kc: In dieser Folge All Glitches Welcome geht es um ganz frische und ein paar weniger frische Urlaubserlebnisse, ganz viel um Essen, wie wir es ja immer schon in diesem Podcast hatten, und um viele weitere Dinge rund um Behinderung und Reisen. Und wir hatten wirklich so viel Spaß beim Aufnehmen dieser Folge, lasst euch das gesagt sein. Und genau diesen Spaß wünschen wir euch jetzt auch. Viel Freude mit der Folge! Hallo und willkommen zu einer neuen Folge All Glitches Welcome mit mir, eurer komfortsuchenden Casey und einem blütenweißen Bommel. Wie ein Waschmittel. Ich komme gerade frisch aus der Dusche. bommel: Ja, ich habe mich ordentlich geschrubbt. Ich muss wirklich ehrlich sagen, das ist ja mein absoluter Traum. Ich hätte gerne so eine Waschanlage für Menschen, wo du dich so reindingstest und dann wird alles geschrubbt und gebürstet. Wobei ich sagen muss, das wäre geil, dann Wasser abziehen, alles trocken füllen und dann eincremen. Das wäre so geil. Da denke ich mir dann auch noch so, was für ein scheiß KI. KI ist mir egal. Warum haben wir KI, die irgendwelche Bilder malt, aber keine Waschanlage für Menschen? Das soll das. Das ist doch Quatsch. kc: Die beste Funktion wäre einfach, für mich allein schon der Ganzkörperfön. bommel: Ja, das wäre richtig geil. kc: Ich mache Wasser aus, der Föhn fährt an mich ran, trocken. bommel: Das ist ja so geil. Und es ist dann ja auch so muckelig und warm einfach. Ich finde das schon so geil in so Freizeitparks bei so Wasserbahnen, wenn die so einen Riesen human-sized Föhn haben, wo du dich einfach da hinstellst, damit deine Klamotten wieder trocknen. Das ist schon geil. kc: Als ich früher viel in Freizeitparks unterwegs war, also so im Jahr ein, zweimal, durfte ich das nie benutzen. Meine Eltern haben das immer nie erlaubt, weil es zu teuer ist. bommel: Hä? kc: Das ist wie zu teuer? bommel: Also das muss im Hansapark gewesen sein, weil ich glaube, ich war in meinem Erwachsenenalter in keinen anderen Freizeitparks. Ist das kostenlos? Ich habe dafür nichts bezahlt. kc: Nee, also bei uns war es tendenziell immer der Holiday Park und da hat es auch irgendwie zwei Euro gekostet oder so. bommel: Zwei Euro? kc: Ja. bommel: Ich glaube, da wäre ich auch nass geblieben, bin ich ehrlich. Hätte ich mir ne Pommes für geholt. kc: Ich wäre so ungern nass geblieben. bommel: Ja, wahrscheinlich. Es kommt sehr auf das Nassigkeitslevel an. Aber naja. kc: Ich habe ein tolles Getränk bommel. Wir haben uns ja jetzt schon drei Wochen nicht gehört. Letzte Woche ist ja hier ausgefallen. Warum denn? bommel: Ja, wegen keinem Bock. Stimmt gar nicht. Nee, wir waren einfach, also, wobei, du hättest durchgezogen. Ich war einfach komplett überfordert mit mir und der Welt. Es ging einfach gar nichts. Und dann haben wir gesagt, okay, dann verschieben wir um eine Woche, weil ich den Aufnahmetermin, den wir uns ausgesucht hatten, ich konnte einfach nicht. Und dann wäre es zu knapp gewesen und haben uns entschieden, direkt einfach eine Woche zu verschieben. Und wir bleiben jetzt dann aber quasi von hier aus dann im Zwei-Wochen-Rhythmus. Also es ist jetzt nicht so, dass wir euch nächste Woche schon wieder mit einer neuen Folge beglücken, sondern dann in zwei Wochen wieder. kc: Ja, aber tatsächlich lag es ja nicht nur an dir. Wir hatten ja eigentlich geplant, dass wir aus meinem Urlaub eine Folge aufnehmen, wo ich quasi nicht da bin. Es hat sich herausgestellt, das Internet provided by Elon Musk mit Starlink ist absolut nicht für solche Sachen geeignet, weil es alle paar Minuten Verbindungsabbrüche gab. bommel: Ja. kc: Ja, und dann haben wir einen Termin gefunden, wo ich schon wieder zu Hause war. Ja gut, passiert. Pausen sind richtig und wichtig, haben auch Leute auf unserem Discord gesagt. Wenn ihr da noch nicht seid, Link ist in den Shownotes. Wir freuen euch sehr. Euch da begrüßen zu dürfen. Seit der letzten Folge sind da ein paar Persönchen zusammengekommen. Das freut uns sehr. Schauen, was da rauskommt. bommel: Spannend. kc: Und von meinem Getränk wollte ich auch noch erzählen. Ich habe Sauerkirschsaft mit Karamellsirup und Apfelsaft. bommel: Ah, ist das nachgebaut von etwas, was du später erzählen musst? kc: Nee, nachgebaut ist es nicht, aber eine Eigenkreation. Sie hat noch keinen Namen. Fällt dir was ein, wie man diesen Cocktail nennen könnte? bommel: In meiner Jugend, ich komme aus Mecklenburg-Vorpommern, in meiner Jugend war Amaretto-Kirsch voll das Ding und gerade mit diesem, also Amaretto ist ja so Mandellikör, aber ich kann mir vorstellen, dass es mit diesem karamelligen ein bisschen ähnlich schmeckt. Oder man macht es halt so wie weil Kiba ist ja auch nur Kirschbanane und du hast jetzt quasi, Sauerkirschkaramellapfel was wäre das dann Sa-Sakika-Ap Nee, ich glaube Oder du kannst auch noch Karamellsirup machen dann ist es Saki-Kasi-Ap Ja, das war's. kc: Nee, ich glaube, ich bleibe einfach dabei, dass dieses Getränk erstmal noch keinen Namen hat und ich probiere noch rum und irgendwann habe ich ganz tolle, viel bessere Cocktail-Kombinationen als dieses. bommel: Ich muss sagen, je länger Saki-Kasi-Ap in meinem Kopf rumschwirrt, das ist so, finde ich. Wenn du kannst auch noch den Apfelsaft mitnehmen, dann ist es Saki-Kasi-Apsa. Ha ha ha ha. Ich find' das richtig gut. kc: Wir sind doch nicht in der April-Folge. Was soll das denn? bommel: Du bringst doch Saki-Kasi-Apsa als Spaßgetränk mit. Ich habe damit nichts zu tun. kc: Ja, aber du hast den Namen dafür erfunden. Also das ist jetzt ganz offiziell Saki-Kasi-Apsa. Wenn ihr den Saki-Kasi-Apsa nachmachen wollt. bommel: Ja, wir können das Rezept in die Schaumhauts schreiben. kc: Nee, ich erwähne das jetzt einfach kurz. Es ist so ungefähr ein Teil Kirschsaft, ein Teil Apfelsaft und ein Fünftel, nee, nicht so viel, ein Zehntel Teil Karamellsirup, auch nicht so viel, viel weniger. bommel: Aber ist das jetzt nicht wahr? Das war doch jetzt Saki-Apsa-Kasi. Weil die Zutaten ja eine andere Reihenfolge waren. Aber die Leute werden es schon verstehen. kc: Ach, es hat mir so gefehlt, diese Folgen aufzunehmen. Das war so viel Spaß. Ich habe auch noch was nachzuholen von letzter Folge, die ja nun auch schon lang her ist. Da haben wir über Autismus gesprochen. Mir ist es überhaupt nicht in den Sinn gekommen, dass ich daher hätte drüber reden können, weil mich das richtig doll sehr gefreut hat in der Woche, bevor wir die Folge aufgenommen haben. Ich habe nämlich ein Geschenk bekommen von einer sehr lieben Freundin, die auch diesen Podcast hört. Viele liebe Grüße dafür und vielen lieben Dank nochmal. Nämlich ein signiertes Buch von Daniela Schreiter, also Fuchskind. bommel: Das ist so cool. kc: Ja, die Abenteuer von Autistic Hero Girl. bommel: Du hast einfach was zu Hause, was Daniela Schreiter in der Hand hatte. kc: Ja. bommel: Das ist pure awesomeness. kc: Also ich besaß vorher noch absolut überhaupt nichts von ihr. bommel: Was ja auch kriminell ist. kc: Muss man auch sagen. Ja, was absolut kriminell ist. Aber so gedruckte Bücher generell sind halt meistens nicht so sehr zugänglich für mich, Comics eher auch schwierig. Und das ist halt, was sie macht. Aber ich kenne sie schon sehr, sehr lange und folge ihr schon sehr, sehr lange im Internet. Und mir war immer schon ein kleines Fangirl von sämtlichen Sachen, die sie so frei geteilt hat. Das macht sie nämlich auch. Und jetzt habe ich ein signierendes Fuchskindbuch mit einer kleinen Zeichnung vom Fuchs. bommel: Die ist so süß. kc: Das ist so schön. bommel: Was ich aber noch sagen wollte, sie macht ja nicht nur Comics, sie hat auch auf jeden Fall einen Spreadshirt-Shop und da kann man halt auch so Merch-Gedönsigkeiten kaufen, auf was man auch will. Tassen, T-Shirt, Pullover. kc: Ja. Große Empfehlung. Ich muss mich auch mal eindecken. Also so richtig ganz viel. Ja. Und, Sie hat auf jeden Fall mal meine Posts zu diesem Podcast auf Mastodon geboostet. Vielleicht hört sie das sogar, Bommel. bommel: Ja, dann liebe Grüße. kc: Das ist so cool einfach. bommel: Auf dass der Spreadshirt-Shop leer gekauft werden mögen. Kann man Spreadshirt-Shops leer kaufen? Wahrscheinlich nicht, oder? kc: Ich glaube nicht, weil die Sachen da werden ja undemann produziert. bommel: Man kann es ja versuchen. kc: Ich weiß auch gar nicht. Vielleicht hat sie sogar aktuell eine 20-Prozent-Aktion. Das hat sie auch immer mal wieder, dass es da 20 Prozent gibt. bommel: Ja, ist auch so. Aber das ist unser Morgen. kc: Also wenn der Podcast rauskommt, dann ist es schon in der Vergangenheit. Aber egal wie viel es kostet, bitte geht da einkaufen. Dies ist unbezahlte Werbung. Und nicht abgesprochen und nichts. Wir feiern das einfach wirklich komplett. bommel: Ja und es ist halt auch so ein Ding einfach, einen autistischen Creator halt auch einfach zu unterstützen, auch finanziell, indem man halt deren Stuff kauft, so ist halt auch nicht unwichtig. kc: Ja. bommel: Ich glaube sie hat auch Postkarten zum Beispiel, das kann auch immer mal gebrauchen. kc: Ja, wenn man Leuten was schreiben will, sollte man generell viel öfter tun. Ja. Nee, also die Abenteuer von Autistic Hero Girl ist ein Kindercomic eigentlich, aber irgendwie ganz tief in mir drin hat das irgendwas mit mir gemacht. Es war so eine große Freude. bommel: Ja, ich weiß auch generell einfach nicht, also du sagst zwar Kindercomic, aber ich meine, warum sollte man als erwachsene Person da nichts mit anfangen können? Also es wird halt viel thematisiert, was Autismus einfach irgendwie ist. Ich habe letztens auch so eine Zeichnung von ihr gesehen oder so mehrere, wo es halt auch darum geht, was eigentlich ein Meltdown ist und so. Und es ist halt auch sehr einfach erklärt und so. Und das finde ich auch als Erwachsene Person überhaupt nicht schlecht und kann dazu einfach sehr relaten irgendwie. kc: Ja, also ich mag allgemein Sachen für, also die nominell für jüngere Menschen gemacht sind, sehr gerne. Ich fühle mich dadurch einfach immer ein bisschen sehr... Und das entspricht einfach meiner Persönlichkeit. Und so total auf ernst gemachte Sachen, die mag ich gar nicht so gerne. So ganz grundsätzlich. bommel: Ja, es ist ja sonst oft auch so, dass, also oft haben Sachen für Kinder ja einfach so eine gewisse Einfachheit in der Erklärung. Also es ist halt irgendwie leicht verständlich und so. Und sowas wird halt für Erwachsene voll oft abgewertet so. Aber ganz ehrlich, ich mag das auch, wenn mir jemand Dinge leicht verständlich erklärt, weil also die Welt ist anstrengend genug. Ich brauche meinen Hirn den ganzen Tag. Das ist jetzt nicht schlimm, wenn dann zwischendurch eine Erklärung einfach ist. kc: Und wenn das alles dann auch noch irgendwie ein bisschen bunt ist und glitzert. bommel: Ja, voll. kc: Niedlich ist und witzig. bommel: Ja, voll. kc: Das ist wirklich großartig. bommel: Ja. Ich habe auch ein kleines Autistic Hero Girl Abenteuer hinter mir. kc: Uh, erzähl. bommel: Ja, ich war bei einer Fußpflege. kc: Oh, geil. Also nicht, dass ich wüsste, wie es bei einer Fußpflege wäre. Mein Opa geht da immer hin. bommel: Ja, ich habe halt auch überlegt, wie, weil ich irgendwie so gemerkt habe, okay, ich mache halt, also dadurch, dass ich irgendwie viel mehr Yoga mache und so, das ist ein bisschen funny, mache ich halt auch sehr viel anderen Sport mittlerweile, einfach so barfuß irgendwie. Und dann dachte ich halt auch so, ja, okay, wenn die jetzt öfter halt auch irgendwie so draußen hängen, die Füße, und ich mit denen halt viel mache, dann kann ich mich auch mal um die kümmern. Und dann dachte ich, gehe ich mal zur Fußpflege. Und irgendwie... Irgendwie war es genauso, wie ich gedacht habe, aber irgendwie auch ganz anders. Also ich hatte super doll Schiss davor, dass es einfach richtig schlimm kitzelt. Das hat es zum Glück nicht. Und es war lustig, weil ich habe mich mit einer Person aus meiner Familie unterhalten, die auch zur Fußpflege geht. Und womit ich überhaupt nicht gerechnet habe, was aber total logisch ist, ist, dass ich erst mal so ein Fußbad bekommen habe. Und dann meinte die Person aus meiner Familie, die sonst so Fußpflege geht, so, hä, ich habe noch nie ein Fußbad bekommen, wo ich auch so dachte, ja, ich weiß nicht, ich glaube, würde ich fremden Leuten die Füße da befratzeln, würde ich denen auch vorher ein Fußbad angedeihen lassen, bin ich ehrlich. bommel: Aber es war irgendwie spannend und viel unspektakulärer, als ich dachte. Und dann dachte ich halt so, ja, das kann ich auf jeden Fall mal öfter machen, weil meine Füße waren schon sehr toll gepflegt danach. kc: Ja, das hast du einfach mehrere Tage hintereinander wiederholt. bommel: Boah, das war wirklich wie auf Wölkchen. Oh, wirklich. Also ganz zauberhaft, das war ganz toll. Und dann hatte ich beim Gehen sogar noch gefragt, wie oft man das denn jetzt so macht. Und dann meinte sie so, ja, im Sommer, wenn man das mit Lack macht, wo ich auch so dachte, ja, aber ich will ja kein, also will ich ja nicht, aber naja, dann so alle vier Wochen und ansonsten alle sechs bis acht Wochen. Und das finde ich halt okay, weil es ist halt auch ein bisschen, also was heißt ein bisschen pricey. Ich habe halt nicht wirklich ein Einkommen, da ist alles pricey. Und dann dachte ich halt jetzt, mittlerweile bin ich so an so einem Punkt, dass ich mir so denke, ja... bommel: Was mache ich in den sechs bis acht Wochen? Also schneidet man sich dann trotzdem selber noch die Nägel? Oder ist es so, wenn man so eine Person ist, die regelmäßig zur Fußpflege geht, macht man zwischendurch irgendwie so nichts mit seinen Füßen, außer halt so eincremen oder so? Ist das, also respektiert man die Arbeit nicht? Weil also zum Beispiel beim Friseur ist es ja auch irgendwie so, die schneiden dir die Haare und dann machst du damit ja nichts außer Waschen, dass du das nächste Mal hinst und die dir wieder die Haare schneiden. Und da fängt man ja, also ich weiß, dass es Leute gibt, die so zwischendurch selber halt auch so Pony schneiden und so, aber da fängt man ja an sich auch nicht an, irgendwie sonst was mit seinen Haaren zu machen und dann müssen die beim nächsten Mal wieder so komplett eine Form in den Schnitt reinbringen, weil man es halt total verkackt hat. Das heißt, verkacke ich jetzt quasi den Schnitt, Wenn ich jetzt selber meine Zehnägel schneide in der Zwischenzeit. Was macht man da? Das