte Folge ist die meistgehörte Folge bisher, glaube ich zumindest. bommel: Richtig gut. kc: Ich habe schon lange nicht mehr geguckt, aber am ersten Tag war es die meistgedownloadete Folge. Richtig gut. bommel: Mit großem Abstand. Richtig gut. Ab jetzt nur noch bergauf, also was die Zahlen angeht. kc: Voll gut. bommel: Wir werden reich und berühmt. kc: Ja, das funktioniert natürlich super, wenn wir hier so einen antikapitalistischen. bommel: Unternehmensfernen Podcast machen. Ich weiß. Es funktioniert immer super. Aber dafür können wir ruhig schlafen und noch in den Spiegel gucken. kc: Das stimmt. bommel: Das ist auch nicht das Schlechteste. kc: Aber vielleicht auch mal, um Leuten noch mal ganz kurz einen Überblick zu geben, wie viel Aufwand so eine Podcast-Folge ist. Also zumindest bei mir. Sind das üblicherweise so zweieinhalb Stunden, die wir für die Aufnahme brauchen, mit so Vorgeplänkel, dieses, das, jenes, wo wir uns nochmal kurz abstimmen. Dann meistens irgendwie so ein bis zwei Stunden vorabrecherche. Mit dem Schneiden bin ich normalerweise so in 30 Minuten durch. Und dann kommt das Ganze noch auf die Website und Zeug einpflegen und das Transkript machen. Das sind üblicherweise auch alles nochmal drei Stunden. Also insgesamt kommt da ein Vollzeitarbeitstag zusammen, zumindest bei mir. Und auf deiner Seite ist es ja wahrscheinlich auch nicht erheblich viel weniger. Also diesen Podcast alle zwei Wochen zu machen, ist schon ein ganzes Stück Arbeit. bommel: Ein knackiges Pensum. kc: Ein knackiges Pensum, das uns hier letztendlich niemand bezahlt und letztendlich wahrscheinlich sogar Leute eher davon abhält, mit uns zusammenzuarbeiten im beruflichen Kontext. Deswegen, wenn ihr diesen Podcast unterstützt, Bommel hat einen Kofi-Link, ich habe einen Steady-Link. Auch da gerne nochmal dahin. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass wir im Podcast überhaupt darauf hinweisen, dass es diese Möglichkeit gibt. Wenn ihr die Möglichkeit habt und euch dieser Podcast sehr gefällt und ihr gerne mögt, könnt ihr uns ein paar Euro in den Hut werfen. Und das macht solche Produktionen und solche Aktionen auch wie die WebAccessBench- Recherche und die Studie dazu einfach sehr viel, belastbarer und sehr viel angenehmer einfach mal so umzusetzen nebenbei, wenn man das halt finanziell halt einfach mal machen kann. Das sind alles Sachen, die viel kosten. bommel: Voll. Ich freue mich aufs nächste Mal. kc: Jetzt habe ich uns wieder die ganze Zeit so selbst bemitleidet. Das wollte ich doch gar nicht. bommel: Ich finde, das war kein Selbstmitleid. Also es ist schon ein Unterschied zwischen Selbstmitleid und halt transparent zu sagen, was Dinge kosten, wie viel Zeit und Ressourcen es auch in Anspruch nimmt und so. Und das Ding ist, ja, wenn Leute nichts geben können, dann ist das auch in Ordnung, wenn ihr nichts gebt. Also darum geht es ja nicht. Es geht hier nicht darum, jemanden auszunehmen oder so. Aber wenn jemand die Möglichkeit hat, dann freuen wir uns. kc: Ja, für mich da ganz besonders, das mag ich auch gerne nochmal dahinter stellen, ich lege sehr wenig Wert auf Contributions von Peers, also von anderen Menschen mit Behinderung, von anderen Queers. Und wenn ihr weder noch davon seid, dann fühlt euch bitte ganz besonders angesprochen, solche Sachen zu unterstützen, weil tendenziell seid ihr diejenige Gruppe, die diesen Podcast hört, die am meisten davon profitiert, sowohl was irgendwelche Learnings angeht und auch die Gruppe, die den meisten finanziellen Headroom hat, statistisch gesehen. bommel: Mhm. Absolut richtig. kc: Weiße Männer, bitte gebt uns Geld. Gebt Cash. bommel: Wow. Ich habe so ein bisschen das Gefühl. kc: Das muss ich noch kurz erzählen. bommel: Ja, ich muss meinen Gedanken vorher loslegen. Das fühlt sich gerade so an, wie wenn man schon so in der Tür steht und man hat schon Jacke und Schuhe an, aber man hat auch schon dreimal Tschüss gesagt, aber man geht trotzdem irgendwie nicht. kc: Dings, ich wollte noch kurz erzählen. Ich bin die Tage über ein großartiges Projekt gestolpert, nämlich bahn.bet. Das ist eine Wettseite über Verspätungen bei der Deutschen Bahn. bommel: Was? Regst du unsere Zuhörer*innen jetzt zum Glücksspiel an? Nein. Nein! Suddenly dieser Podcast ab 18, Casey Stopp! kc: Ich animiere die Leute auch insbesondere dazu, nach Schleswig-Holstein zu ziehen, denn da ist das Ganze vollkommen legal. Und wenn man sich bei bahn.bet registriert, dann stimmt man auch explizit zu, dass man mit der Registrierung nach Schleswig-Holstein umzieht. Oh Gott. bommel: Kinder, hört weg. Na, na, na. kc: Nein, es ist nur ein Kunstprojekt und letztendlich ist es eine fiktive Währung, also es ist kein echtes Glücksspiel. bommel: Ah, okay. So ein bisschen klopfte mir das Herz jetzt schon. kc: Aber du hast es geglaubt. Das sagt doch auch sehr viel darüber aus. bommel: Ja, nee, das sagt gar nichts aus, weil ich glaube, alles... Also, mich irgendwas glauben zu lassen, das ist wirklich nicht schwer. Ich habe so ein naives Urvertrauen in Menschen irgendwie, das ist, ja, ich glaube alles. kc: Ja, da bin ich nur wegen Cash gerade drauf gekommen und ich fand das ganz witzig und ich wollte das gerade nochmal unbedingt teilen. Also, jetzt machen wir die Tür wirklich zu und wir verlassen uns jetzt. Ja, okay. Mach's gut. Auf Wiedersehen. bommel: Tschüss.