ist so ein Problem, was ich jetzt schon so ein paar Tage mit mir rumschleppe, wo ich so denke, ich weiß es nicht. Help. kc: Ich kann diese Hilfe leider nicht providen. bommel: Das dachte ich mir. Ja, also vielleicht hört ja jemand zu, der regelmäßig zur Fußpflege geht und mir einen kleinen Guide dafür geben kann, was ich in der Zwischenzeit in meinen Füßen mache. bommel: Ich finde, dass du so eine tolle Erfahrung hattest. Ich kann das auch voll weiterempfehlen. Irgendwie, weil die meisten Leute schneiden sich ihre Zähnägel tatsächlich falsch. Boah, und meine Füße sehen so schön aus, weil, also ich mache das schon an den Händen, mache ich das schon regelmäßig, dass ich mich auch so um die Nagelhaut kümmere und so, weil es halt sonst auch einreißt und ist unangenehm und so. Aber, also ich bin mal ehrlich, ich habe mich jetzt vorher nicht schlecht um meine Füße gekümmert, aber es ist jetzt nicht so, als hätte ich da jetzt groß meine Nagelhaut entfernt oder so. Weil, also es sind halt meine Füße, die hängen da unten, ich sehe die eh selten. Wenn ich nicht unbedingt in Yoga irgendwie meinen Kopf an meine Füße drücke oder so was ich nicht kann by the way, aber egal, in Richtung Füße und was interessiert mich die Nagelhaut an meinen Zehen so, aber jetzt wo sich mal jemand so richtig toll um die Nagelhaut an meinen Zähnen gekümmert hat, dachte ich oh, ist schon schön und dann wurde dann hat sie auch so die Zehnägel mit so einer, Polierpfeile so glänzend gemacht und ich dachte, oh, richtig hübsch. kc: Wie schön. bommel: Ah ja, mal gucken. kc: Ich habe eine Frage dazu. Weil die beiden Podologie-Personen, die ich bisher kannte, die haben beide richtig witzige Nachnamen. Hatte deine auch einen richtig witzigen Nachnamen? Also du musst den Nachnamen nicht sagen, aber war ja witzig. bommel: Nee, aber ich kenne ihren Nachnamen auch gar nicht so richtig, weil die hat so eine Duz-Policy. Aber ihr Vorname ist eine deutsche Stadt. Das ist auch ein bisschen lustig. Vielleicht ist das lustig genug? kc: Ja. Wahrscheinlich heißt sie einfach Essen. bommel: Nee. kc: Schade. Dann ist sie also kein Snack. bommel: Also doch, die war schon nett. Also auf jeden Fall so ein kleiner Herzenssnack war die schon. Aussehen habe ich jetzt keine Meinung zu. Ist halt so ein Mensch. Aber ansonsten war sie schon lieb. Ich wollte vorher noch Geld holen, weil ich so dachte, sowas muss man ja häufig bar bezahlen. Hatte ich natürlich jetzt nicht genügend mit, musste ich da gerettet werden auch noch. Ging dann alles, aber da war sie auch irgendwie voll freundlich. Das ist natürlich irgendwie komisch. Ich bin das erste Mal da und bin dann so wie, ach ja, ich habe jetzt aber nur 20 Euro dabei. Naja, da war die auch irgendwie voll lieb. Von daher, kleiner Herzensnack. kc: Schön. Dann noch mehr, dass du weiterhin ganz viel Freude mit deinen Füßen hast. bommel: Ja, bisher ist super. kc: Sehr cool. Ich habe noch eine kleine News aus der digitalen Barrierefreiheit mitgebracht. Menschen kennen ja vielleicht den Government Site Builder. Das ist das Tool, mit dem deutsche Bundesbehörden, also viele davon, ihre Webseiten basteln. Wird also quasi einmal zentral entwickelt und dann können sich das alle Behörden, Ministerien, Ämter und so weiter und so fort nehmen und auf ihre Seite setzen. Und dementsprechend wird dieses Tool auch sehr, sehr häufig in verschiedenen Kontexten geprüft auf die digitale Barrierefreiheit, zumindest was da rausfällt. Und wie wir alle vielleicht schon in diesem Podcast mal gelernt haben, ist, dass kein einziges Prüfobjekt die gesetzlichen Vorgaben zur digitalen Barrierefreiheit erfüllt. Und weil das jetzt natürlich soweit verbreitet ist und ich mal wissen wollte, was die da eigentlich so machen, habe ich mal eine Liste der kompletten Tickets via FragDenStaat- und Informationsfreiheitsgesetz beim Informationstechnikzentrum Bund angefragt. kc: Und es stellt sich raus, dass die allein 990 Tickets zur digitalen Barrierefreiheit haben, plus dazu nochmal etliche weitere Vorgänge und Tickets kann man sich so vorstellen, dass es quasi eine Entwicklungseinheit, also du schreibst ein Ticket, wenn du eine Sache irgendwie mal lösen musst und die haben 990 einzelne Aufgaben für digitale Barrierefreiheit. bommel: Das heißt basically, dass 990 kleine oder große Sachen im Rahmen der digitalen Barrierefreiheit nicht funktionieren und sie wissen davon. kc: Ja, prinzipiell. Kann man so sagen. Also natürlich haben sie etliche davon wahrscheinlich auch schon geschlossen, aber zu allem gibt es halt jedes Mal irgendwie Arbeit. Und ich habe die Liste tatsächlich nicht bekommen, weil sie sagen, um die bereitzustellen, müsste dafür pro Ticket jeweils eine Beamte Person 10 Minuten durchgehen. Und bei 990 Tickets, kann man mal umrechnen, sind das 9.900 Minuten, sind das ungefähr 165 Stunden, sind das fast sieben Tage, die da jemand durchgehen müsste, um da irgendwie Sachen zu schwärzen, um die Sachen zur Verfügung zu stellen und der Spaß kostet dann einfach 500 Euro. Ich hatte mir eine kleine Summe zurechtgelegt und auch damit gerechnet, dass ich die werde bezahlen müssen, irgendwie so 100, 200 Euro und das hätte ich dann auch sicherlich gemacht, aber für 500 Euro sehe ich das ehrlicherweise nicht. kc: Bei 990 Tickets wird der jeweilige Informationsgehalt, was da irgendwie schiefläuft, wahrscheinlich auch sehr, sehr gering sein, weil vieles davon einfach gar nicht angefasst wird. Und wenn wir jetzt schon sehen, wenn da pro Ticket mal jemand zehn Minuten arbeitet, was ja wirklich die absolute Untergrenze ist, um überhaupt erstmal ein beschriebenes Problem oder irgendwas da drin zu verstehen, um einen Kommentar da zu lassen oder so. Die Arbeitszeit daran wird sicherlich viele tausend Personentage sein, allein für digitale Barrierefreiheit. Und das macht mich ein bisschen schockiert, dass das Informationstechnikzentrum Bund da so eine Software hinstellt, 990 Tickets zur digitalen Barrierefreiheit aufmacht, was ja wirklich grundlegende, einfachste Qualitätssicherung ist. Und sie ist trotzdem nicht gebacken bekommen, dass kein einziges Angebot der Sachen, die das benutzt, die Barrierefreiheitsvorgaben durch Gesetz erfüllt. bommel: Das ist so absurd. kc: Ja, also... What the fuck are they doing? bommel: Ist so. kc: Ich weiß es nicht. Ganz absurd. Aber allein diese Information mit den 990 Tickets ist natürlich auch schon extrem goldwert, einfach das zu haben, kann man sich schön drüber lustig machen. bommel: Ja, und du kannst nächstes Jahr einfach nochmal anfragen und einfach gucken, wie viel es dann sind. kc: Dann können wir mal gucken, wie viel es dann sind, ja. Es lässt mich einfach ratlos zurück, wie solche Dinge passieren. Das habe ich jetzt wahrscheinlich auch schon fünfmal gesagt. Aber von außen, ohne diesen Einblick zu haben, ohne dass ich da jetzt hingehe und die 500 Euro bezahle, was sich wirklich nicht lohnen wird, werden wir das nie erfahren. Und das ist ziemlich schade. Und deswegen habe ich mir gedacht, ich werde jetzt hingehen und ich werde mal überlegen, wie ich diese Anfrage irgendwie ein bisschen präzisieren kann und dann wenigstens, ein Subset der 990 Tickets zur Verfügung stelle. Und dann können wir sicher in einer späteren Podcast-Folge da nochmal zurückkommen, sollte es da irgendwas geben. Ansonsten natürlich auf meinem Mastodon jedes Update. bommel: Ja, bin ich gespannt. kc: Ja, gut. So weit zum Vorgeplänkel oder hast du noch was? bommel: Äh, nö. Also wir haben, wir kommen ja auch noch weitere Podcast-Folgen, da kann man ja auch noch mal Stuff erzählen. kc: Ja, dann können wir jetzt ins Thema einsteigen. Yes, that's fucking cool. So schön, unser Thema ist Urlaub, weil ich war im Urlaub. bommel: Ja. kc: Warst du auch mal im Urlaub? bommel: Tatsächlich, also ja, aber ich glaube, die Urlaube, die ich gemacht habe, lassen sich so, vielleicht nicht an einer, aber definitiv an zwei Händen abzählen, Weil ich, viele kennen das ja irgendwie so schon als Kinder, so ein bis zwei, wenn man reich ist, drei bis fünf Mal im Jahr irgendwie in den Urlaub zu fahren, fliegen, was auch immer. Und ich kannte das halt nie. Ich glaube, ich war 16 oder 14, 14, 15 irgendwie so, als ich das erste Mal mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren bin. Und da waren wir dann eine Woche bei Freunden von meinen Eltern auf Rügen. bommel: Also ich glaube, das ist auch irgendwie sowas, was viele nicht so richtig als Urlaub zählen würden. Ich habe voll viel Zeit immer so. Meine Großeltern hatten Garten, da habe ich richtig viel Zeit verbracht als Kind. Oder halt auch so an der Ostsee, aber dann halt eher so als Tagesausflug. Aber tatsächlich im Ausland, wenn man es ganz genau nimmt, dann war ich, glaube ich, mit so 16 das erste Mal im Ausland, nämlich für ungefähr fünf Minuten in Dänemark, weil wir so eine Rundfahrt auf der Ostsee gemacht haben und man da irgendwie kurz dann in Dänische Gewässer geschippert ist. Aber wirklich im Ausland war ich mit, also so 2014, ja irgendwie so 2014 das erste Mal. Da war ich für ein paar Tage in London und ansonsten, genau, ich war in London. Das habe ich dann noch zweimal wiederholt, für einmal in meinem Leben in Manchester, das war auch ziemlich cool, das war ein Blind Booking. Da weiß ich auch nicht, was für ein mutiger Hase mich da geritten hat, irgendwie ein Blind Booking zu buchen, aber gut. Naja, und dann wurde mir mal eine Kreuzfahrt geschenkt. bommel: Also das muss ich auch sagen, ich habe auch einen meiner London-Urlaube gewonnen. Da muss ich sagen, das war richtig geil, weil ich musste mich um gar nichts kümmern. Die haben alles gemacht. Die haben Flüge gebucht, die haben ein Hotel gebucht. Dann war das auch noch so ein richtig geiles Fünf-Sterne-Hotel am Hyde Park. Das war einfach, boah, das war richtig geil. Also muss ich wirklich sagen, Urlaub und sich um nichts kümmern müssen, absolut Beste. kc: Ja, das habe ich ja auch gemerkt. Meine Urlaubsgeschichte war so ziemlich, also war ein bisschen anders. So seit meiner Kindheit sind wir irgendwie immer jedes Jahr einmal in Urlaub gefahren mit der Familie. Tendenziell so die ersten sechs, sieben Jahre meines Lebens auch an die Ostsee jeweils. Und ab dann sind wir jedes Jahr für so 10 Jahre wahrscheinlich nicht ganz jedes Jahr irgendwie geflogen und waren dann immer irgendwie woanders hauptsächlich in Spanien, aber auch mal in der Türkei, und dementsprechend waren das halt so klassische Familien Cluburlaube, was man halt so macht und dann noch das eine oder andere Mal mit so Animationen und so ja genau boah geil Ja. bommel: Das ist also, muss man sagen, also es ist natürlich giga cringe, aber ich mag das irgendwie, wenn immer überall so ein bisschen was los ist und man sich dann halt bewusst rausziehen kann, um sich woanders hinzusetzen. Aber ich mag, wenn irgendwo anders was los ist, aber ich mag auch, wenn ich da nicht mitmachen muss. kc: Ja, ich mag das tendenziell auch sehr gerne, aber ich habe das ja so im Nachhinein alles immer irgendwie als sehr anstrengend in Erinnerung. Das lag halt vielleicht primär auch daran, dass das eben nicht... Nach meiner Pfeife funktioniert hat, sondern tendenziell halt eher nach der meiner Eltern. Also, ich will nicht sagen, dass es nicht schön war. War super schön, aber letztendlich doch auch relativ stressig für mich und dementsprechend gar nicht so urlaubig, wie ich das jetzt gelernt habe. Denn... bommel: Was war das Stressigste für dich? Ach nee, Moment, ich muss mal über Urlaubsstresse so noch kurz reden. Was war das Stressigste für dich? kc: Ich glaube, das Stressigste für mich war, dass alles irgendwie so doll durchgetaktet war und dass alles irgendwie immer nacheinander passiert und dass man sich irgendwie am Vorabend schon angucken musste, was am nächsten Tag so passiert, so in Sachen Animation oder so, was man mal für einen Ausflug machen kann. Aber dass dann halt auch alles irgendwie richtig umständlich war und dass ich in diese Entscheidung halt irgendwie nicht so richtig einbezogen war, war auch noch ein Kind. Ja, dementsprechend fühlte es sich nicht so urlaubig an wie jetzt. Denn das hier war tatsächlich auch mein erster richtiger Urlaub, seitdem ich zu Hause ausgezogen bin. Und generell mein erster Urlaub alleine. Ich habe letztes Jahr schon mal zweieinhalb Tage Hamburg-Urlaub gemacht. Das habe ich da auch schon Urlaub genannt, aber letztendlich war das eigentlich auch stressig, weil ich da noch nicht so richtig wusste, was Urlaub eigentlich für mich bedeutet und dementsprechend hatte ich mir dann da auch so ein richtig dicht getaktetes Programm gemacht. bommel: Oh, Fühle. Ich habe das auch, also gerade so diese Trips nach London oder Manchester, also die waren halt cool, aber also erholsam war daran gar nichts. kc: Ja. Und jetzt habe ich gelernt, dass Urlaub für mich gleichermaßen Erholung, Kulinarik, aber auch Unterhaltung bedeutet, aber in meinem Tempo und wie ich es möchte. Weil, ja, ich esse halt schon ganz gerne und ich entspanne mich auch ganz gerne, also habe ich irgendwie eine ganze Weile gesucht was es denn da so für spannende Angebote gibt wo ich mich irgendwie um nichts kümmern muss wo diese Bedürfnisse nach Urlaub für mich befriedigt werden, und habe dann da irgendwie auch ganz viel geguckt so, was man mal für Pauschalreisen Oder auch solche Cluburlaube mit Animationen irgendwie in Spanien auch machen könnte und stellte da dann halt relativ fest, dass das alleine ziemlich, ziemlich teuer ist und ich mir das eigentlich gar nicht so richtig leisten wollte. Aber es hat dann irgendwie so über die Wochen, die danach so folgten, immer mehr an mir genagt, dass ich jetzt eigentlich wirklich mal raus musste von zu Hause. bommel: Ja, du hast wirklich lange darüber geredet, das stimmt, ja. kc: Und ja, dann kam irgendwann der schicksalhafte Tag, wo ich auf Kreuzfahrten aufmerksam geworden bin. bommel: Hatte das irgendwas mit mir zu tun? Weil ich habe schon ab und zu davon erzählt. kc: Das weiß ich tatsächlich gar nicht mehr, aber es kann gut sein. Aber jedenfalls dachte ich immer so, ja, Kreuzfahrt, nee, ich bin keine Umweltsau, ich will es nicht, das ist bestimmt alles voll posh und richtig anstrengend und so. Bis zu dem Moment, wo ich ein gutes Angebot fand, was für mich bedeutete, ich muss mich eine Woche um nichts kümmern. Ich bin eine Woche lang irgendwie direkt in den Städten. Ich sehe schon, bevor ich buche, was dort für Dinge möglich sind, was für Ausflüge angeboten werden und kann mich auch tagesaktuell dafür entscheiden, mich irgendwo anzuschließen. Es gibt immer irgendwas zu essen. Es gibt immer irgendeine Art von Entertainment anzuschauen. Es gibt immer richtig leckere Getränke. Ich habe die ganze Zeit nur Cocktails getrunken. Und dann bin ich für eine Woche mit AIDA nach Norwegen gefahren. Und das beinhaltete... Für mich das schönste Erlebnis, das ich jemals gehabt habe in meinem ganzen Leben, das muss ich so sagen. bommel: Oh, das ist so schön. kc: Ja. bommel: Darf ich eine Frage zu diesem Umweltaspekt stellen? kc: Na klar. bommel: Wie ist das so für dich jetzt so im Nachhinein, dass du das gemacht hast? Weil ich meine, so dieser Umweltaspekt, der bleibt ja letztlich dann trotzdem. kc: Ja, ich spiele nach wie vor mit dem Gedanken, irgendwie einen CO2-Ausgleich zu kaufen. Allerdings ist der ziemlich teuer, weil der CO2-Fußabdruck von dieser Reise wirklich enorm ist. Auch mit so einem großen Schiff. Also zur Einordnung ist es das größte Schiff in der AIDA-Flotte, die AIDAnova. Und die fährt halt mit Flüssigerdgas, was halt immer irgendwie auch von dieser Branche als besonders grün dargestellt wird. Aber das ist natürlich letztendlich großer Quatsch. So Methanausstöße sind dann natürlich trotzdem da und auch trotzdem mit einem sehr, sehr großen Impact. Und das beschäftigt mich immer noch und ich weiß noch nicht so richtig, wie ich damit umgehe. Und das wird halt auf jeden Fall auch in Zukunft für mich immer so ein zusätzlicher Gedanke dahinter sein, ob ich sowas nochmal mache oder nicht. Aber, das muss ich auch sagen dazu, mein CO2-Fußabdruck ist verglichen mit einer normalen Person aus Deutschland halt sonst minimals. bommel: Dank veganer Ernährung vor allem. kc: Ja, also ich ernähre mich ganz, ganz überwiegend vegan. Ich fahre ausschließlich mit der Bahn. Ich verlasse dreimal die Woche das Haus. bommel: Ja, ich habe das auch, das ist auch so eine, also ich habe, In dem Zuge, wo du dir jetzt halt diese Reise gebucht hast, auch für mich nochmal überlegt, weil wie gesagt, ich hatte ja mal eine Kreuzfahrt gemacht, die habe ich auch geschenkt bekommen. Das waren sehr, sehr besondere Umstände, weil, also sehr kurz gesagt, ich weiß gar nicht, ob ich das dir mal erzählt habe, aber sehr kurz gesagt war es halt so, dass meine Oma war da schon verstorben und ich habe dann meinem Opa halt tatsächlich das Leben gerettet, weil der einen Milzriss hatte und drohte quasi innerlich zu verbluten und ich dann sehr gut reagiert habe. Und das muss man halt schon auch sagen, ohne mich hätte er diese Situation nicht überlebt. Und da gab es halt dann eine kurze Zeit später, haben wir eine Verwandte dann zum Schiff gebracht, weil die eine Reise gebucht hatte. Und da hatte ich irgendwann so einen kleinen Nebensatz mal so ein bisschen fallen lassen. Da kriegt man schon aber auch so ein bisschen Bock auf Urlaub. bommel: Und das hatte mein Opa dann sich zum Anlass genommen, mir als Dankeschön quasi diese Reise zu schenken, weil das eine Reise war, die er eigentlich mit meiner Oma immer machen wollte. Aber das ging halt nicht mehr. Und deswegen sollte ich die Reise machen und danach quasi davon erzählen. Und da hatte ich mir damals da auch irgendwie überhaupt gar keine Gedanken drüber gemacht. Damals waren halt, also das ist halt auch wirklich das locker 15 Jahre her. Und da habe ich mir über sehr viel im Bereich von so Umwelt und so wirklich auch noch echt nicht so viele Gedanken gemacht. Und von veganer Ernährung war ich da auch noch recht weit entfernt. bommel: Und ich habe halt überlegt, auch in dem Zuge, wo du dich jetzt entschieden hast, wie das heute für mich wäre. Und ich meine, wir reden ja auch noch mehr darüber, was Urlaub für uns halt überhaupt so erholsam macht und so. Oder du hast ja auch schon ein bisschen was davon gesagt. Und vieles davon deckt so eine Kreuzfahrt halt tatsächlich einfach ab irgendwie. bommel: Und ich glaube, ich wäre mittlerweile halt auch so an so einem Punkt, dass ich halt sage, ja, okay. Also es gibt halt, sowieso nicht wirklich so den richtigen Konsum in diesem System so, das heißt, die Alternative wäre halt quasi so, das halt auf jeden Fall nicht zu machen dann, aber es ist halt auch dann so ein bisschen so eine persönliche Abwägung und ich finde das dann auch immer so ein bisschen, da bin ich ein bisschen, glaube ich, auch so slightly von oben herab, wenn Leute, die sich halt nicht vegan ernähren, dann immer sagen, das ist voll schlecht für die Umwelt und so, wo ich mir dann auch so denke, Ja, ja. kc: "Ihr esst meinem Essen das Essen weg." bommel: Ja, das ist ja noch so das Nächste. Aber das ist halt so, ja, okay, wir können das jetzt aufrechnen. Und wenn wir es aufrechnen, stehst du immer noch sehr, sehr schlecht da. Und nicht ich, trotz Kreuzfahrt. Ich glaube, so mein größtes Problem ist letztlich so der Lärm, der dadurch verursacht wird. Weil das kannst du halt ja gar nicht ausgleichen. Und das ist halt echt so voll das Problem für die Tiere. aber ja, Ja, ich weiß nicht. Meine Gedanken dazu sind auch noch nicht so abgeschlossen, aber deswegen hat mich interessiert, was du so auch im Nachhinein darüber denkst. kc: Ja, das war auf jeden Fall der Umweltaspekt. Was für mich aber, glaube ich, noch ein bisschen größer war, ist der Umweltaspekt, ist der soziale, menschliche Aspekt. Denn natürlich ist die Kreuzfahrtindustrie extrem ausbeuterisch, was viele Dokus irgendwie gezeigt haben, auch gegenüber so Ländern wie den Philippinen beispielsweise. bommel: Ja, das stimmt. kc: Wo natürlich ein absoluter Großteil der Beschäftigten und der Dienstleistenden daherkamen, mit denen ich die Woche über zu tun hatte. Und dementsprechend finde ich es eigentlich super schwierig, diese Industrie zu unterstützen. Und ich glaube, bevor ich den nächsten Urlaub mache, werde ich auf jeden Fall nochmal ganz doll in mich gehen und nochmal überlegen, ob ich nicht eine ähnliche Erfahrung, die ich da machen konnte, was halt wirklich alle Aspekte des Urlaubs für mich aufeinander vereint hat, nicht auch irgendwie vielleicht auch ein bisschen abgeschwächt in einer anderen Form bekommen kann. Also, Was halt wirklich ganz, ganz toll war für mich in diesem Urlaub war, dass alles so auf einem verhältnismäßig kleinen Raum war, obwohl es halt das größte Schiff der Flotte ist. Dass ich jeden Tag die Möglichkeit hatte, was anderes zu sehen, aber nicht musste. Dass es an jeder Ecke irgendwas zu trinken und was wirklich Spannendes auch teilweise zu essen gab. Auch wenn das Essen so insgesamt gar nicht so großartig war, es war halt so Standard. Ich habe mir in vielen Stellen gedacht, ja gut, wenn ich zu Hause koche, dann kriege ich das auch mal besser hin. kc: Aber allein der Aspekt, dass ich mich da halt irgendwie um nichts kümmern musste und so enorm viel Auswahl hatte und an alle möglichen, das halt sofort da war, das hat es für mich wirklich zu einem unschlagbaren Erlebnis gemacht, von dem ich wahrscheinlich noch die nächsten Jahre immer und immer wieder erzählen werde, weil wirklich so viel passiert ist. Und dadurch, dass ich auch alleine gefahren bin, habe ich auch so viel Zeit für mich gehabt, was ich halt vorher auch nie so richtig hatte und habe viel über mich gelernt. Aber was wolltest du noch sagen? bommel: Ich wollte gerade nur sagen, dass ich, das ist auch noch so leider eine der eindrücklichsten Erinnerungen von mir an meine Kreuzfahrt damals, dass ich einfach heulend von diesem Schiff runter bin, weil ich einfach wusste, ich muss mich jetzt um alles wieder alleine kümmern. Ich muss selber kochen, ich muss selber putzen, ich muss selber entscheiden, was ich koche, was ich einkaufe. Und diese Überforderung damit war damals, da wusste ich aber auch noch nicht, dass ich autistisch bin, die war für mich so erdrückend irgendwie, das war richtig schlimm. kc: Ja. bommel: Es war einfach unendlich schön, dass einem das da halt einfach abgenommen worden ist. kc: Ja, nee, geweint habe ich nicht. Bin ich froh drum, ehrlich gesagt. Aber so der Wurf zurück in die Realität war dann doch irgendwie so ein bisschen anstrengend. Ein bisschen wild auch, vom einen auf den anderen Tag jetzt irgendwie wieder selbst Gemüse schnippeln zu müssen. Und mich wieder selbst um mein Entertainment zu kümmern. Ich glaube, das Entertainment-Angebot war so wahrscheinlich ein Mit einer der wichtigsten Aspekte, die ich da mitgenommen habe, dass ich das sehr gerne habe und sehr gerne auch brauche. Weil wenn du mich vor Netflix setzt, dann habe ich keine Ahnung, was ich gucken soll und ich habe Angst davor, mir irgendwie was Neues anzugucken, weil ich nicht weiß, zu was das dann führt und zu wie vielen weiteren Stunden ich dann da irgendwie danach sitze, weil ich wissen will, wie es weitergeht oder ob ich irgendwie krass enttäuscht bin oder so. bommel: Ja, für mich ist es auch immer voll das Problem, dass ich dann nicht weiß, also mit was für Gefühlen ich dann konfrontiert werde. Also entweder ich lese halt vorher nach, was passiert so oder ich laufe halt total Gefahr irgendwie so auch emotional total überfordert zu werden. kc: Ja, und das war auf dem Schiff halt tatsächlich für mich irgendwie gar nicht der Fall, weil das Entertainment bestand für mich zum größten Teil aus Gameshows, was ich einfach super finde. Ich liebe Gameshows, auch im Fernsehen immer. Und waren dann so ein, zwei Gameshows am Tag und irgendwie eine Musikshow, irgendwie ein Musikding, wo es halt jedes Mal auch die Möglichkeit gab, zwischendrin einfach zu gehen, wenn es nicht gut ist und bei all den Sachen wusstest du halt, was dich erwartet, also da wird jetzt irgendwie was richtig Schlimmes passieren und bei so Gameshows kannst du halt irgendwie noch mitfiebern, wenn du nicht spielen kannst und dementsprechend Und hat das meinen Autismus sehr, sehr befriedigt, weil es einfach entspannt war in dieser Hinsicht. bommel: Ja. kc: Das ist auch was, das ich sehr über mich gelernt habe, ist, dass ich diese Art von Autismus habe, mit der man irgendwie alles ausprobieren muss an möglichen Optionen, bevor man sich auf safe Optionen festlegen kann. bommel: Ja, das kann ich auch nachvollziehen. kc: Also ich habe wirklich die ersten zwei oder drei Tage wirklich damit verbracht auf diesem Schiff alles auszuprobieren, was existiert. Ich war in jedem einzelnen Restaurant, ich habe jede Speise probiert. Ich war so voll. Ich habe mir jede Location angeguckt, ich habe mir jede Bar angeguckt, ich habe jedes Getränk getrunken. Und dementsprechend war ich dann halt sehr voll mit Eindrücken, aber weil ich das halt alles am Anfang so weggemacht habe, hatte ich dann meine Optionen und die darauffolgenden Tage war es dann viel, viel entspannter für mich und dare I say sogar richtig angenehm dann. Ja, wie ist es bei dir so generell? Wie kriegst du deine safen Optionen? Musst du auch alles ausprobieren oder? bommel: Es kommt ein bisschen drauf an. Also es gibt so ein paar Sachen, wo ich sehr genau weiß, so das finde ich scheiße, das muss ich auch nicht ausprobieren. bommel: Aber ja, generell schon auch. Also ich kann mir vorstellen, dass ich tendenziell vielleicht ein bisschen weniger probiere als andere Leute so. Also ich war jetzt zum Beispiel auch dann insgesamt dreimal in London und die Aktivitäten, die ich dort... Also ich habe sogar. bommel: Zweimal, glaube ich, dasselbe Musical gesehen. Also ja, ich glaube, ich bin tendenziell eher ein bisschen schneller überfordert von neuen Sachen, sodass ich da relativ schnell, wenn ich was gefunden habe, was ich mag, dann im Zweifel auch gar nicht unbedingt weitergucke. Aber ich probiere schon halt auch irgendwie ganz gerne Sachen aus. Und ich weiß auch, dass es damals auf jeden Fall so war, dass auch gerade so dieses Setting, was diese Kreuzfahrt bietet, auch mit diesen ganzen Entertainment-Angeboten und so, dass mir das halt sehr ermöglicht hat, andere und neue Sachen auszuprobieren. Weil das Praktische daran ist ja auch, dass du immer sehr, sehr dicht an deinem Zuhause auf Zeit bist quasi und dich ja auch jederzeit zurückziehen kannst dann im Zweifel auf deine Kabine und dann da auch einfach im Zweifel zehn Minuten nur sein kannst und von da aus dann wieder los, neu entdecken kannst. Und das ist auf jeden Fall was, was mir sehr viel Sicherheit gegeben hat. kc: Ja, ganz genau so war es für mich. Ach ja, es war wirklich einfach eine richtig tolle Zeit in Norwegen. Also die norwegische Fjordlandschaft ist einfach auch so schön gewesen. Morgens aufzuwachen und dann zu sehen, wie dieses Schiff da irgendwie zwischen den Bergen durchtuckert, wo dann immer irgendwie kleine Häuschen stehen. Und wir dann irgendwann ankamen und es da dann vorm Fenster direkt irgendwelche Holzhäuschen gab, die weiß angemalt sind. Und das ist schon richtig schön. bommel: Ja, und was ich auch total genossen habe, ist, dass du so weit gucken kannst und um dich herum halt einfach irgendwie nichts ist. Und ich finde, das spürt man halt auch so richtig. Und dann, also Seeluft, finde ich, ist auch einfach was sehr Spezielles. Und nachts dann wirklich einen Sternenhimmel zu sehen, obwohl dieses Schiff ja selber auch fucking hell ist. Aber das war auch richtig schön. kc: Ja, das wollte ich tatsächlich auch gerne mal ausprobieren und mir mal eine dunkle Stelle suchen, durch die wir durchfuhren. Das war mir aber tatsächlich leider gar nicht vergönnt, weil wir halt immer sehr, sehr stark in Küstennähe waren. Und da hat man dann jeden Abend trotzdem auch die Lichtverschmutzung von der Küste gesehen. Das war ein bisschen schade. bommel: Ja, wirklich schade, ja. kc: Ja, muss ich mal gucken. Vielleicht gibt es da noch andere Möglichkeiten, ob ich dazu nochmal komme. Mit einem Freund bin ich damals mal ins Auto gestiegen und wir sind von Dresden aus, bis relativ nah an die tschechische Grenze gefahren. Wir haben uns da auch auf der Lichtverschmutzungskarte einen Punkt ausgesucht, wo die Lichtverschmutzung gar nicht so hoch war. Und da haben wir auf Sterne geguckt und das war so schön. bommel: Ja, das glaube ich. kc: Und ich möchte dieses Erlebnis wiederhaben, auch wenn man jetzt meinen würde, ich könnte von diesem Erlebnis gar nicht so viel haben. Ich glaube, vielmehr war da tatsächlich halt einfach das, was in meinem Kopf da gleichzeitig passiert ist. Ich bin jetzt hier im dunkelsten Spot weit und breit. Über mir sind nur Sterne. Um mich rum ist nichts, was irgendwie von Menschen angefasst wurde. Und das ist einfach, das entspannt mich, dieser Gedanke. So unglaublich sehr. Und dementsprechend bin ich jetzt auch die Entspannung in Person. Ich habe gemerkt und über mich gelernt dass ich diese Form von Entspannung tatsächlich brauche, ich kannte die nicht und, vielleicht nicht nur Entspannung ist was, das ich gelernt habe, sondern Ruhe im Allgemeinen, was ich mitgenommen habe weil alles in meinem Leben bisher habe ich unter der Prämisse gemacht, dass das schnell fertig sein muss, dass es am besten jetzt passieren muss, also, Also ich habe immer, wenn ich das erzähle, ich habe das meiner Therapeutin beispielsweise auch schon erzählt, meinem Vater im Ohr, wie er damals in mein Zimmer gerufen hat, ich soll doch jetzt mal bitte den Müll rausbringen und das muss jetzt sofort passieren. Und dazu sagen, ja, in fünf Minuten mache ich das, war irgendwie nie okay. kc: Oder in der Schule, als mir immer wieder gesagt wurde, ja, du bist aber langsamer als alle anderen, beeil dich ein bisschen, hat letztendlich halt dazu geführt, dass es so ganz tief in mich eingedrungen ist, dass ich Sachen schnell machen muss. Und völlig egal, ob ich irgendwie dann in meiner Umwelt sehe, dass diese Schnelligkeit irgendwie überhaupt nichts gebracht hat. Bin oder war der Inbegriff von Schnelligkeit. So Lightning McQueen mäßig. Ich bin Geschwindigkeit. kc: Und in diesem Urlaub habe ich zum ersten Mal gelernt, dass das für mich auch anders geht und dass es okay ist, wenn ich Sachen auch mal langsamer mache. Wenn ich gemächlich angehe. Und dieses Erlebnis habe ich dann beispielsweise, oder diese Erkenntnis habe ich dann beispielsweise darauf übertragen, mal das Bad zu putzen, als ich wieder ankam. Das ist typischerweise, also ich habe ein sehr, sehr kleines, innenliegendes Bad. So eine Sache, die ich nach fünf Minuten intensiv, fünfzehn Minuten intensiv putzen durch habe. Und ich habe mir dafür jetzt mal ganz bewusst eine halbe Stunde Zeitlimit gesetzt, um einfach mal oberflächlich zu putzen. kc: Und ich habe die 30 Minuten ausgereizt dafür aber ich war danach halt nicht aus der Puste und ich war danach nicht so wie, ich habe jetzt keinen Bock mehr darauf, sondern ich war halt entspannt und hatte noch Kraft und noch Energie, um mal irgendwie andere Sachen mir anzugucken und irgendwie was anderes noch zu machen, weil ich mir selbst diesen Druck rausgenommen hatte und Und das übe ich jetzt ein bisschen, dass ich mir immer wieder sage oder sagen muss, wenn ich Sachen mache, dass ich das auch zwei Geschwindigkeitsstufen langsamer machen kann und das dann trotzdem okay ist, weil Zeit ist da. Und wenn sie nicht da ist, dann muss ich sie mir nehmen dafür, weil so dieses Entspanntheitsgefühl, das kannte ich vorher gar nicht. Und das habe ich kennengelernt und das möchte ich bitte immer haben. Völlig egal, ob im Urlaub oder nicht. Ja, das war so mein allergrößtes Take-away aus diesem Urlaub, einfach diese Entspanntheit mitzunehmen. bommel: Das ist richtig gut. kc: Natürlich ist es irgendwie richtig, richtig schwierig, das jetzt auch so in den Alltag zu implementieren, wenn man das vorher irgendwie die ganze Zeit anders gemacht hat, wenn man es komplett anders gelernt hat, so richtig doll drauf getrimmt ist. Aber ich gebe mir Mühe. Und ich glaube, ich kann das ganz gut schaffen. bommel: Wenn ich dich da irgendwie supporten kann, dann sag Bescheid. kc: Heute haben wir ja beispielsweise auch irgendwie 30 Minuten später Podcast gemacht, nachdem du gesagt hast, also mit der Aufnahme angefangen, nachdem du gesagt hast, dass du eine halbe Stunde länger brauchst. Sonst wäre das halt für mich was gewesen, wo ich zu dem Zeitpunkt, wo du es geschrieben hast, ungefähr eine halbe Stunde vorher schon längst bereit dafür wäre innerlich und irgendwie alles mir vorbereitet und alles hingestellt habe und so. Aber in diesem Moment, wo du schriebst, dachte ich mir, jetzt hast du noch nicht angefangen, jetzt hast du noch ein bisschen Zeit und selbst danach, wenn wir danach, nach 14 Uhr anfangen, also wir sind heute sowieso so oder so früh dran, wir haben 14.30 Uhr dann angefangen. Es ist okay ich kann das einfach langsam machen weil du machst es beispielsweise auch langsam also zumindest ist das mein Eindruck ich weiß nicht, ob es tatsächlich so ist. bommel: Und es ist auf jeden Fall auch was, was ich lernen musste oder auch immer noch lernen muss, weil es mir halt gar nicht gut tut. Und das ist für mich auf jeden Fall auch so ein kleiner Erfolg, dass ich dir auch nicht so, sonst bin ich auch eher so eine Person irgendwie, eigentlich weiß ich um 13 Uhr schon, dass ich es zu 13.30 Uhr nicht wirklich schaffe. Aber ich versuche es dann halt trotzdem. Und dann schreibe ich so 13:28, so ja, ich brauche noch zehn Minuten oder irgendwas und bin dann so voll in Hektik irgendwie und versuche das alles irgendwie so zu schaffen. Und da hatte ich halt auch gar keinen Bock drauf und auch gar keine Energie für mich da so zu stressen. Deswegen habe ich halt so in dem Moment, wo ich es halt gemerkt habe, habe ich dir sofort geschrieben und dann halt auch nicht gesagt, ja, lass uns mal zehn Minuten später, sondern direkt einfach gesagt, okay, komm, gib mir eine halbe Stunde länger und dann bin ich halt auch ready und bin halt dann auch halbwegs entspannt. Und es war jetzt auch tatsächlich entspannt und ich habe es halt geschafft, vorher zu duschen und zu essen. Meine Nacht war halt einfach irgendwie so richtig scheiße. Und das sind halt manchmal Sachen, die kann man ja auch gar nicht planen irgendwie. Und umso wichtiger finde ich es halt, sich danach diese Zeit zu nehmen. Aber mir fällt es auch überhaupt nicht leicht. kc: Ja. bommel: Und das kommt mir auch überhaupt nicht natürlich und ich versuche das auch immer wieder zu implementieren und mich daran zu erinnern. Und das ist gar nicht so einfach. kc: Ist das für dich was, das du deinen Behinderungen attributierst oder ist das eher was von deiner Persönlichkeit her? bommel: Also es ist auf jeden Fall auch was, was ich extrem gelernt habe. Und bei mir kommt es auf jeden Fall auch sehr davon, dass ich ein unheimliches Bedürfnis nach Ruhe habe. Und was ich halt sehr gelernt habe, ist halt so. Darfst du erst Ruhe haben oder du kannst erst Ruhe bekommen, wenn alles fertig ist. Und deswegen habe ich halt so immer so voll den inneren Druck gehabt, alles fertig zu machen, um mich dann entspannen zu können. Und ich glaube, so dieses krasse Ruhebedürfnis, das ist halt was, also ich weiß jetzt nicht, inwiefern das einfach so Persönlichkeit ist oder zum Beispiel halt auch durch Autismus kommt oder so, aber das ist auf jeden Fall was, was mir so Das ist so was sehr Eigenes von mir. Aber dieses Schnellmachen müssen und so, das ist auf jeden Fall was, was von außen kommt oder kam immer und wo ich mich sehr aktiv und bewusst gegen wehren muss auch irgendwie. Weil letztlich ist es ja so, wenn ich halt jetzt für mich definiere, ich bin für jetzt fertig mit den Sachen, die ich machen wollte, dann kann ich ja Ruhe haben. Und dann kann ich ja auch später vielleicht trotzdem noch was machen oder ich mache es dann halt morgen oder whatever. Aber es ist trotzdem voll der Prozess. kc: Ja, also ich bin gespannt, wie dieser Prozess dann für mich aussieht, weil ich habe das Gefühl, dass ich so, was das angeht, so tatsächlich noch irgendwie ganz am Anfang stehe, was Ruhe lernen eigentlich für mich bedeutet. Ja. Eine weitere Sache, die ich auf dieser Reise so gelernt habe, ist, wie krass unterschiedlich ich eigentlich mein Leben gestalte, so zur normativen Gesellschaft. bommel: Ja, so ein richtiger Kulturschock, wenn man mal so aus der Bubble rauskommt, mit der man sonst irgendwie so seinen Alltag verbringt und dann plötzlich dann so Otto-Normalverbraucher irgendwie. kc: Ja. bommel: Das ist schon spannend, ja. kc: Also das fing halt tatsächlich irgendwie einfach beim Check in Hamburg an, wo ich aufs Schiff aufgestiegen bin, dass sich da Leute richtig doll gestritten haben miteinander oder wirklich gedrängelt haben, um da durchzukommen, um schneller aufs Schiff zu können. Wo man schon in der Schlange war, um eingecheckt zu werden, wo nebenbei oder nebendran halt eine Priority-Lane ist für Menschen mit Behinderung beispielsweise, die ich halt mal nicht genutzt habe oder für Leute, die halt mehr bezahlen und dementsprechend Priority-Passagiere sind. kc: Ich verstand absolut nicht, wie man sich von sowas so die Stimmung vermiesen lassen kann, weil das halt nichts ist, was mich irgendwie stresst. Aber ich habe gelernt, dass ganz, ganz viele Leute halt genau so sind. Und das halt beispielsweise nicht nur so beim Einchecken, sondern auch beim Buffet. So fünf Minuten bevor die Buffet-Restaurants eröffnet haben, geöffnet haben, war da immer eine riesen Schlange davor, und Leute konnten es nicht abwarten, da rein zu rennen und sofort zum Buffet zu gehen und das hat halt irgendwie, zumindest kann es mir so vor irgendwie niemand da ruhig angehen lassen. bommel: Auf jeden Fall auch mein Erlebnis. kc: Vielleicht habe ich auch dadurch gemerkt, was dieses Ruhebedürfnis eigentlich für mich ausmacht, dass ich da halt so einfach mal diese Gelegenheit hatte, mich so direkt zu widersetzen und einfach jedes Mal, wenn ich das gemerkt habe, zu denken, ja gut, stresst euch halt, ich nicht. Heute nicht. Ich habe Urlaub. Und was soll ich sagen? Ich bin nicht verhungert. bommel: Also wer das schafft, wie auf so einem Kreuzfahrtschiff, das ist auch wirklich ein bisschen, das ist schon eine sehr eigene Leistung. So Hunger leiden muss man da wirklich nicht. kc: Ich bin auf dem Schiff gelandet, bin sehr entspannt auf dem Schiff gelandet. Was ich wahrscheinlich, wenn ich das komplett alleine gemacht habe, gar nicht so sehr wäre. Deshalb an dieser Stelle auch nochmal vielen, vielen Dank an deinen Partner, der ja auch die Folgen hört. Der hat mich nämlich hingebracht und hat dann ein bisschen gewartet mit mir, um in den Shuttlebus einzusteigen und um mein Gepäck aufzugeben. Das war so lieb und das hat mir auch so viel Stress da nochmal weggenommen, dass ich mich halt einfach auf mich selbst und auf meine Vorfreude konzentrieren konnte. Und das alles, was so um mich herum passiert ist, einfach mal sein konnte. Was mich sonst halt wahrscheinlich einfach komplett überfordert hätte. Und dementsprechend war es für mich dann, als ich auf dem Schiff war, überhaupt kein Problem, auch sofort irgendwie die Sicherheitseinweisung zu machen. Also man muss da Rettungsweste anlegen und dann einmal zum Sammelpunkt watscheln, um dann bestätigt zu werden, nachdem man so ein Safety-Video geguckt hat. Das hat alles geklappt und als ich damit fertig war, konnte ich sofort sagen, so ich habe jetzt Urlaub, jetzt möchte ich einen Cocktail. kc: And so I got a cocktail. Ich habe mich da in die Bar gesessen und habe ein bisschen so dem Treiben zugeguckt. Und auch da ist mir wieder aufgefallen, die Leute haben sich mit dieser Aufgabe der Sicherheitsprüfung alle so auch wieder richtig doll abgehetzt. Die sind mit ihren Schwimmwesten, mit ihren Rettungswesten da teilweise gerannt, einfach um das schnell wegzuhaben, weil sie scheinbar irgendwie was anderes vorhatten. Ich weiß es nicht. Und da standen dann auch Leute vor den Aufzügen und haben sich beschwert, dass es alles so lange dauert und alles so langsam ist. Aber auf die Idee gekommen, die Rettungswesten auszuziehen, dass vielleicht ein paar mehr Menschen Platz haben in den Aufzügen und so schneller gehen könnte, ist natürlich niemand gekommen. bommel: Also ich dachte, oder vielleicht so die Treppe zu nehmen oder so in Ruhe. kc: Ja gut, vom Deck 6 auf Deck 13 will ich jetzt nicht mit den Treppen, das will ich niemandem zumuten. bommel: Ist es so weit dann? kc: Naja, das sind halt... bommel: Also mein Schiff damals war viel kleiner. kc: Es sind halt viele Stockwerke. Von Deck 6 auf Deck 13 sind sieben Stockwerke. bommel: Aber sind die... Ja, also es kann ja auch sowieso nicht jeder Treppe nehmen so, aber naja gut. kc: Naja, die Aufzüge sind schnell, aber du kannst dir vorstellen, wenn halt alle gleichzeitig in dem ganzen Schiff anfangen, diese Rettungsübung zu machen und alle runter wollen gleichzeitig, dann herrscht da Betrieb bei den Aufzügen. bommel: Ja, ja, okay. kc: Und wenn dann Leute irgendwie mit Kinderwägen da auch noch sind, die müssen auch irgendwie hoch und runter. Das ist alles. Da ist schon viel los. Dementsprechend war ich sehr froh über meine Kabongpagine, eine Balkon-Kabine, die ich auf Deck 5 hatte, also ein Deck unter dem Hauptattraktions-Deck 6. bommel: Willst du das nochmal erklären, dass Kabongpagine einfach für dich so ein kleiner Versprecher war und das war so lustig, dass das einfach so in unseren Wortschatz mit übergegangen ist, weil du irgendwie nicht Balkon-Kabine gesagt hast, sondern Kabongpagine. kc: Irgendwie konnte ich Balkon-Kabine nicht aussprechen und dann kam irgendwas aus mir raus und das war dann sowas wie Kabongpagine. kc: Ja, ja, großer Spaß. Nee, dementsprechend war es für mich da halt auch einfach so entspannt, dass ich da gar nicht warten musste, sondern ja, Ich bin einfach die Treppe hoch und wieder runter. Und meine Kabine war auch relativ nah am Treppenhaus. Dementsprechend musste ich da dann auch gar nicht mehr so weit laufen. Und was ich auch gemerkt hatte, also vielleicht hört das ja jemand, die sich vorstellen kann, auch mal eine AIDA-Reise mit AIDAnova zu machen und sich ähnlich behindert sieht wie mich. Ich war untergebracht in der Kabine 5218 und die war so leicht für mich zu erkennen, wenn ich da vom Treppenhaus gekommen bin. Ich musste halt einfach auf der linken Seite des Schiffs, also Backbord, da so weit gehen, bis der Handlauf an der rechten Seite von dem Kabinengang nach fünf Schritten immer noch da war. Weil das genau der Punkt war, wo dann erstmal da nix war. Und dementsprechend hatte ich auch damit irgendwie keinen Stress, dass ich immer irgendwie gucken musste, was steht da jetzt an dieser Kabine dran, weil so Sachen lesen für mich ist halt auch immer irgendwie sehr, sehr anstrengend. Da hatte ich einfach richtig Glück mit dieser Kabine, weil ich diesen Umweltfakt sehr schnell gemerkt habe und hatte dann nie Probleme gehabt, diese Kabine zu finden. bommel: Ja, spannend. kc: Also ja, da hatte ich richtig Glück gehabt mit der Kabine. Also ich habe die nicht bewusst nach diesem Gesichtspunkt ausgesucht. Ich hatte sehr, sehr spontan gebucht, ich glaube zehn Tage vorher, bevor es losging. Und hatte dann da eine Flexbuchung, sodass ich nicht auswählen konnte, wo ich lande. Und ich bin dann da gelandet und ich würde diese Kabine jedes Mal wieder nehmen. bommel: Hattest du bei der Buchung irgendwie angegeben? Deine Behinderung? kc: Nee, das kann man bei der Buchung an sich auch noch gar nicht angeben. Ich hatte das dann später angegeben. Man muss, bevor man aufs Schiff geht, immer so ein Manifest ausfüllen. Da kann man angeben, dass man eine Behinderung hat. Da hat aber niemand irgendwie danach gefragt oder auch irgendwas entsprechend angeboten nach dieser Angabe. Also keine Ahnung, weiß auch nicht. Was mich bei den Angaben so insgesamt sehr verwundert hat, ist, ich habe ja einen Zweitnamen und man muss Namen da immer so angeben, wie sie auf dem Personalausweis stehen, was natürlich für die eine oder andere Person irgendwie schrecklich ist. Gut, für mich ist es okay. Ich wurde noch nie so häufig von irgendjemandem mit meinem Zweitnamen angesprochen, aber scheinbar ist es so gerade in asiatischen Kulturen relativ normal, dass der mittlere Name der primäre ist. Und wenn du dann da an der Bar sitzt und irgendwie ein bisschen was los ist, dann sagen die halt auch mal die Namen für die Bestellung, weil man muss auch jedes Mal seine Bordkarte da abgeben oder so und das war auch ein Erlebnis. Normalerweise mein Zweitname ist halt typischerweise nicht der Name, der benutzt wird, um mich anzusprechen, weil das ist ja Casey und Casey ist halt mein Erstname. bommel: Mhm. kc: Da musste ich mich erst mal dran gewöhnen, so angesprochen zu werden. Und da kommen wir jetzt schon zum nächsten Erlebnis, von dem ich gerne erzählen möchte, was mich auch irgendwie richtig doll verwirrt hat. So insgesamt war die Restaurantkultur oder die Esskultur. bommel: More like Unkultur, oder? kc: More like Theaterstücke vielleicht. bommel: Okay. kc: Ich mag ja so Buffets tendenziell sehr gerne, aber ich mag es auch, wenn irgendwie Sachen ein bisschen fancier sind, ein bisschen aufwendiger, ein bisschen ruhiger gestaltet auch und dementsprechend habe ich Aufpreis-Restaurants gebucht. Es gibt mehrere Restaurants auf der AIDAnova, wo man dann hingehen konnte. Also es gibt ein Steakhouse, es gibt wirklich ein Fine Dining Restaurant, es gibt ein veganes Restaurant, da war ich am ersten Tag. Und es gibt eine Dinner-Theatershow. Und ich habe alle gesehen, außer das Steakhouse. Und nur eins davon war so wirklich, wirklich überzeugend und das war die Dinnershow. Zum veganen Restaurant, da war ich direkt am ersten Abend und ich hatte das ursprünglich gebucht für ein bisschen später und wollte diese Buchung dann aber irgendwann verschieben, weil ich mir gedacht habe, ja, ich will jetzt nicht mit diesem Restaurant warten, bis irgendwie die Hälfte der Reise vorbei ist. Und dann habe ich die wieder storniert in dem Gedanken, ich kann das gleich nochmal buchen, weil als ich das das erste Mal gebucht habe, da war noch so viel Platz und es waren noch quasi alle Termine irgendwie verfügbar. Ja Pustekuchen, war nicht so. bommel: Ja. kc: Da konnte ich nicht mehr buchen, bis ich dann einen Anruf bekommen habe vom Kundendienst irgendwie zwei Tage bevor es losging oder so, wo der nette Herr sagte, ja, an dem Tag, wo sie ihre Buchung hatten, mind you, ich hatte die da schon storniert, da hat das Restaurant geschlossen, wir haben Umbauarbeiten. bommel: So praktisch. kc: So praktisch. Da konnte ich das dementsprechend halt nochmal umbuchen und nochmal auf einen anderen Zeitpunkt legen. Und das habe ich dann gemacht und das war eben direkt der erste Abend, kurz nach dem Auslaufen aus Hamburg. Und das war so meine erste, in Anführungszeichen, Fine Dining Experience meines Lebens. Also wo man sich halt wirklich schick für macht, um Essen zu gehen, wo das Essen irgendwie besonders kreativ ist. Und das Essen war auch sehr lecker, keine Frage. Aber irgendwie hat mich das alles nicht so richtig vom Hocker gehauen. Und das ist auch was, was sich durch die weiteren Erzählungen noch durchziehen wird. Irgendwie gab es sehr, sehr viel rote Beete. Wo ich so ein bisschen das Gefühl hatte, auf AIDA Schiffen bedeutet eine vegane Mahlzeit, es enthält rote Beete. kc: Aber was halt auch noch anders besonders war, war irgendwie die Art von Service, die man da bekommt. So wirklich in der Form von, ja, der Kellner kommt und stellt sich erst mal namentlich vor. Es wird jede Bestellung irgendwie nochmal wiederholt zur Bestätigung. Es wird bei jedem Gericht wirklich einzeln erklärt, was genau die Bestandteile sind und was irgendwie der kreative Gedanke dahinter ist. bommel: Wow. kc: Du wirst komplett umsorgt, auch mit mehreren Leuten teilweise. Im tatsächlichen Fine Dining Gourmet Restaurant waren es bei mir bis zu sechs, die dann da immer wieder angekommen sind. Die Teller wurden nicht mit den Händen angefasst, sondern immer mit einem Tuch. Die Teller waren heiß. Also... Wirklich solche Sachen, die du von so einer Premium-Experience erwartest. Aber ich hatte für mich dann schon am ersten Tag beim veganen Restaurant gemerkt, dass dieser Service-Gedanke und dieses Außenrum für diese Speisen irgendwie nicht so richtig angebracht ist. Und das halt einfach, es hat sich halt tatsächlich einfach angefühlt wie ein Theaterstück und dass das ein Service ist, den Leute für sich gerne buchen wollen, um sich einmal irgendwie als was Besonderes zu fühlen oder richtig doll umsorgt. bommel: Ich bin für sowas wirklich gar nicht gemacht. kc: Ich auch nicht und das habe ich dann gemerkt. bommel: Oh, nee. Ich habe das gemerkt, ich hatte mal in der Phase an sehr vielen Gewinnspielen teilgenommen und habe auch sehr viel gewonnen. Und da habe ich mal so einen VIP-Trip nach Berlin gewonnen zu so einer VIP-Party mit so Promis und so. Da habe ich mir auch mein erstes Tattoo kostenlos stechen lassen. Das ist vielleicht eine Story für eine andere Folge. Auf jeden Fall haben wir damals dann im Waldorf Astoria diesem Fünf-Sterne-Hotel in so einer Suite übernachtet und dann halt am nächsten Morgen auch mit Frühstück und so und dieses Frühstück, Boah, nee. Erst dachte ich halt auch so, hinter mir stand dann halt immer so ein Typ irgendwie. Und das war richtig weird. Und dann fummelte der da halt an dem Stuhl rum, auf den ich mich gerade setzen wollte. Dann bin ich halt zu einem anderen Stuhl gegangen, weil ich halt so dachte, naja, wenn er da rumfummelt, dann setze ich mich woanders hin. Und dann ist er mir so hinterher gerannt. Und mein damaliger Freund hat mich so ausgelacht und meinte halt so, ja, der will dir den Stuhl zurechtrücken. Und ich war schon so like, warum? So ganz komisch. Und dann war das auch noch so, dann ist mir am Frühstücksbuffet, ist mir im Frühstücksraum dann so eine kleine Marmelade runtergefallen und kaputt gegangen. bommel: Und dann bin ich erst mal dahin und habe die gefragt, ob die irgendwie ein bisschen Küchenrolle haben oder so. Die haben mich richtig entgeistert angeguckt. Und dann war ich so wie like, ja, da ist mir halt was runtergefallen, tut mir voll leid. Und dann kam sofort jemand angerannt und hat das gemacht und so. Und dann habe ich halt so mitgeholfen, so ein bisschen Scherben aufsammeln und das so zusammenwischen und so. bommel: Und dieser junge Mann, der das aufgeräumt hat, der war so gestresst und war so, sie müssen hier nichts tun und so. Und war so, ich glaube, der hatte, ich habe das gar nicht gerafft, und ich glaube, der hatte so ein bisschen Angst um seinen Job im Sinne von, ja, was lässt du hier die Gäste mithelfen und so. Und also das war wirklich so ein, also das war ein Erlebnis, wo ich auch so dachte, nee, das ist ja, nee, da bin ich gar nicht für gemacht. Ich raff's ja gar nicht, was da irgendwie Phase ist. kc: Ja, nee, also genau das, genau das habe ich dann auch gemerkt. So, Also ich finde so ein Service tendenziell sehr schön, wenn der angeboten ist, wenn Leute das halt mögen, wenn Leute das für ihre Entspannung brauchen, dass sie sich um sowas nicht kümmern müssen. Aber so in Kombination dessen und auch mit wie viel ich letztendlich dafür bezahlt habe, also der Besucher im veganen Restaurant, der hat mich nicht mal 30 Euro gekostet. Also das ist natürlich trotzdem viel Geld, aber für die 30 Euro hätte ich nicht das ganze Theater, das ganze Schauspiel darum erwartet, auch irgendwie, wie du schon sagtest, mit ja Stuhl zurechtrücken und solche Sachen. Und dass mir dann auch irgendwie immer gleich die Weinkarte präsentiert wurde und will man noch dieses, will man noch jenes, darf es noch ein bisschen Brot sein. bommel: Mehr Brot immer, ja. kc: Das habe ich ja auch schon gesagt, dass das Essen halt eher so war wie, ja, zu Hause könnte ich es wahrscheinlich besser, wenn ich mir ein bisschen Zeit dafür nehme. Und das war in diesem veganen Restaurant natürlich nicht anders. Also was heißt natürlich, aber es war nicht anders. Und das hatte ich halt auch nicht erwartet. Also ich dachte da schon, ich gehe da hin und bekomme irgendwie was richtig krass Gutes, was irgendwie richtig professionell auch entwickelt und abgestimmt und abgeschmeckt wurde. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ist, dass die Menükarte dieses Restaurants und auch des anderen Restaurants, wozu wir dann noch kommen, von einem Omnikoch entwickelt wurde. Also einem Koch, der eigentlich Fleischgerichte zubereitet und der halt selbst nicht vegan lebt. Und ich glaube, da ist dieser Blick darauf, wie man solche Gerichte gestaltet, halt nochmal ein ganz anderer. Also dementsprechend so zu den Gerichten kann ich nur sagen... Und das kriegt man zu Hause besser hin, wenn man sich die Karten mal anguckt. Die gibt es ja alle irgendwie im Internet, was es da zu essen gibt. Und wenn man dann einfach, also wenn man schon mal in der Küche gestanden hat und da Dinge zusammenwirft, kriegt man das besser hin. bommel: Ja, aber letztlich, also ich glaube so für mich ist das halt auch was, wo ich mir so denke, ja, eigentlich erwarte ich halt auch nicht so richtig viel mehr. Aber es ist halt super weird, wenn dann so ein Bohai da drum gemacht wird irgendwie und das so ein riesen Tamtam ist und dann am Ende das den eigenen Erwartungen halt auch nicht so gerecht wird. kc: Und ja, kommen wir zum nächsten Restaurant. Das war dann tatsächlich das Rossini Fine Dining Gourmet Restaurant. Da habe ich gebucht ein Sechsgang-Menü für 60 Euro. bommel: Das ist so wild. kc: Und die haben auch eine vegane Menüoption auf der Karte. Und dementsprechend habe ich auch diese bestellt und habe auch in der Buchung dann direkt angegeben, Ich möchte bitte keinen Alkohol konsumieren. So, weil ich habe eine ziemlich starke Alkoholunverträglichkeit. Ich mag den Geschmack auch an sich eigentlich einfach gar nicht. Und ich will nicht, dass es mir danach Kacke geht. Deswegen würde ich es bevorzugen, wenn mein Essen und meine Tischgetränke und was sonst immer einfach bitte alkoholfrei sind. Und verglichen zum veganen Restaurant, wo ich halt am ersten Tag der Reise war, war ich da am zweiten, war das wirklich ein absoluter Reinfall. kc: Ich hatte wahrscheinlich den schönsten Platz, den dieses Restaurant überhaupt zu bieten hatte. So direkt am Fenster, mit direktem Blick aufs Meer, wo dann wirklich auch tatsächlich irgendwie nichts anderes zu sehen war. Es war richtig schön beleuchtet und da waren dann auch irgendwie die sechs Kellner*innen, von denen ich erzählt habe. Unter anderem auch die Restaurantmanagerin selbst, die mich teilweise bedient hat. Und die haben aber irgendwie diese Anforderung von Alkohol nicht im Essen und gleichzeitig das vegane Menü irgendwie so gar nicht hinbekommen. Und dementsprechend wurde aus meinem Sechsgang-Menü ein Dreigang-Menü. Ich habe dafür auch bis heute irgendwie noch nicht das Geld wiederbekommen, muss ich mich auch immer noch drum kümmern. bommel: Oh, wie nervig. kc: Mir wurde als erster Gang ein Gruß aus der Küche serviert, nachdem ich bereits mein Menü bestellt hatte. Das war ein Stück Fleisch. bommel: Das ist so fucking wild. kc: Und nach dem Gruß aus der Küche habe ich dann Brot erhalten. bommel: Was heißt, es war ein Stück Fleisch? War es einfach so ein Stück Fleisch? kc: Ja, es war ein relativ dickes Stück Fleisch mit Kräutern drauf. bommel: Okay. kc: Also wirklich eine Mini-Portion, wie man es halt so vom Gourmet-Essen erwartet wahrscheinlich. Habe ich nicht gegessen und danach ist es ja auch da so typisch, das gab es dann auch im veganen Restaurant, dass es irgendwie Brot gibt und dazu irgendwelche Dips und so. Also das Brot war eingefärbt, es war halt ganz normales Graubrot und es war grau eingefärbt. bommel: Das ist komisch. kc: Und dazu habe ich dann so verschiedene butterartige Dips bekommen. Eins war was mit rote Beete. Das andere war irgendeine Weincreme, wo ich auch gedacht habe, wieso sage ich denn, ich möchte bitte kein Alkohol in meinem Essen, wenn das nicht passiert. Das habe ich dann dem entsprechenden Kellner, der das gebracht hat, ich habe den dann überhaupt nicht mehr gesehen danach. Es waren dann immer irgendwelche anderen da. Dem habe ich das gesagt und der hatte aber dann eine andere Lösung gefunden. Und dann hätte ich irgendwie so eine Trüffelcreme bekommen stattdessen. bommel: Halt auch viel geiler. kc: Ja. Das war auch sehr, sehr lecker letztendlich. Aber halt auch nichts Außergewöhnliches, Besonderes. Bis es dann an die Vorspeise ging. Da hatte ich eine Kartoffelsuppe, die rot eingefärbt war mit rote Beete. Und das war irgendwie so ein Schaum drauf. Und am Rand des Tellers lag ein weiteres Stück rote Beete mit so irgendeinem schlapprigen Zuckerüberzug. bommel: Ihhh. Boah, das klingt wie die pure Konsistenzhölle. kc: Für dich wahrscheinlich schon. Ich glaube, für mich war das ganz okay. bommel: Okay. kc: Aber auch das hat mich jetzt geschmacklich nicht so doll abgeholt, dass ich gesagt hätte, ja, das ist den Preis wert und das brauche ich jetzt unbedingt nochmal. Und da hat sich irgendjemand so sehr Gedanken gemacht, wie dieses Gericht zu was Besonderem werden könnte, weil es war einfach nur Kartoffelsuppe. Sie war rot. Okay. bommel: Wie so beim Kindergeburtstag früher, wenn man dachte so, ja, wir machen normales Essen, aber lustig, deswegen färben wir es ein. kc: Ja. Das Graubrot war grau, die Kartoffelsuppe war rot. bommel: Cool. kc: Ja. Dann gab es einen weiteren Gruß aus der Küche zwischen dem Hauptgang und, also zwischen der Vorspeise und dem Hauptgang. das war ein Stück Zitronensorbet, einem kleinen Kräuterblatt drauf, ich weiß nicht, was es war, und einer Scheibe Dosenmandarine. bommel: Das ist fucking wild. kc: Und dieses Sobe war halt auch nicht wirklich so eine Kugel, sondern halt wirklich nur so ein Klecks. bommel: Also ja, für, also zählen die, ich kenne mich ja nicht aus, zählen die Grüße aus der Küche als eigener Gang? kc: Nee. bommel: Okay. kc: Nee, die sind keine Gänge, die sind halt quasi nur sowas, dass du halt tatsächlich einfach in einem Bissen essen kannst. bommel: Aber warum? Also warum gibt es das überhaupt? kc: Also ja, der Gedanke dahinter ist, dass du, zumindest denke ich mir das, dass du Leute im Fine Dining halt damit einstimmen möchtest auf gute Qualität und damit halt zeigen möchtest, was du kannst. Und gerade bei so einem Stück Fleisch kann ich mir das gut vorstellen, dass das halt tendenziell was ist, das halt irgendwo abfällt, wenn du so eine Küche kochst, Wo du halt demonstrieren kannst, wie perfekt du wirklich dieses Stück braten kannst. Wo du demonstrieren kannst, wie perfekt du wirklich das anrichten kannst. bommel: Okay, naja, Zitronensorbet. Juhu. kc: Ja, es hat auch nicht selbst gemacht geschmeckt, sondern halt wie das, das ich auch hier im Supermarkt kaufen kann. Oh Wunder. bommel: Ich bin auch ehrlich, als vegan ernährende Person muss ich auch wirklich sagen, Zitronensorbet macht mich mittlerweile einfach nur noch wütend, weil egal wo du hinkommst und ein Eis essen willst und dann fragst du, was habt ihr an veganen Sorten, dann sind die so wie, ja, wir haben Zitronensorbet, wir haben ein Erdbeersorbet und dann haben die noch so, immer so, keine Ahnung, so Schwarzbrot Rotwein mit Basilikum Eis oder irgendwas, wo ich mir auch so denke, so, okay, habt ihr irgendwas, was kein einfach nur kein scheiß Sorbet ist, sondern halt so ein Eis? Gibt doch einfach irgendwie so, das ist wirklich was, das fehlt mir, tief in meinem Herzen drin fehlt mir das und bitte, wenn jetzt einer sagt, das kannst du ganz einfach selber machen, nein, kann ich nicht. Es fehlt mir tief in meinem Herzen drin, Pfefferminzeis mit Schokostückchen. Ich will veganes Pfefferminzeis mit Schokostückchen. Das beste Eis der Welt. Ich würde mich auch schon zufrieden geben mit Stracciatella. kc: Es geht so viel um Essen in diesem Podcast. bommel: Ist okay. kc: Ja gut, aber ich sagte ja schon, Essen war ein sehr, sehr großer Teil dieses Urlaubs. Was es zum Hauptgang gab, habe ich tatsächlich wieder vergessen. So unspektakulär war das. Deswegen bin ich gerade auf der Suche nach dem Foto, das ich davon gemacht habe. bommel: Warte, ist es nicht dieses Sellerie-Zeugs mit diesen Ravioli-Dingern und den Rote-Beete-Crackern da oben drauf? kc: Das waren so Rote-Beete-Cracker in einer Sellerie-Creme mit Rote-Beete-Ravioli, mit ein bisschen Grünzeug. bommel: Sellerie ist auch wirklich nichts, was man in irgendwas wie einer Creme verarbeiten sollte. Sellerie ist okay, wenn das mit in so einem Eintopf rumschwimmt und man das nicht merkt. Dafür ist Sellerie da. Aber Sellerie ist doch jetzt, also vor allem, wenn es so Knollensellerie ist, so nicht Stangensellerie, ist doch wirklich nicht da, um der Star irgendeines Gerichts zu sein. kc: Ich widerspreche. Nee, Sellerie an sich mag ich richtig. Ja gut, das war es mit der heutigen Folge. Nee, Sellerie an sich mag ich richtig toll gerne und ich glaube, diese Sellerie-Creme. bommel: Wie? kc: Was heißt wie? bommel: Das ist, als würde, ich weiß nicht, in meinen Ohren klingt das so, als würdest du sagen, nee, Maggi mag ich richtig toll gerne. Für mich ist Sellerie so Gewürz irgendwie. kc: Nee, ich mag den Geschmack tatsächlich und ich fand auch das, wie das in dieser Creme verarbeitet wurde, tatsächlich einfach das Beste an dem ganzen Gericht und an allem, was mir serviert wurde, weil das halt tatsächlich kreativ ist. bommel: Das freut mich für dich. kc: Das ist nicht was, was man irgendwie zu Hause machen kann. Alles andere kannst du zu Hause machen und zwar relativ einfach, aber das halt wahrscheinlich nicht. bommel: Ja, aber okay, mein Gehirn kommt schon wieder mit super ekligen Beispielen, weil ich glaube, dieses kann ich nicht zu Hause machen ist für mich, glaube ich, kein gutes Argument. kc: Ja, für mich schon. bommel: Okay. kc: Für mich ist immer ein kann ich nicht zu Hause machen oder kann ich nicht selber machen, das beste Argument irgendwo für Geld zu bezahlen. bommel: Okay. kc: Ja, ich glaube, danach haben sie aufgegeben, mir Grüße aus der Küche zu senden, weil ich irgendwie scheinbar nicht zufrieden aussah und dann habe ich halt direkt das Dessert bekommen. Das war ein Mini-Klecks-Mandel-Eis. In irgendeinem Glibber-Schokoladenring. bommel: An das Foto kann ich mich erinnern. Das sah wirklich einfach so glibberig aus. Was ist das? Warum heißt Gourmet immer super klein und fragwürdige Konsistenz? kc: Der Teller war auch absolut riesig im Vergleich zu dem Dessert. bommel: Dazu gab es dann Salzkaramell. Das ist okay. kc: Und darauf drapiert haben sie dann halt so ein paar Johannisbeeren noch. Dass es auch irgendwie schön aussieht. Aber auch da so Besonderheit daran habe ich ein bisschen vermisst. Gut, jetzt haben wir ganz viel über das Essen geredet. Der Service dazu war halt in der Intensität für mich einfach too much. Und es war viel zu viel so verglichen mit dafür, was ich bezahlt habe und was ich erwartet habe. Dass sie es nicht hinbekommen haben, irgendwie Gerichte ohne Alkohol zur Verfügung zu stellen oder zu kochen, was auch irgendwie seltsam ist. Dass mir Sachen serviert wurden, die einfach nicht meiner Bestellung und meiner angegebenen Ernährungspräferenz übereinstimmen finde ich, ist dafür dass das halt so ein Theaterstück war letztendlich, wo halt wirklich jeder Service irgendwie sehr routiniert sehr eingespielt gewirkt hatte mit dem Essen was halt eher so Standard und unspektakulär war, Das sind einfach Dinge, die in meinem Kopf nicht so richtig zusammenfinden wollen und die mich einfach komplett verwirren. bommel: Ja, es ist halt gerade bei sowas wie Alkohol oder auch alles, was so Richtung Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch Allergien geht oder so, auch einfach so scheiße, wenn du das schon angibst und Leute da einfach nicht drauf achten, als ob man das irgendwie zum Spaß da reinschreibt, oder um die Leute zu ärgern oder irgendwas. Das ist so bescheuert. kc: Ja, und ich meine jetzt, Leute, die keinen Alkohol vertragen, da gibt es ja auch gar nicht so wenige. bommel: Voll. kc: Ja, also, ja, dementsprechend war es sehr seltsam. Wo ich aber nochmal ein großes Lob und ein großes Shoutout geben musste, ist es für die Dinnershow im Time Machine Restaurant. Da habe ich mir auch vorher schon das Menü angeguckt. Die hatten kein veganes Menü, aber ein vegetarisches. Und an einem Abend war ich dann da so im Buffet und gehe dann da so raus und ich sehe, dass da gerade irgendwie die Show angefangen hat und vorher war da so eine Schauspielerin draußen, die irgendwie so die wartenden Leute ein bisschen bespaßt hat und das fand ich richtig cool, habe da ein bisschen zugeguckt, und dann habe ich die mal gefragt, wie es in dem Restaurant eigentlich so mit vegan ist und sie war dann so wie, ja überhaupt kein Problem, wir sind da geübt, das Dessert machen wir immer speziell für vegan und die anderen Gänge im vegetarischen Menü sind vegan. Sie schreiben das nur nicht drauf, damit Leute das auch mal wählen. bommel: Das ist so bekloppt. Ich hasse das so sehr. kc: Und dann habe ich das tatsächlich gebucht und das hat 25 Euro gekostet. Und da habe ich auch wieder dieselbe Sellerie-Creme serviert bekommen, die ich im Fine Dining hatte zu Beginn der Reise. Aber das Essen dort war das mit Abstand einfach kreativste und spannendste und zusätzlich mit dieser Dinnershow, das hat wirklich große Freude gemacht, da zu sein. bommel: Nice. Das ist richtig cool. kc: Ja, und halt einfach irgendwie dem tatsächlichen Theaterstück, das halt für alle Leute gleichermaßen dargeboten wurde und das halt kein Servicetheater war in dem Sinne. Das fand ich sehr angenehm. Auch dadurch, dass es sich so angefühlt hat, als würde nicht die ganze Zeit die Aufmerksamkeit auf mir liegen, weil sie lag auf den Schauspielenden. Ja, das war toll. Und auch Buffet fand ich immer recht spannend. Ich habe einmal im Burger-Restaurant gegessen, da gab es einen veganen Burger, der war unspektakulär at best. Also, wenn man an Land bei Hans im Glück oder bei Peter Pane oder bei den großen Ketten essen geht, die haben schon ein besseres Angebot, als was es auf dem Schiff gab. bommel: Okay. kc: Ja, war okay. Ich bin nicht verhungert. Ich habe immer irgendwie was gefunden, das auch geschmeckt hat. Aber es war nirgendwo was dabei, was wirklich herausgestochen ist. bommel: Ja, es ist halt zu großen Teilen einfach vor allem so dieser Aspekt, dass man sich nicht drum kümmern muss. kc: Ja. Und ich glaube, für zukünftige Urlaube muss ich da ein bisschen mehr Planung reininvestieren, dann auch tatsächlich irgendwie wirklich gutes, kreatives Essen zu bekommen, weil ich gemerkt habe, dass mir das sehr wichtig ist. Weil ich habe ja schon gesagt, dieses Argument kann ich nicht zu Hause machen, das ist für mich das größte Argument, um irgendwo für außerhalb Geld zu bezahlen. Und ich probiere halt wirklich richtig gerne Sachen und ich lasse mich auch gerne auf neue Dinge ein. Und da bin ich auch bereit, sehr viel Geld für zu bezahlen, aber dann sollte es halt so in der Ganzheitlichkeit alles wie passen. Wenn das jetzt so ein Erlebnis wäre, für das ich 200 Euro bezahle, dann würde ich so einen Service erwarten, wie ich es jetzt hier abgelehnt habe, aber deutlich, deutlich besseres Essen. Halt immer einfach so, dass es passt. Ich weiß noch nicht, was genau für mich bedeutet, dass das passt, aber ich denke, ich werde es dann einfach weiter merken. Ja, Weitere Dinge aus dem Urlaub. Vielleicht erzähle ich überhaupt mal, was ich in Norwegen gemacht habe. bommel: Ja. kc: Wir haben gehalten in der Stadt Bergen, die ist vor allem bekannt für ihren Stadtteil Bryggen. Da sieht man auch immer wieder so bunte Holzhäuserketten, die ja sehr mit Norwegen in Verbindung gebracht werden. Da bin ich durchgelaufen. Das war richtig schön. Und ich war auf dem Berg Fløyen. Da gibt es so eine Standseilbahn. Hier in Dresden gibt es auch eine Standseilbahn, mit der bin ich auch immer richtig gerne gefahren, mit der man da hochfahren konnte. Und da gab es auch eine richtig schöne Aussicht und richtig schöne Wege da direkt am Wald, wo man ein bisschen durchlaufen konnte. und einen kleinen See. bommel: Den ich gesehen habe. Da war ich auch schon mal, da ging meine Kreuzfahrt damals ja auch hin. kc: Das war so schön da. Aber wirklich das Highlight für mich der gesamten Reise, das habe ich auch schon gesagt, war der schönste Moment meines Lebens. Das Schönste, was ich jemals gemacht habe, war eine Bootstour von der Stadt Stavanger aus über den Lysefjord. bommel: Das ist so schön. kc: Das ist ein sehr, sehr bekannter Fjord. Und an diesem Fjord liegt der Preikestolen. Ja, das ist ein sehr. bommel: Sehr bekannter Berg. Boah da weiß ich noch, das habe ich dir empfohlen. kc: Ja. bommel: Als du dich informiert hast, was man so machen kann, habe ich dir das ans Herz gelegt. Und es ist richtig schön, dass das so ein schönes Erlebnis für dich war. kc: Ja, da sind wir wirklich drei, dreieinhalb Stunden über diesen Fjord geschiffert mit einem kleinen Schiff. Und diese Landschaft einfach, es war relativ nebelig und kalt und windig an dem Tag, aber es war so beeindruckend und das hat mich wieder so richtig auch an dieses Sterne-Guck-Erlebnis zurückerinnert. Die Welt um mich herum ist einfach unangetastet und existiert da einfach. Und das war wirklich so schön. An den Wasserfällen dazu halten, ich habe noch nie in meinem Leben echte Wasserfälle gesehen. Das war schon episch. Mir fehlen da die Worte, für was ich da eigentlich alles gesehen habe. bommel: Ja, das ist ja auch immer so ein bisschen das. Da wird es dann halt auch einfach zum Erlebnis. Weil ansonsten kannst du dir halt auch einfach ein Video angucken, dann siehst du es halt auch. Aber das zu erleben und da wirklich zu sein, ich glaube, ich brauche das für so zum Beispiel irgendwie, Es gibt ja Leute, die gucken sich halt voll gerne so Sehenswürdigkeiten an oder so, im Sinne von Gebäude oder irgendwas. Das juckt mich halt nicht so. Aber so Naturdinge zu erleben tatsächlich, das ist schon richtig geil. kc: Ja, also ich glaube für mich ist es halt tatsächlich sehr ähnlich. Ich mag die Geschichte von Gebäuden und wenn da irgendwie so besondere Details dahinter stecken, das finde ich super spannend, aber dafür muss ich nicht davorstehen, um das zu erleben oder um das erzählt zu bekommen, das kann ich auch so machen. Das geht bei der Natur halt nicht. Wörter können nicht beschreiben, wie krass das eigentlich ist. Mit den wirklich hunderten Meter hohen Felswänden, mit den lauten Wasserfällen, mit den teilweise Wellen auf dem Fjord. Gut, jetzt nicht besonders hohe, aber als das Boot irgendwie beschleunigt hat und dann so ein bisschen gehüpft ist, das war schon so toll. Und ich saß zuerst relativ lange drin, wahrscheinlich so 20 Minuten, bis ich dann rausgegangen bin. Und dann wollte ich eigentlich auch überhaupt nicht mehr rein. Irgendwann musste ich mal rein, weil es dann doch ein bisschen kalt geworden ist. Ich musste mich ein bisschen aufwärmen. Ja, da habe ich Dinge erlebt. Let me tell you. kc: An meinem Platz, auf dem ich ursprünglich saß, da saß ich direkt am Fenster, habe ich einer Familie zur Verfügung gestellt, die mit kleinen Kindern da unterwegs war, die da keinen Platz alle zusammen hatten. Und ich hatte das halt gemacht, in dem Gedanken, gut, ich finde einen anderen Platz. Und fand ich dann auch but little did I know dass dieser Platz von so einem richtigen Dieter reserviert war also reserviert in. bommel: Anführungszeichen aber jemand konnte ja gar keine Plätze reservieren oder und ihr hattet auch keine zugewiesenen Plätze oder so sondern das war halt so eigentlich doch wie wenn man in eine U-Bahn steigt und sich dann da halt einen Platz sucht oder? kc: Ja, genau, also man kann sich das so vorstellen, es waren so wirklich zwei Plätze gegenüber voneinander mit so einem Tisch in der Mitte. Und auf dem einen Platz liegt ausgebreitet eine Kameratasche, also wirklich sowas, was irgendwelche Profis benutzen, wo du Platz für vier, fünf Objektive hast und er hat auch wirklich vier, fünf riesengroße Objektive dabei, und ist dann da immer wieder hingekommen, um irgendwie sein Gear zu wechseln. bommel: Mhm. kc: Und dann folgte eins der wahrscheinlich lustigsten Gespräche so im Nachhinein, die ich in meinem Leben überhaupt hatte. Und ich habe das sofort in unsere Gruppe getickert, weil ich mir schon dachte, das ist was, das für die Nachwelt festgehalten werden muss. Und ich würde das gerne mit dir roleplayen, wenn du möchtest. bommel: Wenn ich möchte. Ich muss hier zwei Dieter sein, habe ich gehört. Und ich bin auch gespannt, weil ich habe das nicht so genau gelesen. Ich habe es halt überflogen, weil ich da auch irgendwie selber ziemlich busy war, als du das geschrieben hast. Und ja, deswegen, ich weiß halt, wie du es erzählt hast, aber ich weiß nicht, wie du es jetzt aufgeschrieben hast. Ich bin sehr gespannt. kc: Ja, also ich habe genau das, was ich erzählt habe, hier reinkopiert. bommel: Ja, okay. kc: Bist du bereit? Ich glaube, ich bin bereit. Ja, also jedenfalls der Kontext ist, irgendwann kam mir dann an und wollte sich da hinsetzen, wo ich halt saß. bommel: Okay. Ich warte, ich muss meinen Dieter channeln. Okay. Sitzen Sie schon immer hier? kc: Nee, ich habe meinen Platz für die Familie geräumt, aber ich will gleich wieder raus. bommel: Ob das bald ist? Ich will mich gerne setzen. kc: Ich zeige auf seine Kameratasche und frage, ja, dorthin? bommel: Nee, da wo Sie sitzen, ist mein Platz gegenüber, ist meine Ablage. kc: Na, dann räumen Sie doch Ihre Ablage frei. bommel: Nein, jetzt verziehen Sie sich von meinem Platz. kc: Ja, demnächst. bommel: Jetzt muss ich knurren. kc: Sagt die Regieanweisung Und ich zeige nochmal auf den Platz mit seiner Tasche Ich bin Profi Ich auch. bommel: Kein Respekt mehr vor den Älteren, wa? kc: Es ist doch genug Platz hier für uns beide. bommel: Nein. kc: Doch. bommel: Nein. kc: Was wird das hier? bommel: Ich will mich da setzen. kc: Und das war der Moment, wo ich nachgegeben habe. bommel: What the fuck, ey? kc: Oh, Mann. Aber es geht noch weiter. Weil er irgendwann, so 20 Minuten später oder so, seine Tasche weggeräumt hat und ich mich dahin gesetzt habe. Er ist nicht da. bommel: Ja, aber jetzt komme ich wieder hier. Warte. Ich habe Ihnen doch gesagt, das ist meine Ablage. kc: Ja, und die war frei, also habe ich mich hier gesetzt. bommel: Machen Sie jetzt bitte wieder frei. kc: Nee, diesmal nicht. bommel: Ich habe hier aber reserviert. kc: Ach ja, wo steht das? bommel: Ich habe es Ihnen gesagt. kc: Und hier war frei. Was jetzt? bommel: Meine Kamera geht kaputt. kc: Sie könnten ja einen Kamerarucksack auch auf Ihren Schoß nehmen. bommel: Dann komme ich da aber nicht mehr dran. kc: Ja, dann stehen Sie eben auf, während Sie darin was suchen. bommel: Nein. kc: Doch. bommel: Nein. kc: Ich werde diesmal nicht aufstehen. bommel: Okay, jetzt bin ich ein anderer, Dieter. Junge Dame, jetzt machen Sie endlich den Platz von dem Herrn frei. kc: Er kann sich doch gegenüber hinsetzen. Was ist denn das Problem hier? bommel: Ja, aber er hat doch gesagt, er hat hier reserviert. kc: Ja, dann soll er sich wie jeder andere auch auf einen Sitz beschränken. bommel: Fotze. kc: Enter Text... bommel: Warum sind Leute denn so? Das ist so. Und dann hast du ihn noch provoziert. kc: Ja, dann, ich weiß auch nicht, was passiert ist, aber jedenfalls waren wir dann, also das war halt schon wieder auf dem Rückweg von den wichtigen Dingen, die man hätte fotografieren können. Und wir sind dann gerade wieder in die Stadt Stavanger reingefahren. Und als ich aufstehe, fragte ich, ja, wollen Sie nicht noch die Stadt fotografieren? bommel: Nein, Sie haben mir meine ganzen Aufnahmengelegenheiten versaut. 115 Euro für nichts und wieder nichts. Na hören Sie mal, Sie haben die ganze Zeit fotografiert. Ja, aber wegen... Wieso habe ich jetzt alle Rollen? Naja gut, ja. Aber wegen der Diskussion mit der Frau konnte ich nicht fotografieren. Ach so. Ja. Ich muss immer so schlimme Wörter sagen. Ja, nur weil die Schlampe hier meint meinen Platz belegen zu müssen. Ich hoffe, sie fallen beim Aussteigen auf die Schnauze. kc: Und dann ist das nicht passiert. bommel: Wie kann man sich so wenig unter Kontrolle haben? Für nix einfach, für gar nichts. Es ist ja nix passiert. kc: Ja, ich taufe dieses Gespräch den Dieter-Dialog. bommel: Ja. Mit Bommel in der Rolle von zwei Dietern. kc: Also ich weiß nicht, ob der Typ wirklich Dieter hieß, aber er sah aus wie ein Dieter, er klang wie ein Dieter, er hat sich verhalten wie ein Dieter. bommel: Also falls jetzt hier ein Dieter zuhört, not all Dieters, ihr wisst Bescheid. Also, das erwachsene Leute, ne? Nee, wirklich. Und also gab es halt auch wirklich gar keinen anderen Platz? Waren wirklich alle Plätze belegt? Hätte der Garten irgendwo anders hingehen können? kc: Weiß ich nicht. Also, ich bin ziemlich sicher, dass es genug Platz gab irgendwo. bommel: Ja. kc: Aber, also es gab ja auch einen Platz direkt gegenüber von mir, wo seine Kameratasche drauf war. bommel: Das ist so albern. kc: Ey, wirklich. Naja. bommel: Unfreundlich. kc: Also, das war das Comedy-Element dieses an sich schon sehr imposanten, sehr, sehr großartigen Ausflugs. Und wenn ich jetzt so im Nachhinein drüber nachdenke, hat das alles einfach nochmal viel besser gemacht. bommel: Wie traurig einfach auch, dass der dich dann da so direkt so misogyn beleidigt einfach. Wie so, like, what the fuck. kc: Ja, aber Bommel, du verstehst nicht, er ist Fotoprofi. bommel: Achso. kc: Er braucht den Platz für seine Ablage. bommel: Deswegen macht er eine AIDA-Reise, um seine Sachen da zu fotografieren, klar. Am besten hat mir gefallen, ich bin Profi, ich auch. kc: Ja, wie mir das rausgerutscht ist, weiß ich auch nicht. Das war ja noch am Anfang, wo ich halt wirklich gar nicht drauf eingestellt war, jetzt irgendwie schlagfertig zu sein. Aber dass das aus mir rausgekommen ist, ist schon ein Schulterknopf. kc: Ja, Entertainment. Dann kommen wir nochmal zum Entertainment der Reise, weil tatsächlich bei den anderen Stops dieser Reise in Kristiansand und in Oslo bin ich gar nicht vom Schiff gegangen und bin einfach auf dem Schiff geblieben, weil es mir von den Eindrücken hier gereicht hat von den Tagen vorher. Aber das ist ja auch okay. Aber Entertainment war dementsprechend an beiden Tagen irgendwie sehr, sehr, sehr großes Ding für mich. Auf AIDA-Schiffen gibt es immer Wer Wird Millionär und diverse andere Shows gibt es auch auf den großen Schiffen, also irgendwie die Upgrade-Show, wo Leute Upgrades für ihre Reise gewinnen können oder ein Familienduell oder Voice of the Ocean, also Voice of Germany oder Voice of "Land einfügen". kc: Aber mit den Mitreisenden vom Schiff und das war alles irgendwie sehr, sehr cool und weil das alles so Lizenzformate sind, hast du halt wirklich auch genau gewusst, was dich da jeweils erwartet und wie Sachen irgendwie aufgemacht sind. Aber das hatte dann auch teilweise wirklich so seltsame Züge, dass der Moderator beispielsweise vom Millionenpublikum gesprochen hat, wo alles, wo man diese Shows sehen konnte, halt vor Ort im Schiff, in dem Fernsehstudio oder auf dem Schiff im Kabinenfernsehen sehen konnte. Und das fand ich irgendwie richtig wild. Und ich hatte dann einmal am vorletzten Tag, Ich habe an einer Show teilgenommen, die hieß Backbord vs. Steuerboard und war dann da tatsächlich auch auf der Bühne. Das war halt sehr, sehr spontan. Ich bin da rein und die Aufnahmeleitung kam auf mich zu und fragte, ja, mir sind alle Kandidaten abgesprochen? Ich brauche noch eine Person. Willst du? bommel: Du meinst abgesprungen, ne? Abgesprungen. Ja, meine ich. kc: Und dann habe ich das gemacht. Und ich fühlte mich irgendwie komplett in meine Kindheit zurückversetzt, weil wir früher schon immer irgendwie, also in meiner Familie mit meinen Freund*innen damals, haben wir immer irgendwelche Fernsehshows produziert. So im Winter war es dann meistens irgendwie sowas wie "das Supertalent", was wir gefilmt haben und geschnitten haben, auch irgendwie mit Moderation und so, was ich gemacht habe und alle Leute irgendwie was Lustiges vorgeführt oder so. Hä? bommel: Ich will das machen. Warum machen wir das nicht? Wir müssen das machen. kc: Ja, und im Sommer haben wir dann mit Fahrrädern irgendwie was gespielt, wo wir dann Hügel runtergefahren sind und so und da auch irgendwie eine Show draus gemacht. Aber ich habe das immer alles gefilmt und immer alles moderiert. Das ist ja so geil. Fühlte sich das so ein bisschen an wie, ja, ich bin hier zu Hause. Das habe ich immer schon gemacht. Ich bin gut darin. Ich weiß, wie das funktioniert. Ich kenne die Hintergründe, ich weiß, wie man das macht. Und das hat mir auch einfach richtig gut gefallen. Auch diesen Ablauf mal zu sehen, wie andere Leute den machen. Man geht ja auch an Land nicht unbedingt so in eine Fernsehproduktion rein, wenn man jetzt nicht in den großen Medienstädten wohnt. bommel: Außer man ist ein kleiner Bommel, aber ja. kc: Ja, ich habe auch schon mal überlegt, ob ich mal nach Hamburg fahre und mal bei wer weiß denn sowas, ins Studio gehe. Aber habe ich dann nie gemacht, muss ich mal machen. Ja, und am Tag davor war Wer wird Millionär gewesen, wo man auch hätte Sachen gewinnen können. Ich bin ein bisschen sauer, weil ich ziemlich sicher da auf dem Stuhl dem Moderator gegenüber... Gesessen haben hätte können, wenn die Web-App, mit der das gemacht wurde, mit der die Mitspielenden da ermittelt wurden, irgendwie barrierefrei gewesen wäre. bommel: Ja, du warst echt fix. kc: Also ich habe acht Sekunden gebraucht für eine Auswahlrundenfrage und die Auswahlrundenfrage war, ordnen Sie die Metropolen nach Größe? Und dann ist das so gelöst, dass auf der Website, wo man eingeben muss, um dann irgendwie mitzuspielen, immer nur 1, 2, 3 oder 4 stehen oder A, B, C oder D. Und was diese Antworten bedeuten, steht dann nur auf der Leinwand. Aber die Antworten stehen auf dieser Leinwand halt schon, bevor der Moderator überhaupt anfängt, die Frage vorzulesen. Das heißt, wenn du sehen kannst, bist du da halt auf jeden Fall klar im Vorteil, weil du weißt, was diese Antworten sind. Und ich musste halt erst mal abwarten, bis er alle Antworten vorgelesen hat, Dann konnte ich erst mir Gedanken machen, wie diese Frage zu lösen ist. bommel: Ja. kc: Und dann bin ich halt auf den Punkt gestoßen, weil ich benutze ab und zu mal einen Screenreader. Das ist ein Sprachausgabetool. Das hat mit dieser Web-App einfach nicht funktioniert. Ich konnte damit keine einzelnen Buttons von dieser Frage auswählen. Und dementsprechend musste ich den erstmal ausschalten. Dann musste ich mein Handy so nehmen, dass ich darauf was lesen kann. Und dann musste ich meine Antwort eingeben. bommel: Okay, also dafür war es so wirklich unendlich schnell. kc: Ja, dieser Prozess, so ganz knapp über acht Sekunden. Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe, aber es hat geklappt. Ich war halt am Ende wegen dieser Langsamigkeit auf Rang sieben und ich gehe fest davon aus, wenn ich das hätte benutzen können, wenn die Antworten erst eingeblendet worden wären, wenn das Vorlesen fertig wäre, ich wäre hundertprozentig dran gekommen und dann hätte ich irgendwas Tolles gewonnen. Wie viele Leute sind da dran gekommen? Das kann mir auch niemand was wegnehmen. Es gab zwei Runden insgesamt. Bei der ersten Runde war ich ein bisschen zu spät, weil ich mir Zeit gelassen habe. Und dementsprechend konnte ich die Auswahlrunde nicht mitspielen und ich wusste halt auch nicht, ob das irgendwie zugänglich war oder nicht. Also konnte mich da nicht einrichten. Und die zweite Runde. Und der kam dann bis zur 125.000-Punkte-Frage, also die vorletzte. bommel: Krass, und was hat die Person gewonnen? kc: Ich glaube, eine Spa-Suite. Also quasi eine private Sauna, eine private Badewanne für die ganze Familie für drei Stunden. Ja, das hätte ich auch genommen. bommel: Ja, schön allein in der Sauna da rumöln, richtig geil. kc: Ah. Ja, nee, so dieses Gameshow-Angebot, es war so toll. Ich weiß nicht, wie oft ich jetzt in dieser Folge schon gesagt habe, es war so toll, wo ich mich dann im Satz danach wieder über irgendwas aufgeregt oder beschwert hatte. Wahrscheinlich genug. bommel: Naja, gut, aber es kann ja trotzdem insgesamt toll gewesen sein, auch wenn es halt seine Stolpersteine, Makel, was auch immer, da irgendwie hatte. kc: Ja, also so insgesamt war es richtig cool. Und ich glaube, so können wir jetzt auch langsam zum Ende kommen. bommel: Wir müssen uns ja jetzt auch gleich Gedanken darüber machen, was für eine Show wir im Freundeskreis da produzieren. kc: Aber ich habe noch ein paar kleine Stichpunkte, die ich noch erwähnen möchte. Am ersten Tag saß ich beim Frühstücksbuffet, ich hatte eine tolle Aussicht, neben mir sitzt eine Familie mit einem kleinen Kind und die ersten Worte, die ich von diesem kleinen Kind vernommen habe, waren "Mama Upgrade". Und ich glaube, so dieses Erlebnis hat irgendwie so das gesamte Publikum dieser Reise geführt. Sehr, sehr stark und sehr eindrücklich für mich beschrieben, wie Leute diesen Urlaub irgendwie wahrnehmen. Weil Upgrade ja typischerweise irgendwie kein Wort ist, das so kleine Kinder benutzen. bommel: Ja. kc: Und da habe ich noch ein bisschen weiter zugehört und da ging es dann irgendwie um das Premium-Frühstück, das auch angeboten wurde, was die wohl schon mal gemacht haben, was dem Kind viel besser geschmeckt hat. bommel: Ah ja, okay. Ich habe damals immer gesagt, das, was die Reise mit am besten beschreibt, so vom Publikum her, ist die enorm hohe Dichte an CDU-Schlüsselbändern. kc: Oh ja, also ich habe keine CDU-Schlüsselbänder gesehen, aber ja, fühlte sich so an. Am zweiten Tag saß ich an einer Bar mit Blick aufs Meer. Es war ein Seetag, also ohne Hafen halt. Und Leute haben sich in ihrem Urlaub einfach über die Wirtschaftlichkeit von ihrem Unternehmen unterhalten. bommel: Ja. kc: Wie man das von Kreuzfahrtschiffen so erwartet, es gibt halt jeden Tag irgendwie so eine Präsentation, wo verschiedene Ausflüge vorgestellt werden, was man so machen kann in den entsprechenden Städten, wo die Städte vorgestellt werden. Und bei jedem Einzelnen, was da so vorgestellt wurde, war das Hauptargument, weshalb man da so hingehen muss von den AIDA-Gastgeber*innen, dass man da tolle Fotos machen kann. Und da fragte ich mich auch so ein bisschen. bommel: Ja, außer du bist mit auf dem Ausflug und versaust einem die Fotogelegenheiten so nachhaltig wie dem Dieter. Ja. kc: Das fand ich auch irgendwie wild, dass so viele Leute irgendwie Ausflüge nur machen, um sie mit anderen zu teilen. Und auf dem Berg Fløyen habe ich das auch sehr, sehr doll gemerkt. Zum gleichen Zeitpunkt war ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff auch in Bergen gehalten und dementsprechend war da auch die Dichte an amerikanischen Personen sehr hoch. Was ich da sehr interessant fand, ist, wie sich diese Gruppen unterschiedlich… Meinst du US-Amerikaner? US-Amerikaner*innen, genau. Was ich sehr spannend fand, war, wie diese Gruppen sich so unterschieden haben vom Sozialverhalten. Also bei den Deutschen war es tatsächlich gar nicht so selten, dass da Leute irgendwie eine große Kamera hatten. Und bei den US-Amerikaner*innen war es halt eher so, dass die gleichzeitig irgendwie einen Videocall gemacht haben und dann auch immer gleich mit vier, fünf Leuten nebenan und immer weiter und dann die nächsten und so weiter. Hier, guckt mal, wo ich gerade bin. Aber irgendwie, was die alle gemeinsam hatten, ist, war, dass sich wirklich kaum jemand da die Zeit genommen hat, das einfach mal wirken zu lassen, was man da eigentlich gerade sieht. Und es ging halt auch in der Vorstellung halt häufig irgendwie darum, ja, das kannst du anderen Leuten präsentieren, was du gemacht hast. Und so dieses Guck mich an, guck meinen Urlaub an, es ist alles perfekt. bommel: Ja, da wird der Urlaub einfach so voll zum Flex und nicht zum Erlebnis. kc: Und das finde ich richtig schade und auch ein bisschen traurig. bommel: Aber umso stolzer bin ich auch auf dich, dass du da nicht quasi einfach so mitgeflogen bist, weil manchmal ist sowas ja auch so mitreißend, gerade wenn das alles irgendwie neu ist und man sich dann so denkt, aha, okay, so scheinen Dinge irgendwie zu funktionieren und alle machen das so. Und dass du halt stattdessen dich da so zurückgenommen, rausgezogen hast und ja auch einfach noch so richtig was für deinen Alltag, mitgenommen hast, weil ich glaube, dass es eigentlich so mit die höchste Kunst so beim Urlaub machen, dass du halt durch das, Und ich finde, da fängt es dann halt auch an, dass es sich lohnt, dass man überhaupt woanders hinfährt, weil Bilder kann ich mir halt auch im Internet angucken oder Videos, aber so dieses, dass du da warst und das tatsächlich so erlebt hast und das, was mit dir gemacht hat und auch was in dir verändert hat oder so, das ist ja eigentlich so das Allerkrasseste. kc: Ja, ich glaube, es hätte heute auch tatsächlich komplett anders kommen können, denke ich jetzt gerade so in diesem Moment drüber nach und ich möchte das auch auf deinen Partner schieben, der mich hier gebracht hat, ich erzählte davon. Dass ich da so beim Ankommen nicht schon gestresst war, hat mir, glaube ich, sehr geholfen, auch sehr schnell zu merken, wie die Leute um mich herum so funktionieren und ob ich das überhaupt auch so möchte oder nicht. bommel: Das ist so schön, das würde ihn auch nicht freuen. kc: Ja, vielen Dank. Vielen, vielen Dank. Das ist so toll. Nächster Bullet Point, den ich noch anbringen muss. Was ich auch überhaupt nicht erwartet hatte, war, dass es eine Kunstgalerie auf dem Schiff gibt und dass Kunstauktionen veranstaltet wurden. Alle Werke in diesen Kunstauktionen waren ausnahmslos von Männern und sie waren ausnahmslos von weißen Männern. Natürlich. Das fand ich auch spannend. Und ich hatte so bei der ersten Auktion, die habe ich im Kabinenfernsehen verfolgt, so mal den Gedanken her, so eine Auktion. Das ist eigentlich so ein richtig cooles Ding, was ich auch mal machen wollen würde. Irgendwo mal mitbieten. Ich muss nichts kaufen. bommel: War die so chillig oder war das so blablabla und dann ist alles verkauft? kc: War schon stressig. bommel: Okay. kc: Und dann habe ich mir aber die Wiederholung davon nochmal angeguckt und dann habe ich halt auch recherchiert, wer die Künstler, also ja, die Künstlerpersonen sind. Und dann ist mir aufgefallen, ich will gar keine Kunstwerke von denen, da kann ich irgendwie absolut nichts für mich mitnehmen. Und dann bin ich da auch nicht hingegangen und habe da immer wahrscheinlich auch irgendwie die Augen verdreht, als ich irgendwie an den Kunstwerken vorbeigekommen bin. Aber so die deutschen Ikonen Otto Waalkes und Udo Lindenberg waren natürlich auch vertreten. Man konnte Werke von denen kaufen und auch ersteigern. bommel: So weird. kc: Ja, also meine Eltern hätte es sicher gefreut, was von Udo Lindenberg zu besitzen, aber mir gibt es irgendwie nichts. bommel: Nee, wäre für mich auch nicht so. kc: Nächster Bullet Point. Das sind dann auch nur noch so drei. bommel: Ich habe total den Überblick verloren. kc: Bei den Buffet-Restaurants niemand vom Personal da steht und alle Leute einzeln anguckt und sagt, Hände waschen bitte. Wäscht sich niemand die Hände. Das ist so eklig. bommel: Was soll das? kc: Fand ich ein bisschen seltsam. Also ich habe wirklich auch sehr darauf geachtet, dass ich mir sehr, sehr gewissenhaft immer die Hände wasche. Auch allein schon, weil ich gesehen habe, dass sich andere Leute da die Hände nicht waschen. Komisch eine andere Sache, die mich gestresst hat also nicht so sehr, aber hätte mich eventuell stressen können wenn ich das denn in Anspruch nehmen hätte wollen, so am Tag am Abend vorher gab es immer so eine Aktion, dass man noch Rabatte bekommt auf Ausflüge, die man am nächsten Tag machen konnte, eben um diese Ausflüge voll zu kriegen ja Ja, aber um diese Rabatte zu bekommen und um zu erfahren, wofür es diese Rabatte gibt, muss man immer persönlich erscheinen und dann mit Leuten darüber reden. Das weiß ich nicht. bommel: Keine Rabatte für uns. kc: Ja, keine Rabatte für uns. Und das ist dann auch tatsächlich das Letzte jetzt, was ich ja auch seltsam fand. bommel: Ich habe dazu einen Gedanken noch, weil locker ist das halt, damit die mehr verkaufen können. Weil wenn du schon mal da bist, weißt du, dann hast du ja schon mal so diesen Schritt dahin getan, dass du da bist. Und dann bist du ja quasi ein bisschen mehr dedicated, überhaupt irgendwas mitzunehmen. Weil so nach dem Motto, wenn du schon mal da bist. Und die haben ja auch viel mehr, also es steht nicht einfach irgendwo und du kannst dir so denken, ja okay, keine Ahnung. sondern da steht dann halt einer, der dir auch sagt, oh, da kann man so tolle Fotos machen, das ist auch so schön. Ich habe den Ausflug selber mal mitgemacht und oh mein Gott, das war einer der tollsten Ausflüge, die ich jemals gemacht habe. Und dann verkaufen die dann halt locker mehr und kriegen das halt deutlich voller, als wenn sie es einfach irgendwo hinschreiben. kc: Ja, dazu möchte ich nochmal sagen, ich habe keine Aktien in irgendeiner Lysefjord Ausflugsgesellschaft und diese Empfehlung, diesen Ausflug zu machen und das schöne Erlebnis, das hat wirklich überhaupt keine wirtschaftlichen Interessen dahinter. Das kann ich einfach so empfehlen. Okay, der letzte Punkt, den ich sagen wollte, war noch, dass alles jeden Tag unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Öffnungszeiten hatte. bommel: Das ist schon echt ein bisschen schräg. Ich wäre so lost gewesen. kc: Man musste sich wirklich einfach jeden Tag informieren, wann, wie, wo was aufhat. Und so mittags, der Deutsche will sein Mittagessen, ich will auch gerne Mittagessen, war es so, dass nicht jedes Buffet-Restaurant geöffnet war, sondern halt immer irgendwie rotierend. Die Speisen, die es gab, waren dann halt trotzdem die gleichen, aber musstest dich halt jedes Mal informieren. Dann jeden Tag irgendwie Frühstückszeiten waren andere, mal gab es um sieben Uhr Frühstück, mal gab es erst um acht Uhr dreißig Frühstück. Und dementsprechend war planen da irgendwie ein bisschen seltsam. Mal gab es nur bis um 10 Frühstück, mal gab es bis um 11 Frühstück. Und allgemein sehr, sehr inkonsistent. Aber so alles in allem, es war, der Urlaub war schöner, als ich es mir jemals gedacht hätte. bommel: Das freut mich so für dich. kc: Außerdem nehme ich für mich mit, dass ich regelmäßig wegfahren muss. Also vielleicht einmal im Jahr oder so, um einfach mal rauszukommen. bommel: Jeden Monat eine Kreuzfahrt. Ich brauche das einfach für mich und die Entspannung, sonst komme ich nicht runter im Alltag. kc: So ein Quatsch. Also wer das erzählt, erzählt wirklich Quatsch. Aber dadurch, dass ich halt vorher nie wirklich Urlaub gemacht habe und ganz häufig war der Grund dafür, dass ich keinen Urlaub gemacht habe, war halt warum soll ich woanders hinfahren, mich da stressen und trotzdem letztendlich jeden Tag das machen, was ich auch zu Hause mache. Also meine Klamotten waschen, mein Essen selber kochen, irgendwie suchen, was ich dann jetzt gerne machen möchte. Ich weiß, dass das jetzt anders geht und dass es Möglichkeiten gibt und ich kann mich jetzt darauf einstellen und ich freue mich auch, in Zukunft wieder Geld für einen Urlaub ausgeben zu können. bommel: Ich bin sehr gespannt dann auf die nächste Urlaubsfolge, in der du ausführlich berichtest. kc: Ja, schau mal mal, wann es passiert. Also dadurch, dass es halt jetzt so viele Eindrücke waren und einfach so viel passiert ist und also ich jetzt im Nachhinein nicht so sehr das Gefühl hatte, ich hatte jetzt einen Urlaub, der wirklich einfach so war, sondern es fühlte sich jetzt eher an wie, ja, es war zwar Urlaub, es war erholsam, aber ich habe gleichzeitig so viel über mich gelernt und so viel irgendwie mitgenommen, ähm, dass ich jetzt gerne sofort nochmal möchte und dementsprechend habe ich auch irgendwie, direkt als ich zu Hause war schon wieder geguckt, was man irgendwie als nächstes machen kann, und ich hatte schon eine Pauschalreise gefunden mit All-Inclusive Hotel nach Mallorca ich musste mich zügeln, das nicht zu buchen, ich habe es nicht gebucht ähm, Und ja, dementsprechend wird es auch noch eine ganze Weile dauern. Aber ja, die große Urlaubsfolge, die große "Casey war im Urlaub-Folge und freut sich so sehr". bommel: Und deswegen ist es völlig in Ordnung. kc: Ja, diese Folge war jetzt nur irgendwie ein bisschen anders, oder? bommel: Ja, aber ist das schlimm? Also ich weiß nicht, ist ja unser Podcast. kc: Ja, unser Podcast. bommel: Und wir drüber quatschen wollen. kc: Aber am Anfang gab es viel Lachen und jetzt auch. Schöne Erlebnisse. bommel: Neues Getränkerezept, auch gut. kc: Ja, mal schauen, ob ich noch ein bisschen besser werde im Getränke mixen. Zusammenstellen. Stimmt, das habe ich auch gemerkt im Urlaub. Ich mag spannende Getränkekombinationen und jetzt habe ich angefangen, mir selbst Mocktails zu machen. Auch was, das ich nie gemacht habe, weil mir da immer der Gedanke war, das dauert jetzt viel zu lang. Und wenn ich jetzt fünf Minuten brauche, mir da zwei Flaschen aufzumachen, um die zusammen zu kippen und vielleicht mal abzuschmecken oder irgendwas zu shaken. So what? I do it. Das Ergebnis ist es wert. bommel: Ja. Das ist voll schön. kc: Urlaub, Urlaub, Urlaub, Urlaub, Urlaub. bommel: Urlaub, Urlaub, Urlaub, Urlaub. kc: Bitte, bitte nimm mich mit in den Urlaub. bommel: Ja, genau. Falls ihr demnächst den Urlaub fahrt und noch einen Platz frei habt. kc: Ja, ich bin auch ganz klein. Ich mache mich in euer Handgepäck. Wahrscheinlich nicht. Ja, wir haben noch ein Danke zu sagen. Möchtest du? bommel: Danke. Was für ein Danke sagen wir? kc: Wir haben noch ein Danke zu sagen an Xenia, weil wir das immer so machen. bommel: Ach so, einfach aus Prinzip. Ja, stimmt. Xenia hat sich beschwert, dass wir uns in jeder Folge für irgendwas bedanken. Deswegen, ja, danke. Und auch an alle anderen, die vielleicht irgendwie für irgendwas ein Danke brauchen, auch Danke an dieser Stelle. Habt ihr super gemacht. kc: Ja, vielen, vielen Dank. Auch vielen Dank fürs Hören dieser Folge. Es hat uns große Freude gemacht. Wenn ihr uns dazu irgendwie ein Feedback, eine Rückmeldung geben möchtet, dann freuen wir uns ja über eure Zuschriften entweder auf all-glitches-welcome.de direkt unter der Folge oder ihr könnt uns eine Mail schreiben an glitches@conesible.de. Das ist wie immer c-o-n-e-s-i-b-l-e.de. Und ich freue mich immer darauf, das zu buchstabieren. Ich weiß auch nicht, warum. Oder ihr schaut auf unserem Discord-Server rein oder ihr schreibt uns einfach auf Social Media. Ja, da freuen wir uns euch da begrüßen zu dürfen und immer von euch zu lesen. Wir kriegen immer so, so tolles, herzliches Feedback von euch. Ich freue mich jetzt schon darauf, dass diese Folge dann rauskommt und dass wieder irgendjemand schreibt, danke für diese Folge, die war so schön. bommel: Und wehe, es schreibt keiner. Nein, alles gut. kc: Achso, und ja, zum Abschluss kann ich ja noch... bommel: Da kam der Innere Dieter nochmal. kc: Zum Abschluss kann ich ja nochmal darauf hinweisen, in den Shownotes, da ist ein kleines Urlaubsfilmchen, das ich gemacht habe. Ja, das ist quasi exklusiv für diesen Podcast. Also, ich habe das mit meinen befreundeten Personen geteilt. Wenn ihr das gerne sehen möchtet, ihr habt hier auch die Gelegenheit, das ist auf YouTube ungelistet, Aber der Link dazu ist in den Shownotes. Also viel Spaß dabei. bommel: Viel Spaß und bis in zwei Wochen, wenn es wieder heißt: All Glitches Welcome. kc: Ja, danke Bommel für diese schöne Folge. Es hat Spaß gemacht. bommel: Ja, danke fürs Erzählen deiner und Teilen deiner Urlaubseindrücke und Erlebnisse. Vielen, vielen Dank. kc: Tschüss. bommel: Und bis zum nächsten Mal. Tschüss.